12.15
Uhr
Museum Schnütgen (St. Cäcilien)
Kunsthistorische Kurzführung
für Konzertbesucher*innen in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Romanische Kirchen in Köln
12.30
Uhr
Museum schnütgen (ST. cäcilien)
Entwerdung – vom hauch des ewigen
Im Mittagskonzert ist das Duo VOTUM zu Gast: der Komponist und Saxofonist Roger Hanschel und die Sängerin und Dramaturgin Barbara Schachtner. Mit ihrem Programm „ENTWERDUNG“ begeben sich die beiden auf eine intensive kammermusikalische Reise durch den atmenden Klang von Stimme und Saxofon – inspiriert von Texten der Mystik aus Christentum, Judentum und Islam.
Auf der Suche nach geeigneten Texten wurde Barbara Schachtner u. a. bei Rumi, Mechthild von Magdeburg, Edith Stein, in der Kabbalah und im Hohenlied fündig. Im Mittelpunkt stehen die gemeinsamen Themen mystischer Erfahrung: Sehnsucht, Hingabe, Entgrenzung und die Verschmelzung mit dem Höheren. Roger Hanschel hat diese Texte mit großer Sensibilität und virtuoser Klangfantasie vertont. So entsteht eine dichte, eindringliche Kammermusik, in der sich Wort und Klang zu einem feinsinnigen Dialog verbinden.
Programm
Dunkelheit der Nacht
Aus: „Mystische Dimensionen des Islam“, Jalal ud-Din Rumi; Annenarie Schimmel
Die lebendige Liebesflamme
Aus: „Der geistliche Gesang“, Johannes vom Kreuz]
Ich sage dir, wo ich bin
Aus: „Das fließende Licht der Gottheit“, Mechthild von Magdeburg/ Barbeitung: Ursula Albrecht
Der Gast meiner Seele
Aus: „Oh mein Herr, du genügst mir“, Rabi’a von Basra; Margaret Smith
Dein Gesicht lass mich sehen
Aus, „Das Hohe Lied der Liebe,“, Einheitsübersetzung
Herr
Aus: „Das fließende Licht der Gottheit“, Mechthild von Magdeburg/ Bearbeitung: Ursula Albrecht]
Der Vorsänger
Aus: „Das fließende Licht der Gottheit“, Mechthild von Magdeburg
abwesend und doch hier
Aus „Von Allem und von Einem“, Jalal ud-Din Rumi
Die zehn Zefiroth vom Baum des Lebens
Aus: „KABBALAH – Die innersten Gesetze des Universums erkennen beherrschen, nutzen“, Yossef Touval/ Textbearbeitung: Barbara Schachtner
Kopie des Gottesbildes
Aus: „Von Allem und von Einem“/ wird verschiedenen Dichtern zugeschrieben
Ohne Vorbehalt und ohne Sorgen
Dr. Else Sternberg/ Edith Stein
Mitwirkendle:
Barbara Schachtner, Stimme
Roger Hanschel, Saxophon, alle Kompositionen
Nur Konzertkasse 15 Euro (ermäßigt 10 Euro)
19.45
Uhr
ST. Pantaleon
Kunsthistorische Kurzführung
für Konzertbesucher*innen in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Romanische Kirchen in Köln
20.00
Uhr
ST. Pantaleon
trost
Das Ensemble Polyharmonique ist bekannt für seine aufsehenerregenden Wiederentdeckungen und Neuinterpretationen frühbarocker deutscher Barockraritäten in exquisiter Vokalbesetzung. Für den Romanischen Sommer rückt das Ensemble mit den Sieben Bußpsalmen das Werk des Darmstädter Hofkapellmeister Wolfgang Carl Briegel (1626–1712) ins Rampenlicht von St. Pantaleon, einen anspruchsvollen Zyklus für vier Singstimmen, zwei Violinen und Basso continuo. Vermutlich in einer politisch unruhigen Zeit um 1688 entstanden, wirken sie wie ein persönliches musikalisches Vermächtnis des Komponisten, einer der produktivsten des 17. Jahrhunderts.
Der siebenteilige Zyklus des Königs und Propheten Davids „Sieben Bußpsalmen“ aus dem Jahr 1690 ist im konzertanten Stil komponiert, reich an musikalischen Affekten und dennoch durchgehend kontrapunktisch. In rund 40 gedruckten Sammlungen geistlicher Musik schuf Briegel ein umfangreiches Werk, das zu seiner Zeit in ganz Europa verbreitet war – heute jedoch weitgehend vergessen ist. Dabei zeigt seine Musik die ganze stilistische Vielfalt der protestantischen Vokalmusik zwischen geistlichem Konzert, Choralbezug und frühkantatenartigen Formen.
Mit Werken aus der Geistlichen Chor-Music von Heinrich Schütz entsteht im Konzert ein spannender Dialog zweier großer Meister des 17. Jahrhunderts – voller polyphoner Kunst, expressiver Textdeutung und spiritueller Intensität – dürfen wir ein „ungehört“ Konzert erwarten, das auch unsere heutigen Herzen und Seelen zum Schwingen bringen wird.
PROGRAMM
Heinrich Schütz (1585 – 1672)
Motette: Die Himmel erzählen die Ehre Gottes SWV 386
SSATTB, 2 violinen/basso continuo (1648)
Wolfgang Carl Briegel (1626-1712)
Des Königs und Propheten Davids Sieben Buß=Psalmen nebenst etlichen Buß=Gesprächen (1690)
1. Buß=Psalm: Ach, Herr strafe mich nicht in deinem Zorn…sei mir gnädig ps.6
SATB, 2 violinen/basso continuo (1690)
2.Buß=Psalm: Wohl dem Menschen, dem die Übertretung vergeben ist ps.32
SATB, 2 violinen/basso continuo (1690)
3.Buß=Psalm: Herr strafe mich nicht in deinem Zorn…denn deine Pfeile ps.38
SATB, 2 violinen/basso continuo (1690)
Heinrich Schütz (1585 – 1672)
Motette: Unser Wandel ist im Himmel SWV 390
SSATTB, basso continuo (1648)
Wolfgang Carl Briegel (1626-1712)
Buß=Gespräch: Ach Herr mich armen Sünder
SATB, 2 violinen/basso continuo (1690)
Heinrich Schütz (1585 – 1672)
Motette: Ich bin eine rufende Stimme SWV 383
SSATTB, basso continuo (1648)
Wolfgang Carl Briegel (1626-1712)
4.Buß=Psalm: Gott sei mir gnädig ps.51
SATB, 2 violinen/basso continuo (1690)
5.Buß=Psalm: Herr, höre mein Gebet und lass mein Schreien zu Dir kommen ps.102
SATB, 2 violinen/basso continuo (1690)
6.Buß=Psalm: Aus der Tiefen rufe ich Herr ps.130
SATB, 2 violinen/basso continuo (1690)
Heinrich Schütz (1585 – 1672)
Aria: Also Hat Gott die Welt geliebt SWV 380
SATTB, basso continuo (1648)
Wolfgang Carl Briegel (1626-1712)
Buß=Gespräch: Wie murren denn die Leute
SATB, 2 violinen/basso continuo (1690)
7.Buß=Psalm: Herr, erhöre mein Gebet, vernimm mein Flehen ps.143
SATB, 2 violinen/basso continuo (1690)
Heinrich Schütz (1585 – 1672)
Motette: Das ist je gewißlich wahr SWV 388
SSATTB, 2 violinen/basso continuo (1648)
Mitwirkende:
Polyharmonique:
Anna Nesyba, Joowon Chung – Soprano
Alexander Schneider – Alto & Musikalische Leitung
Johannes Gaubitz, Christopher Renz – Tenore
Matthias Lutze – Basso
Kinga Ujszászi, Cosimo Stawiarski – Barockvioline
Martin Jantzen – Violone
Matthias Spaeter – Laute
Flóra Fábri – Orgel
Abendkasse und VVK 25 Euro (ermäßigt 15 Euro)
→ zum Ticketkauf über Kölnticket
22.00
Uhr
St. Maria Lyskirchen
Baum
Wiederaufführung „BAUM (2000)“ von Maria de Alvear mit Cora Schmeiser & Drums Off Chaos – 25 Jahre später
Eine Wiederbegegnung: Zum 25-jährigen Jubiläum der Uraufführung beim Romanischen Sommer (2001) und anlässlich des 65. Geburtstags der Komponistin Maria de Alvear wird ihr Werk BAUM (2000) in einer neuen Fassung als BAUM II: eingehaucht und ex-spiriert wiederaufgeführt. Gemeinsam mit der Sängerin Cora Schmeiser und dem Perkussionsensemble Drums Off Chaos entsteht eine außergewöhnliche Performance an der Schnittstelle von Komposition und Improvisation. In ursprünglich acht vielschichtigen „Hörbildern“ werden Baumarten wie Tanne, Linde oder Steineiche als akustische Wesen erforscht. De Alvear zerlegt ihre Namen in phonetische Fragmente und öffnet so neue klangliche Bedeutungsräume. Die pulsierenden, hypnotischen Rhythmen von Drums Off Chaos verdichten sich dabei zu komplexen rhythmischen Strukturen. In der neuen Fassung interpretiert Cora Schmeiser fünf dieser Hörbilder mit intensiver vokaler Präsenz. So entsteht eine archaische, ritualhafte Klangwelt – eine poetische Reflexion über Natur, Transformation und Wahrnehmung.
Programm
Baum II: Einghaucht und ex-spiriert, für Stimme und Percussionsensemble, Maria de Alvear (2000) (aktualisierte Fassung)5 Hörbilder bestehend aus:
Ölbaum
Tannenbaum
Linde
Steineiche
Alle Blätter
Mitwirkende:
Cora Schmeiser, Gesang
Drums off Chaos, Schlagzeug
Nur Abendkasse 20 Euro (ermäßigt 10 Euro)






