Dienstag, 09.06.2026

 


12.15
Uhr

Museum Schnütgen (St. Cäcilien)

Kunsthistorische Kurzführung 
für Konzertbesucher*innen in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Romanische Kirchen in Köln


12.30
Uhr

Museum schnütgen (ST. cäcilien)

Entwerdung – vom hauch des ewigen

Im Mittagskonzert ist das Duo VOTUM zu Gast: der Komponist und Saxofonist Roger Hanschel und die Sängerin und Dramaturgin Barbara Schachtner. Mit ihrem Programm „ENTWERDUNG“ begeben sich die beiden auf eine intensive kammermusikalische Reise durch den atmenden Klang von Stimme und Saxofon – inspiriert von Texten der Mystik aus Christentum, Judentum und Islam.

Auf der Suche nach geeigneten Texten wurde Barbara Schachtner u. a. bei Rumi, Mechthild von Magdeburg, Edith Stein, in der Kabbalah und im Hohenlied fündig. Im Mittelpunkt stehen die gemeinsamen Themen mystischer Erfahrung: Sehnsucht, Hingabe, Entgrenzung und die Verschmelzung mit dem Höheren. Roger Hanschel hat diese Texte mit großer Sensibilität und virtuoser Klangfantasie vertont. So entsteht eine dichte, eindringliche Kammermusik, in der sich Wort und Klang zu einem feinsinnigen Dialog verbinden.

Programm

Dunkelheit der Nacht
Aus: „Mystische Dimensionen des Islam“, Jalal ud-Din Rumi; Annenarie Schimmel

Die lebendige Liebesflamme
Aus: „Der geistliche Gesang“, Johannes vom Kreuz]

Ich sage dir, wo ich bin
Aus: „Das fließende Licht der Gottheit“,  Mechthild von Magdeburg/ Barbeitung: Ursula Albrecht

Der Gast meiner Seele
Aus: „Oh mein Herr, du genügst mir“, Rabi’a von Basra; Margaret Smith

Dein Gesicht lass mich sehen
Aus, „Das Hohe Lied der Liebe,“,  Einheitsübersetzung

Herr
Aus: „Das fließende Licht der Gottheit“, Mechthild von Magdeburg/ Bearbeitung: Ursula Albrecht]

Der Vorsänger
Aus: „Das fließende Licht der Gottheit“, Mechthild von Magdeburg

abwesend und doch hier
Aus „Von Allem und von Einem“, Jalal ud-Din Rumi

Die zehn Zefiroth vom Baum des Lebens
Aus: „KABBALAH – Die innersten Gesetze des Universums erkennen beherrschen, nutzen“,  Yossef Touval/ Textbearbeitung: Barbara Schachtner

Kopie des Gottesbildes
Aus: „Von Allem und von Einem“/ wird verschiedenen Dichtern zugeschrieben

Ohne Vorbehalt und ohne Sorgen
Dr. Else Sternberg/ Edith Stein

Mitwirkende:
Barbara Schachtner, Stimme
Roger Hanschel, Saxophon, alle Kompositionen

Nur Konzertkasse 5 Euro (ermäßigt 0 Euro)


19.45
Uhr

ST. Pantaleon

Kunsthistorische Kurzführung 
für Konzertbesucher*innen in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Romanische Kirchen in Köln


20.00
Uhr

ST. Pantaleon

trost

Das Ensemble Polyharmonique ist bekannt für seine aufsehenerregenden Wiederentdeckungen und Neuinterpretationen frühbarocker deutscher Barockraritäten in exquisiter Vokalbesetzung. Für den Romanischen Sommer rückt das Ensemble mit den Sieben Bußpsalmen das Werk des Darmstädter Hofkapellmeister Wolfgang Carl Briegel (1626–1712) ins Rampenlicht von St. Pantaleon, einen anspruchsvollen Zyklus für vier Singstimmen, zwei Violinen und Basso continuo. Vermutlich in einer politisch unruhigen Zeit um 1688 entstanden, wirken sie wie ein persönliches musikalisches Vermächtnis des Komponisten, einer der produktivsten des 17. Jahrhunderts.

Der siebenteilige Zyklus des Königs und Propheten Davids „Sieben Bußpsalmen“ aus dem Jahr 1690 ist im konzertanten Stil komponiert, reich an musikalischen Affekten und dennoch durchgehend kontrapunktisch. In rund 40 gedruckten Sammlungen geistlicher Musik schuf Briegel ein umfangreiches Werk, das zu seiner Zeit in ganz Europa verbreitet war – heute jedoch weitgehend vergessen ist. Dabei zeigt seine Musik die ganze stilistische Vielfalt der protestantischen Vokalmusik zwischen geistlichem Konzert, Choralbezug und frühkantatenartigen Formen. 

Mit Werken aus der Geistlichen Chor-Music von Heinrich Schütz entsteht im Konzert ein spannender Dialog zweier großer Meister des 17. Jahrhunderts – voller polyphoner Kunst, expressiver Textdeutung und spiritueller Intensität – dürfen wir ein „ungehört“ Konzert erwarten, das auch unsere heutigen Herzen und Seelen zum Schwingen bringen wird.

PROGRAMM

Heinrich Schütz (1585 – 1672)
Motette: Die Himmel erzählen die Ehre Gottes SWV 386
SSATTB, 2 violinen/basso continuo (1648)

Wolfgang Carl Briegel (1626-1712)
Des Königs und Propheten Davids Sieben Buß=Psalmen nebenstetlichen Buß=Gesprächen (1690)
1. Buß=Psalm: Ach, Herr strafe mich nicht in deinem Zorn…sei mir gnädig ps.6
SATB, 2 violinen/basso continuo (1690)

2.Buß=Psalm: Wohl dem Menschen, dem die Übertretung vergeben ist ps.32
SATB, 2 violinen/basso continuo (1690)
3.Buß=Psalm: Herr strafe mich nicht in deinem Zorn…denn deine Pfeile ps.38
SATB, 2 violinen/basso continuo (1690)

4.Buß=Psalm: Gott sei mir gnädig ps.51
SATB, 2 violinen/basso continuo (1690)

5.Buß=Psalm: Herr, höre mein Gebet und lass mein Schreien zu Dir kommen ps.102, 
SATB, 2 violinen/basso continuo (1690)

Wolfgang Carl Briegel (1626-1712)
Buß=Gespräch: Ach Herr mich armen Sünder
SATB, 2 violinen/basso continuo (1690)

6.Buß=Psalm: Aus der Tiefen rufe ich Herr ps.130
SATB, 2 violinen/basso continuo (1690)

7.Buß=Psalm:  Herr, erhöre mein Gebet, vernimm mein Flehen ps.143
SATB, 2 violinen/basso continuo (1690)

Heinrich Schütz (1585 – 1672)
Motette: Das ist je gewißlich wahr SWV 388
SSATTB, 2 violinen/basso continuo (1648)

 

Mitwirkende:
Polyharmonique:
Anna Nesyba, Joowon Chung – Soprano
Alexander Schneider – Alto & Musikalische Leitung
Johannes Gaubitz, Christopher Renz – Tenore
Matthias Lutze – Basso
Kinga Ujszászi, Cosimo Stawiarski – Barockvioline
Martin Jantzen – Violone
Matthias Spaeter – Laute
Flóra Fábri – Orgel

Abendkasse und VVK 25 Euro (ermäßigt 15 Euro)
zum Ticketkauf über Kölnticket


22.00
Uhr

St. Maria Lyskirchen

Baum
‚Eingehaucht und ex-spiriert‘

Wiederaufführung „BAUM (2000)“ von Maria de Alvear & Drums Off Chaos
mit Cora Schmeiser und Drums off Chaos – 25 Jahre später

In Anklang an das 25-jährige Jubiläum der Uraufführung beim Romanischen Sommer (2001) und anlässlich des 65. Geburtstags der Komponistin Maria de Alvear wird das Werk BAUM (2000) mit der Sängerin Cora Schmeiser und dem Perkussionsensemble Drums Off Chaos
wiederaufgeführt. An der Schnittstelle zwischen Komposition und Improvisation entsteht eine außergewöhnliche Performance, die durch Stimme und Rhythmus „das Wesen des Baumes“ klanglich erfahrbar werden lässt.

BAUM besteht aus acht klanglich vielschichtigen „Hörbildern“, in denen Baumarten wie Tanne, Linde oder Steineiche als akustische Wesen erforscht werden. De Alvears experimentelle Vokalkunst zerlegt dabei Baumnamen in ihre phonetischen Bestandteile, um neue Bedeutungsräume zu erschließen. Dies geschieht in enger Verzahnung mit den hypnotisch-pulsierenden Rhythmen von Drums Off Chaos,
die aus minimalistischen Motiven komplexe rhythmische Gewebe entwickeln.

Cora Schmeiser verleiht den Hörbildern durch ihre intensive vokale Präsenz eine eigene Ausdruckstiefe. Sie beschreibt das Werk als „tief berührende, archaische Klangwelt“, die aktuelle Fragen nach dem menschlichen Umgang mit Natur, Zeit und Wahrnehmung aufwirft. Die Wiederaufführung würdigt nicht nur eine bedeutende Zusammenarbeit zwischen Maria de Alvear und Drums Off Chaos,
sondern ist zugleich eine künstlerisch lebendige Reflexion über Transformation, Ritual und Klangpoesie.

Programm

BAUM
Eingehaucht und ex-spiriert

Hörbilder bestehend aus:

Tannenbaum
Stein
Ölbaum
Linde
Steineiche
Stammbaum
Laub
Alle Blätter

Mitwirkende:
Cora Schmeiser, Gesang
Drums off Chaos, Schlagzeug

Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Köln und die Kunststiftung NRW

Abendkasse und VVK 20 Euro (ermäßigt 10 Euro)
zum Ticketkauf über Kölnticket