12.15
Uhr
Museum Schnütgen (St. Cäcilien)
Kunsthistorische Kurzführung
für Konzertbesucher*innen in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Romanische Kirchen in Köln
12.30
Uhr
Museum Schnütgen (St. Cäcilien)
There’s always the sun
Wer kennt den Song der britischen Rock-Band The Stranglers nicht, der im Refrain There’s Always The Sun Hoffnung atmet? Zu allen Zeiten ist die Musik zum Sprachrohr und zur Seelentrösterin der Menschen geworden. Im Mittelalter wendeten sich die Menschen mit all ihren Anliegen an Heilige und Märtyrer, die als Vermittler zwischen Gott und Mensch stehen. Die Gottesmutter Maria nimmt unter ihnen den höchsten Rang ein – unzählige Lieder sind ihr gewidmet, die die Wünsche der Menschen in sich tragen.
Auf dem Programm der Mittelalter-Spazialistinnen von Per-Sonat im Mittagskonzert in St. Cäcilien stehen Lobgesänge an die Heiligen aus Handschriften des Mittelalters: Huelgas, Codex Calixtinus, Laudario di Cortona und Zypern Codex. Mit den Cantigas de amigo des Dichters Martín Codax, eines galicisch-portugiesischen Troubadours treffen sie auf Klage-, respektive Liebesliedern einer Frau über den Verlust ihres Geliebten. Sieben Miniaturen erzählen von einem Mädchen, das über das Ausbleiben ihres Geliebten klagt. Von Sehnsucht, Verzweiflung getrieben vertraut sie sich den Wellen des Meeres an.
PROGRAMM
There’s always the sun – Lieder des Mittelalters von Hoffnung und Verzweiflung
Cantigas de amigo, Martín Codax, 13. Jahrhundert
Ondas do mar de Vigo, Cantiga I
Mandad’ei comigo, Cantiga II
Codex Las Huelgas, Zisterzienserinnenabtei Santa María la Real de Las Huelgas, Spanien um 1300
Hec est mater, Organum
Salve, virgo regia – Ave, gloriosa – DOMINO, Motette
Mia irmana fremosa, treides comigo, Cantiga de amigo III
Codex Calixtinus, Kathedrale de Santiago de Compostela, 12. Jahrhundert
Misit Herodes rex manus, Organum
Rex inmense, pater pie, Kyrie eleison, Organum
Nimis honorati sunt, Antiphon
Ai Deus, se sab’ora meu amigo, Cantiga de amigo IV
Laudario di Cortona, italienische Pilgerlieder der franzisk. Bruderschaft von Santa Maria della Laude, um 1250
Ave, regina gloriosa, plena d’ogne consolança, Lauda
Magdalena degna da laudare, Lauda
De la crudel morte de Cristo, Lauda
Quantas sabedes amare amigo, Cantiga V
Zypern Codex, französische, geistliche Musik der Ars Subtilor am Hof der Lusingan, Zypern, 14. Jahrhundert
Mater alma clementie – Deitatis triclinium, Motette
En un biau vergier mon euil ha choisi, Ballade (instrumental)
O Radix Jesse – Cunti fundent precamina, Motette
Eno sagrado en Vigo, Cantiga de amigo VI
Ai ondas que eu vin veere, Cantiga de amigo VII
Mitwirkende:
Per-Sonat
Karin Weston, Gesang, Harfe
Elizabeth Sommers, Fidel
Elizabeth Rumsey, Fidel
Sabine Lutzenberger, Gesang, Harfe, Leitung
Nur Tageskasse 15 Euro (ermäßigt 10 Euro)
19.45
Uhr
St. Andreas
Kunsthistorische Kurzführung
für Konzertbesucher*innen in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Romanische Kirchen in Köln
20.00
Uhr
St. Andreas
The Breath of Life – Eine Hommage an Benjamin Britten zum 50. Todestag
Zum 50. Todestag von Benjamin Britten widmet der Romanische Sommer dem großen britischen Komponisten ein Konzert, das zentrale Facetten seines Schaffens beleuchtet. Unter dem Titel The Breath of Life begegnen sich geistliche Chormusik, virtuose Instrumentalwerke und poetische Klangbilder.
Zwischen Brittens Sechs Metamorphosen nach Ovid für Oboe solo – musikalische Miniaturen über mythologische Figuren wie Pan, Narcissus oder Arethusa – erklingen einige seiner eindrucksvollsten Chorwerke: das festliche Te Deum und Jubilate in C, das frühe Doppelchorstück A Hymn to the Virgin sowie Auszüge aus der visionären Kantate Rejoice in the Lamb. Ergänzt wird das Programm durch die virtuose Orgelkomposition Prelude and Fugue on a Theme by Vittoria.
Die Capella Vocale unter der Leitung von Meik Impekoven entfaltet in St. Andreas mit Chor und strahlender Solistenriege ein vielgestaltiges Porträt Brittens – poetisch, spirituell und von großer klanglicher Leuchtkraft.
PROGRAMM
„The breath of Life“ – A Tribute to Benjamin Britten (1913-1976)
- Sechs Metamorphosen nach Ovid, op. 49 für Oboe solo (1951):
Metamorphosen:
Pan, der auf dem Schilfrohr spielt, welches Syrinx, seine Angebetete, war. - Te Deum in C (1934)
- Metamorphosen:
Phaeton, der mit dem Sonnenwagen zur Sonne fuhr und von einem Blitz in den Fluss Padus geschleudert wurde. - Jubilate in C (1961)
-
Metamorphosen:
Niobe, die um ihre 14 Kinder trauerte und in einen Berg verwandelt wurde. - Deus in adiutorium (1944-45)
-
Metamorphosen:
Bacchus, bei dessen Festen man die Weiber tratschen und die Knaben jauchzen hört. - Prelude and Fugue on a Theme by Vittoria (1946)
-
Metamorphosen:
Narcissus, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebte und zur Blume wurde. - Hymn to the Virgin (1930, rev.1934) (Doppelchor a cappella)
-
Metamorphosen:
Arethusa, die auf der Flucht vor dem Flussgott Alpheus zur Quelle wurde. - Rejoice in the Lamb op. 30 (1943)
Mitwirkende:
Katharina Nieß, Sopran
Anna Lautwein, Alt
Maximilian Fieth, Tenor
Thomas Bonni, Bass
Studierende der Oboenklasse Prof. Christian Wetzel an der HfMT Köln – Oboe solo
Christoph Kuhlmann, Orgel
Capella Vocale St. Aposteln
Meik Impekoven, Leitung
Abendkasse und VVK 25 Euro (ermäßigt 15 Euro)
→ zum Ticketkauf über Kölnticket






