Mitwirkende 2026


Jens Brand // Vox Luminis // Lionel Meunier // VOTUM // Barbara Schachtner // Roger Hanschel // Ensemble Polyharmonique // Alexander Schneider // Maria de Alvear // Cora Schmeiser // Drums off Chaos // Cappella vocale St. Aposteln  // Katharina Nieß // Anna Lautwein  // Maximilian Vieth  // Thomas Bonni  // Christoph Kuhlmann  // Meik Impekoven // Heinali (Oleh Shpudeiko) // Andriana-Yaroslava Saienko // Germain Zambi // Florentin Ginot // Paul Pinto // Michael Veltman // Wu Wei // Bachverein Köln // Christoph Siebert // Michael Bottenhorn //  Vokalensemble Amarcord // Vokalorchester NRW // 



Jens Brand studierte bildende Kunst an der Kunsthochschule in Münster. Verschiedene Stipendien führten zu wiederholten Aufenthalten in Japan, den USA und Mexico. Von 2010 bis 2016 amtierte er als Präsident des Internationalen Künstlergremiums (IKG). Von 2013 bis 2023 leitete er die Basisklasse Bildende Kunst an der Kunsthochschule Kassel. Mit Performances, Konzerten und Ausstellungen ist er im In- und Ausland aktiv. Seit 2023 unterrichtet er die Klasse für Klang in der bildenden Kunst an der HBK Braunschweig. „Ausgangspunkt meiner Klanginstallationen und Performances sind Konzepte deren Verlauf und Ergebnisse nicht absehbar sind. Das Material, das bei der Realisation meiner Arbeiten zum Einsatz kommt, umfasst alte und neue Medien. Es verwendet Hörbares und Unhörbares ebenso wie Sichtbares und Unsichtbares. Mich interessiert das Tafelbild ebenso wie ein 3D-Game-engine, ein Streichquartett, eine Schallfrequenz oder ein Partikelbeschleuniger. Genregrenzen interessieren mich nicht.“

2004 erblickte Vox Luminis das Licht der Welt. Der Gründungsimpuls ging von Lionel Meunier aus; als einer der Basssänger leitet er das Ensemble. Pro Jahr gibt das Ensemble weltweit mehr als 60 Konzerte, hinzu kommen mehrere CD-Produktionen. Im Kern besteht Vox Luminis aus Vokalsolistinnen und -solisten, die am Konservatorium in Den Haag ausgebildet wurden, und einer Basso-continuo-Gruppe; bei Bedarf erweitert es sich um zusätzliche Instrumente. Vox Luminis widmet sich vornehmlich dem englischen, italienischen und deutschen Repertoire aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Das Ensemble besticht durch einen homogenen Stimmklang, der dennoch den individuellen Qualitäten der Sängerinnen und Sänger Raum gibt. Unterstützt wird Vox Luminis von der „Fédération Wallonie-Bruxelles“, „Wallonie-Bruxelles international“ und der Stadt Namur.

Lionel Meunier genießt als Dirigent und künstlerischer Leiter von Vox Luminis internationale Bekanntheit. Seine Ausbildung begann er in seiner Heimatstadt Clamecy in Frankreich, wo er Musiktheorie, Blockflöte und Trompete studierte. Später wechselte er zum Institut für Musik und Pädagogik in Namur, dann absolvierte er ein Gesangsstudium am Königlichen Konservatorium in Den Haag. 2013 erhielt Lionel Meunier den Preis „Namurois de l’Année“ im Bereich Kultur. Er wird von verschiedenen europäischen Ensembles als Coach, Dirigent und künstlerischer Leiter eingeladen.

Der Komponist und elektronische Musiker Oleh Shpudeiko (Heinali) beschäftigt sich seit mehr als einem Jahrzehnt mit alter Musik, jedoch nicht als Archäologe, sondern als zeitgenössischer Komponist. Er erforscht westliche mittelalterliche Musiktraditionen, Polyphonie wie auch Monophonie für modulare Synthesizer. Shpudeiko komponiert auch Musik für Computerspiele, Filme, Tanzproduktionen, Performances und Klanginstallationen. Oleh wurde 1985 in Kiew geboren, derzeit lebt er in Halle an der Saale. https://www.heinali.info/

Andriana-Yaroslava Saienko ist Musikerin, Sängerin und Schauspielerin. Sie erforscht Stimme als Instrument. Ihre genreübergreifenden Erkundungen verbinden traditionellen ukrainischen Gesang, Jazz, Improvisation, elektronische Musik, Poesie und Theater. Sie performt die subtilen Feinheiten ukrainischer Volksmusik mit ihrem einzigartigen Timbre und ihrer eigener Tiefe. Gesang geprägt von klagender Traurigkeit, kraftvoller Verletzlichkeit wie auch sprühender Lebensfreude. Aus Lviv kommend, lebt sie derzeit in Brno/CZ.

Das Ensemble Polyharmonique ist ein Kollektiv von Sängerinnen und Sängern der europäischen Alte-Musik-Szene mit Schwerpunkt auf Vokalmusik der Renaissance und des Barock. Ausgehend von historischer Aufführungspraxis verbindet das Ensemble Impulse der deutschen und franko-flämischen Gesangstradition zu klaren, textnahen Interpretationen. Polyharmonique arbeitet mit führenden Barockorchestern wie der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Freiburger Barockorchester oder Holland Baroque zusammen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Wiederentdeckung vokaler Musik des 17. Jahrhunderts. Internationale Festivalauftritte sowie preisgekrönte CD-Einspielungen, darunter Schütz’ Geistliche Chor Music 1648 (Diapason d’Or 2021) oder die filmische Erzählung AUFERSTEHUNG auf Grundlage von Heinrich Schütz’ 45-minütiger Auferstehungshistorie, dokumentieren die Arbeit des Ensembles.

Der Countertenor Alexander Schneider, Gründer des Ensembles Polyharmonique, war Sängerknabe am Dresdner Kreuzchor und studierte Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Er arbeitet mit Ensembles wie Cantus Cölln, Pygmalion und Collegium Vocale Gent, CD-Aufnahmen und Opernengagements und internationale Gastspiele zeugen von seiner künstlerischen Vielseitigkeit. In seiner Wahlheimat Belgien unterrichtet er Gesang an der Musikakademie Beringen und leitet die Chöre Amicantus und Florilegium (Leuven). Seit ist er 2024 Dramaturg der Rheinischen Kantorei und tritt neben internationalen Konzert- und Opernengagements zunehmend auch als Dirigent großer Chrowerke in Erscheinung. 

Die Komponistin Maria de Alvear (*1960 in Madrid) zog in den 1980ern zum Musikstudium nach Köln, wo sie bei Mauricio Kagel Neues Musiktheater studierte. Im 1992 erhielt sie das Bernd-Alois-Zimmermann-Stipendium der Stadt Köln. Ihre interdisziplinären Werke werden weltweit von Ensembles wie dem Ensemble Modern (DE), Ensemble MusikFabrik (DE), Basel Sinfonietta (CH), Kitchener-Waterloo-Symphony Orchestra (CAN), S.E.M. Orchestra (USA) u.v.m. aufgeführt. 1998 gründete sie das Label MARIA DE ALVEAR WORLD EDITION. 2014 erhielt sie den Spanischen Nationalpreis für Musik. Im Jahr 2017 wurde sie in die Nordrhein-Westfälische Akademie der Künste aufgenommen. Nach vierzig Jahren in Köln, die von einem umfangreichen künstlerischen Schaffen geprägt waren, lebt sie wieder in Madrid, wo sie ihre kompositorische Tätigkeit fortsetzt. 

Cora Schmeiser gestaltet mit ihrer Stimme Konzerte und Performances. Sie wechselt souverän zwischen historischer Aufführungspraxis, experimentellen Elementen, stimmlicher Ausdruckskraft und einfühlsam-distanzierter Rezitationskunst. Geboren in Mainz, studierte sie in Frankfurt und in Den Haag. Ihr besonderes Interesse gilt der Musik des Mittelalters und der Gegenwart, die sie in ihren Soloperformances Hier und dort, Vox sanguinis und Mit Händen und Füßen zusammenschmelzen lässt. Mit den Ensembles Lunyala Trio, Colusca, Ensemble Nu:n, Ars Choralis Coeln und Nouruz sucht sie stets nach ungehörten Klangwelten für alte Melodien und Gesänge. Aufnahmen und Videos dokumentieren Coras Arbeit.

DRUMS OFF CHAOS wurden in den frühen Achtzigern von dem legendären CAN-Schlagzeuger Jaki Liebezeit zunächst als lose Zusammenkunft von Trommlern gegründet. Später verkleinerte sich die Gruppe zu einem Quartett mit über die Jahre wechselnden Line-ups. Seit Jaki Liebezeits Tod 2017 besteht das Ensemble aus Reiner Linke, Maf Retter und Manos Tsangaris und wird es für die Neufassung von BAUM II durch den spanischen Schlagzeuger Javi Morcillo Lanberri verstärkt.

Das Ensemble PER-SONAT, gegründet 2008 von Sabine Lutzenberger, widmet sich der Aufgabe, die Musik des Mittelalters und der Renaissance aus verschiedenen Kulturkreisen zu erforschen und einem kunstinteressierten Auditorium nahe zu bringen. Dem internationalen Team geht es neben einer größtmöglichen Authentizität um eine künstlerisch lebendige, innovative und spannende Aufführungspraxis. Ihre Intention ist es, der Geisteshaltung und Lebenswelt des Menschen im Mittelalter und der Renaissance nachzuspüren und die ferne Empfindsamkeit mit ihrer Musik in Einklang zu bringen. PER-SONAT gastiert auf nationalen wie internationalen Bühnen wie Tage Alter Musik Herne (D), Oude Muziek Utrecht (NL), Laus Polyphoniae Antwerpen (B), Brighton Early music festival (UK). Konzertreisen führten das Ensemble nach Frankreich, Holland, Italien, Spanien, Belgien, Polen, Schweden, Zypern und in die Schweiz. 7 CD-Aufnahmen sind seit 2008 beim Christophorus Verlag erschienen.

Sabine Lutzenberger ist eine international renommierte Interpretin für den Gesang Alter Musik. Ihr Repertoire reicht vom frühen Mittelalter über Renaissance und Barock bis hin zur Avantgarde-Musik. Im Jahre 2008 gründete sie das Ensemble PERSONAT. Auf nationalen und internationalen Festivals für Alte Musik gastiert sie mit dem Huelgas Ensemble, Le Miroir de Musique, Tiburtina, Candens Lilium und Leones. Als Interpretin zeitgenössischer Musik gastierte sie mit dem Klangforum Wien beim Kunstfest „pélerinages“, Weimar, Konzerthaus Wien, Biennale Venedig, Lissabon und Porto.

Die Cappella vocale St. Aposteln wurde 1973 vom damaligen Kantor Elmar Hausmann gegründet. Die chorerfahrenen Sängerinnen und Sänger gestalten regelmäßig Gottesdienste in der Basilika und erarbeiten etwa zwei Konzertprogramme pro Jahr. Dabei ist das Probenjahr in Projektphasen aufgeteilt, zu denen sich die Sängerinnen und Sänger je nach Interesse und zeitlichen Möglichkeiten zusammenfinden. Der musikalische Schwerpunkt liegt auf der Vokalpolyphonie der Renaissance sowie Chormusik des 19. und 20. Jahrhunderts. Zuletzt standen Messen von Palestrina, Charpentier, Rheinberger und Hermann Schroeder sowie Motetten von Byrd, Sweelinck, Homilius, Mendelssohn, Holst u. a. auf dem Programm. Konzertant kamen bereits mehrfach Bachkantaten zur Aufführung (zuletzt „Actus tragicus“ und „Du wahrer Gott und Davids Sohn“) sowie mit dem Basilikachor St. Aposteln gemeinsam auch größere oratorische Werke wie das „Stabat Mater“ von Rossini.

Die Sopranistin Katharina Nieß studierte Operngesang an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und schloss ihre Studien mit dem Master of Music / Oper ab. Neben Engagements in verschiedenen Operncompanies singt sie Konzerte und Liederabende. Sie lebt in Köln, ist freischaffend tätig und unterrichtet
Gesangsklassen in Köln und Prüm. Darüber hinaus leitet sie als Dozentin Gesangsworkshops und arbeitet als Stimmbildnerin mit Chören.

Anna Lautwein studierte Gesang an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und Kunstlied am Mozarteum in Salzburg. Als Solistin gibt sie regelmäßig Liederabende mit einem Schwerpunkt auf dem Werk von Komponistinnen und ist in zahlreichen Konzerten des Oratorienfachs zu hören. Sie gastiert zudem in  verschiedenen Opernchören, u.a. an der Kölner Oper und der Deutschen Oper am Rhein. Seit Sommer 2023 ist sie festes Mitglied des Opernchores Krefeld/Mönchengladbach in Teilzeit.

Der Kölner Tenor Maximilian Fieth fand über die Kölner Dommusik zur klassischen Musik und studierte Gesang in Köln u. a. bei Brigitte Lindner, Werner Güra und Boris Leisenheimer. Sein Schwerpunkt liegt im geistlichen Repertoire. Konzert- und Opernauftritte führten ihn in bedeutende Säle und Kirchen wie den Speyerer Dom und die Elbphilharmonie. 2019 war er Stipendiat der Fritz-Wunderlich-Gesellschaft, 2020–21 Mitglied der Chor-Akademie des WDR Rundfunkchores. Ensembleerfahrung sammelte er u. a. beim WDR Rundfunkchor, Kammerchor Stuttgart und CHORWERK RUHR.

Der Bassbariton Thomas Bonni lebt in Köln und studierte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Sein Repertoire reicht von den großen Oratorien und Passionen von Bach und Händel bis zu Werken von Haydn, Mozart, Mendelssohn, Brahms und Verdi. Auf der Opernbühne sang er u. a. Papageno, Figaro und Kaspar. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Musik des 17. Jahrhunderts, die er auch mit dem von ihm mitbegründeten Ensemble CordeBasso aufführt. Ein wichtiges Anliegen ist ihm die Verbindung unterschiedlichster Vokalrepertoires mit Literatur und anderen Künsten in interdisziplinäre Konzertprogramme.

Christoph Kuhlmann studierte Kirchenmusik an der Folkwang Hochschule Essen sowie Orgel/Improvisation in Paris bei Naji Hakim und Jean-Pierre Leguay. Er errang mehrere Preise bei internationalen Orgelwettbewerben. Seit 1994 ist er Kantor an der Dominikanerkirche St. Andreas, seit 2003 auch Regionalkantor für Köln. Seine beiden letzten CD-Einspielungen mit Werken von Naji Hakim und Franz Liszt erhielten Nominierungen beim Preis der deutschen Schallplattenkritik. Seit 2007 nimmt er einen Lehrauftrag an der Kölner Musikhochschule wahr.

Meik Impekoven studiert an der HfMT Köln Katholische Kirchenmusik (Diplom 2004). Nach Tätigkeiten in Köln, Overath und Wuppertal-Barmen (dort bis 2012 Regionalkantor) arbeitete er als Lektor im Musikverlag Dr. J. Butz (Bonn). Von Januar 2017 bis Oktober 2022 war er Kirchenmusiker in Lindenthal und ist seit November 2022 Kantor der Basilika St. Aposteln. Diese kirchenmusikalische Schwerpunktstelle zeichnet eine reiche Chorlandschaft, die hervorgehobene Pflege der Gregorianik und ein vielfältiges Konzertleben aus. Seit 2019 ist er zudem Dozent für Kirchenmusikgeschichte in der erzbischöflichen C-Ausbildung.

VOTUM besteht aus der Sopranistin Barbara Schachtner (Köln) und dem Saxophonisten und Komponisten Roger Hanschel (Köln). Das Duo teilt eine Vorstellung von Klangästhetik und der kraftvollen Darbietung auf der Bühne und spielt ausschließlich Kompositionen von Hanschel, mit von Schachtner ausgewählten Texten. Mit Themenschwerpuntken menschlicher Zustände und gesellschaftlicher Strukturen gerät in Roger Hanschels Kompositionen die Dualität völlig in Vergessenheit und eröffnet Räume in die Vielschichtigkeit des Duos. Die Atmosphäre ihrer Lieder nimmt zuweilen sogar orchestrale Züge an. Bislang entstanden zwei Programme: » Ü B E R D E H N U N G « (CD 2024) mit Texten von Simone Weil und Antonin Artaud und  » E  N T W E R D U N G «. Eine CD-Produktion ist im Mai 2026 geplant.  

Die Sängerin und Performerin Barbara Schachnter findet neben klassischen Formationen der Kammermusik auch im performativen Zusammenwirken unterschiedlicher Kunstsparten ihren künstlerischen Ausdruck.  

„Seit langem gilt Roger Hanschel als Vertreter eines Saxophonspiels, das, ausgehend vom Jazz, sich weit über die eigenen Genregrenzen hinaus entwickelte. Sein warmer und klarer Ton, sein Verständnis für komplexe Rhythmen und schließlich seine eigenen Kompositionen führten dazu, daß man mit der Musik von Roger Hanschel inzwischen eine deutliche Vorstellung verbindet“ (Emmerich Hörmann) 

Paul Pinto ist Komponist, Performer und opera-sermonizer aus New-York City. Als vielseitiger Künstler realisiert er verschiedenste Projekte aktueller Musik wie Mikrotheater, Langzeitperformances und Projekte mit neuen Medien sowohl allein als auch mit Freunden, darunter thingNY und Varispeed. Sein letztes Projekt war  MANO A MANO, ein opernhaftes Monodrama über toxische Männlichkeit. Die Kunst-Station Sankt Peter beauftragte ihn mit der Komposition eines Werkes für die einzigartige Orgel. 

Michael Veltman ist Organist und künstlerischer Leiter für den Bereich Musik an der Kunst-Station Sankt Peter Köln. Nach dem Studium der Kirchenmusik folgten Aufbaustudiengänge in den Fächern Orgel (Daniel Roth), Komposition (Friedrich Jaecker) und in Kammermusik (Vladimir Mendelssohn). Neben seiner Arbeit als Komponist für verschiedenste Besetzungen widmet er sich als Interpret besonders der zeitgenössischen Orgelmusik. An der einzigartigen Orgel von Sankt Peter hat er u.a. Werke von Elena Rykova, Chiyoko Szlavnics und Friedrich Jaecker uraufgeführt.

Der Kontrabassist Florentin Ginot gilt als einer der profiliertesten Interpreten zeitgenössischer Musik. Als Solist und Mitglied des Ensemble Musikfabrik arbeitet er eng mit Komponisten wie Georges Aperghis, György Kurtág und Rebecca Saunders zusammen und erweitert so das Repertoire seines Instruments. Auftritte führten ihn u. a. in die Berliner Philharmonie und die Philharmonie de Paris. Zugleich entwickelt er genreübergreifende Projekte zwischen Neuer Musik, Elektronik und anderen Traditionen.

Germain Zambi

Wu Wei ist Sheng-Virtuose aus China. Als Solist, Komponist und Lehrer prägt er zeitgenössische Sheng-Interpretationen weltweit; er ist Professor in Shanghai und Gastprofessor in Peking/Minzu University. Preisträger u. a. Herald Angel Award 2011, BBC Music Magazine Award 2015, International Classic Music Award 2015, Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Er arbeitete mit Berliner Philharmonikern und vielen anderen renommierten Orchestern weltweit, schuf über 400 Uraufführungen sowie zahlreiche CD-Aufnahmen (DG/Sony/Harmonia Mundi).

Leidenschaft, Esprit, Gestaltungsfreude, Klangsinnlichkeit und stimmliche Präzision – das sind nur einige der Attribute, die dem Chor des Bach-Vereins Köln regelmäßig zugeschrieben werden und ihm den Ruf als einer der „Spitzenchöre der Domstadt“ eingebracht haben. Seit nunmehr genau 95 Jahren begeistert das Gesangsensemble sein Konzertpublikum mit Chormusik unterschiedlichster Couleur – und dies weit über die Region hinaus. So gastierte der Chor u.a. in Israel, Frankreich und Polen, in Halle, Köthen, Weimar, Potsdam, Berlin und mehrfach in Bachs Wirkungszentrum Leipzig. Der Bach-Verein Köln darf auf eine Riege bedeutender Dirigenten zurückblicken, darunter Hermann Schroeder, Kurt Thomas, Wolfgang Gönnenwein, Rolf Reinhardt und Thomas Neuhoff. Seit 2020 ist Christoph Siebert Künstlerischer Leiter. 

Christoph Siebert ist Künstlerischer Leiter des Bach-Vereins Köln und des Bachchors Mainz. Der gebürtige Kölner arbeitet zudem mit namhaften Ensembles wie dem Collegium Vocale Gent zusammen und gastierte u.a.  beim Deutschen Kammerchor, Freiburger Barockorchester oder der Deutschen Kammerphilharmonie. 2003 gründete er das auf historischen Instrumenten spielende Orchester „concerto classico frankfurt“, das sich neben barocker Oratorienliteratur der stilgerechten Wiedergabe des klassisch-sinfonischen Repertoires widmet. 

Michael Bottenhorn gilt als einer der vielseitigsten deutschen Kirchenmusiker seiner Generation. Er wirkt seit 2012 an St. Josef in Bonn-Beuel als Organist und Dirigent und hat dort zudem die Künstlerische Leitung der „Internationalen Orgelkonzerte“ inne. Er konzertiert regelmäßig in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, den USA und Südafrika. Neben seiner solistischen Tätigkeit ist er ein gefragter musikalischer Partner bei Orchestern und Chören. Sein besonderes Interesse gilt der französischen Orgelmusik sowie der liturgischen und konzertanten Improvisation. 

Julen Axiari (Frz. Achiary), Leiter des nach ihm benannten Trios, wuchs in einer berühmten baskischen Musikerfamilie aus Soule/Bayonne im Baskenland auf. Sein Vater Beñat Axiari prägte die Entstehung der Folklore imaginaire in den 1970er Jahren. In diesem Umfeld wuchs Julen Axiari auf, erlernte Basa Ahaide von regionalen Meistersänger*innen; verbindet baskische Wurzeln mit Weltoffenheit und ist heute eine einzigartige Musikerpersönlichkeit.
Zusammen mit der baskischen Sängerin, Komponistin, Literaturdozentin und Schriftstellerin Maddi Oihenart, die bereits mit eigenen Alben wie Lürralde zillarra (1998), Arbaila (2002) und Doi (2015) hervortrat, sind sie zusammen mit der Sängerin Claudine Arhancet das Julen Achiary Trio.

amarcord – das sind Wolfram Lattke (Tenor), Robert Pohlers (Tenor), Frank Ozimek (Bariton), Daniel Knauft (Bass) und Holger Krause (Bass). Das Vokalensemble wurde 1992 von ehemaligen Mitgliedern des Leipziger Thomanerchores gegründet, gehört heute zu den international renommiertesten A-cappella-Ensembles. Verwurzelt in der über 800-jährigen Tradition des Thomanerchores begeistern die fünf Sänger mit rund 2500 Konzerten in mehr als 50 Ländern ihr Publikum mit Renaissance- und Barockmusik bis zu zeitgenössischen Werken. Dabei verbindet amarcord musikalische Präzision, stilistische Vielfalt und große Bühnenpräsenz. Zahlreiche Kooperationen – etwa mit dem Gewandhausorchester, dem Thomanerchor, der lautten compagney berlin, Daniel Hope, dem Klenke Quartett oder dem Ensemble Modern – sowie rund 30 vielfach ausgezeichnete CD-Einspielungen dokumentieren die künstlerische Bandbreite des Ensembles. In ihrer Heimatstadt Leipzig sind die fünf Sänger zudem Gründer und Gastgeber des internationalen a cappella Festivals. Seit 2023 unterrichtet amarcord außerdem als erstes Vokalensemble Ensemblegesang an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Zuletzt wurde das Ensemble mit dem internationalen ICMA-Award 2026, dem „Klassik-Oscar“ ausgezeichnet.

Das VokalOrchester NRW versteht sich als vokales Netzwerk, ein Zusammenschluss, bei dem jede:r einen anderen individuellen Schwerpunkt in die Musik und die Probenarbeit einbringt. Herz und Seele des Ensembles ist die Improvisation: In ihr entfaltet sich die stimmliche Energie des Moments. Seit dem Debüt beim Moers-Festival 2018 verbindet die Gruppe in ihrem Repertoire Einflüsse aus vielen verschiedenen Kooperationen: die experimentelle Vokalkunst mit Inspirationen durch Rhiannon, Lauren Newton und Theo Bleckmann, die stilistischen Grenzgänge geprägt durch die Arbeit mit Gästen wie Jonsí (Sigur Rós), Efterklang oder L’Arte del Mondo und die eigenen Kompositionen und Arrangements als Versuch der stilistischen und sängerischen Vielfalt des Stimmkollektivs Ausdruck zu verleihen.