Mitwirkende
in der Folge ihrer Auftritte
Die Lautten Compagney Berlin ist eines der renommiertesten deutschen Barockensembles und musiziert in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen bis hin zum barocken Opernorchester. Das Repertoire umfasst ein breites Spektrum an Werken des 16. bis 18. Jahrhunderts. Regelmäßig werden auch musikalische Neu-Entdeckungen und Ausgrabungen auf den Weg gebracht, aktuell die Scarlatti-Opern „Didone delirante“ und „Penelope la casta“. Eine Brücke zur Modernen Musik schlägt das Ensemble mit seinen Crossoverprojekten, etwa dem Programm „Timeless“ (2009), dessen CD-Einspielung mit dem ECHO Klassik 2010 der Kategorie „Bestes Ensemble – Alte Musik“ ausgezeichnet wurde.
Die Capella Angelica ist ein Zusammenschluss stilkundiger und im Umgang mit Alter Musik erfahrener Sängerinnen und Sänger, die sonst vor allem als Solisten arbeiten. Seit 2002 begleitet das Vokalensemble die Lautten Compagney Berlin.
Wolfgang Katschner ist nicht nur Lautenspieler, sondern auch Forscher und Organisator. Mit Liebe zum vorklassischen Klang sucht er nach Entdeckungen sowohl in vergessenen Manuskripten als auch nach Verwandtem in der Neuen Musik. Sein erfolgreiches Wirken für eine lebendige Alte Musik wurde mit dem Festspielpreis der Dresdner Musikfestspiele 2000 und 2004 mit dem Händel-Preis der Stadt Halle ausgezeichnet.
Der japanische Priesterchor Zen Kûge Ryûginkai hat sich unter seinem Leiter Matsumoto Jôtai auf den „Shômyô“-Ritualgesang der zen-buddhistischen Sôtô-Schule spezialisiert. Die Mitglieder sind ordinierte Priester, die an verschiedenen Tempeln der Sôtô-Schule in ganz Japan tätig sind. Sie treffen sich regelmäßig, um die alte Vokalkunst zu pflegen und deren Überlieferung abzusichern. Der Chor engagiert sich außerdem zeitgenössischen Musikprojekten und arbeitet mit Komponisten und Musikern anderer Gattungen zusammen.
Ars Choralis Coeln ist eine Frauenschola, deren unverwechselbares Markenzeichen klangliche Farbigkeit mit ausgeglichenen und doch individuell timbrierten Stimmen ist, eine vokale Einheit in Sachen Intonation, sensibler Musikalität, geeint im Streben nach authentischer Gestaltung. Dies schließt auch zeitgenössische Elemente und Experimentierfreude ein. Das international besetzte Frauenensemble gab sein Debüt bei der Romanischen Nacht 2004 und hat sich seitdem national wie international einen Namen gemacht.
Norbert Krämer ist künstlerischer Leiter des Ensemble anthos, das sich den Werken Karlheinz Stockhausens widmet. Er ist Mitglied von MP6 Multipercussion, Ensemble S, Quatour Attaque und künstlerischer Leiter der Rochus-Musikschule Köln. Als Percussion-Solist spielt er Uraufführungen und arbeitet mit zahlreichen Ensembles für zeitgenössische Musik und Theaterproduktionen zusammen.
Maria Jonas ist stets auf der Suche nach einer lebendigen Auseinandersetzung mit jeglicher Art von Musik (alter, neuer, improvisierter) als Solistin sowie mit ihren Ensembles Ars Choralis Coeln und Ala Aurea (Ensemble für mittelalterliche Musik). Darum umschreibt der Begriff „Trobairitz“ ihr Wirken besser als die übliche Bezeichnung „Sängerin“. Die Trobairitz waren das weibliche Gegenstück zu den Trobadors des 11. bis 13. Jahrhunderts im südlichen Frankreich. Das Wort stammt von dem okzitanischen Wort trobar: finden, erfinden.
Sequentia wurde 1977 durch Benjamin Bagby und die inzwischen verstorbene Barbara Thornton gegründet. Das Ensemble zählt zu den innovativsten und international am meisten geschätzten Ensembles für Musik des Mittelalters. Seine Arbeit umfasst Konzertreisen, das gesamte Mittelalter umspannende und teilweise preisgekrönte Veröffentlichungen, darunter das Gesamtwerk der Hildegard von Bingen, sowie Film- und Fernsehproduktionen mit mittelalterlichen Musikdramen und die Ausbildung einer neuen Musikergeneration. Nach 25 Jahren Köln ist der Sitz des Ensembles nun Paris.
Die musikFabrik zählt seit ihrer Gründung 1990 zu den führenden Klangkörpern der Neuen Musik. Die Auseinandersetzung mit experimentellen Ausdrucksmöglichkeiten ist ihr ein zentrales Anliegen. Ergebnisse der häufig in enger Kooperation mit den Komponisten geleisteten Arbeit präsentiert das Solistenensemble in jährlich etwa einhundert Konzerten im In- und Ausland, auf Festivals, in der Kölner Reihe „musikFabrik im WDR“ und in Audioproduktionen.
Agata Zubel studierte Komposition bei Jan Wichrowski und Gesang bei Danuta Paziuk-Zipser. 2004 erhielt sie die Doktorwürde. Als Komponistin und Sängerin erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u.a. der Rockefeller Foundation und der Ernst von Siemens Musikstiftung. Sie unterrichtet an der Musikhochschule Breslau, konzertiert international und spielte zahlreiche CD-Produktionen ein.
Marco Blaauw studierte am Sweelinck Conservatorium Amsterdam sowie später u. a. bei Pierre Thibaud und Markus Stockhausen. Seit 1994 ist der Trompeter Mitglied der musikFabrik. Er spielte zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen ein, arbeitet bei zahlreichen solistischen Projekten intensiv mit Komponisten zusammen, ist Dozent u. a. bei den Stockhausen-Kursen in Kürten, den Darmstädter Ferienkursen und gibt regelmäßig Meisterklassen.
Paul Jeukendrup studierte am Royal Conservatoire Den Haag. Er arbeitet als Klangregisseur mit zahlreichen Komponisten, Dirigenten, Opernhäusern, Orchestern und Ensembles zusammen, darunter auch der musikFabrik. Von 1997 bis 2001 war er an der Universität Delft tätig, seit 1999 unterrichtet er Klangregie am Royal Conservatoire Den Haag. In Köln übernahm er im April 2011 die Klangregie der szenischen Gesamturaufführung von Stockhausens Oper „Sonntag“.
Helen Bledsoe absolvierte ihre künstlerische Ausbildung in Pittsburgh, Bloomington, Indiana und Amsterdam. 1996 erreichte sie den 1. Platz bei „Gaudeamus Interpreter's Competition for Contemporary Music“. Als Solistin spielte sie u.a. mit dem Dallas Chamber Orchester, der Calgary Philharmonic und zahlreichen Ensembles für neue Musik. Seit 1997 ist sie Mitglied der musikFabrik.
Melvyn Poore , in England geboren, erhielt seine Ausbildung an der „University of Birmingham“. Er ist als Interpret, Komponist und Dozent aktiv in den Szenen der Improvisierten und der Neuen Musik, als Mitglied der musikFabrik und in zahlreichen anderen Formationen. Von 1992 bis 1994 war er Gast am Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe und von 1993 bis 1995 „Visiting Professor for Electro-Acoustic Music“ am Royal College of Music in London.
Ulrich Löffler studierte Klavier an der Folkwang Hochschule. Er ist Preisträger der Darmstädter Ferienkurse und tritt als Solist auf, u.a. mit den Sinfonieorchestern des BR und des SWR sowie bei internationalen Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Huddersfield Contemporary Music Festival und der Ars Musica Brüssel. Er produzierte zahlreiche Aufnahmen mit Jazz, Pop und Neuer Musik. Seit 1990 ist er Mitglied der musikFabrik.
Die Sänger der Cuncordu e Tenore de Orosei bewahren seit mehr als 30 Jahren das musikalische Erbe dreier Bruderschaften (Sas Animas, Santa Rughe und Su Rosariu) der ost-sardinischen Ortschaft Oroseis, bei Prozessionen, aber auch in den „tzilleris“, den typischen Tavernen des historischen Ortskerns. Besondere Projekte entstanden in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Cellisten Ernst Reijseger und dem schottischen Perkussionisten Alan Purves „Gunga“ oder auch mit dem in Bologna lebenden sardischen Krimiautor Marcello Fois.
Christiane Oelze hat mit vielen renommierten Orchestern und namhaften Dirigenten zusammengearbeitet. Im Opernfach profilierte sich die Sopranistin insbesondere mit Mozartpartien, aber auch mit Rollen der klassischen Moderne von Pfitzner und Strauss. Daneben widmet sie sich einem anspruchsvollen Liedrepertoire. Große Resonanz fanden ihre Aufnahmen von Werken Anton Weberns, von Goethe-Vertonungen, und nicht zuletzt „Verbotene Lieder“ der Exilkomponisten Ullmann, Korngold und Weill.
Das Thomas Christian Ensemble wurde als „Wiener Streichquintett“ vom Geiger Thomas Christian gegründet. Dieser war u.a. Schüler von Jascha Heifetz und ist Professor an der Hochschule für Musik in Detmold und am Konservatorium Wien. Die übrigen Musiker sind Mitglieder hochrangiger Orchester oder an führenden Ausbildungsinstituten sowie international als Solisten und Kammermusiker tätig. Unter Leitung des Namensgebers konstituiert sich das Ensemble in variablen Besetzungen. Es hat zahlreiche CDs eingespielt und war u.a. zu Gast auf Schloß Elmau, beim Bruckner Fest Linz, Klangbogen Wien, Beethoven-Fest Bonn, Schleswig-Holstein Musikfestival, Rheingau-Festival, Ludwigsburger Schloßfestspielen und auf dem Carinthischen Sommer in Villach und Ossiach.
Edwin Alexander Buchholz studierte an der Hochschule für Musik Detmold. Der Bajan- und Akkordeon-Spieler erhielt zahlreiche Auszeichnungen, gastiert bei renommierten Ensembles, Orchestern und Festivals, wirkt bei Rundfunksendern im In- und Ausland und spielte mehrere CDs ein. Durch die Zusammenarbeit mit Komponisten wie Adriana Hölszky, Gerhard Stäbler, Nicolaus A. Huber, Isabel Mundry, Manfred Trojahn und Beat Furrer konnte er seinem Instrument zu künstlerischer Reputation verhelfen. Als Dozent unterrichtet Buchholz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.
Johanna Winkel ist eine im Konzert- und Oratorienfach gefragte Sopranistin. Ihr internationales Debüt gab sie 2008 mit Concerto Köln unter Leitung von Peter Neumann in Nantes. Es folgten Konzerte mit den Hamburger Symphonikern, dem SWR Vokalensemble und Sinfonieorchester sowie dem Chor des Norddeutschen Rundfunks. Im Fach Oper wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2009 mit dem ersten Platz beim internationalen Cantilena Wettbewerb in Bayreuth.
Die Sopranistin Maria Skiba studierte Kulturwissenschaften an der Jagiellonischen Universität Krakau und Alte Musik am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Dort studierte sie alte Gesangstechniken bei Marius van Altena und Rina Cornelissens und mittelalterlichen Gesang bei Eric Mentzel. Als Solistin hat sie sich auf die historische Aufführungspraxis von Musik des Mittelalters bis zum frühen 19. Jahrhundert spezialisiert.
Alex Potter begann seine musikalische Laufbahn als Chorknabe an der Southwark Cathedral in London. Anschließend war er Choral Scholar am New College der Universität Oxford, absolvierte ein Studium der Musikwissenschaft und ergänzte später seine Ausbildung im Bereich Alter Musik bei Gerd Türk an der Schola Cantorum Basiliensis. Seitdem spezialisiert sich der Altus auf die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts.
Manuel König studierte Musik und Medien in Hannover und Gesang in Bern. Er gastiert bei bedeutenden Festivals und Opernproduktionen. Einen besonderen Stellenwert im Repertoire des Tenors nehmen die Evangelistenpartien der Passionen Bachs ein.
Der Bassist Benoît Arnould studierte Gesang am Konservatorium in Metz und bis 2007 bei Christiane Stutzmann in Nancy. Als Solist singt der Tenor an verschiedenen Opernhäusern und bei internationalen Musikfestivals mit renommierten Ensembles unter Leitung namhafter Dirigenten. Er spielte mehrere CDs mit Oratorien, Messen und Kantaten sowie DVDs mit Opernwerken ein.
Der Kölner Kammerchor wurde 1970 gegründet. Höhepunkte der letzten Jahre waren seine Auftritte bei den Händel-Festspielen Göttingen und Halle, beim Bachfest Schaffhausen und Rheingau Musik Festival, den Folle Journée in Nantes, die zum Teil live von arte übertragen wurden. 2006 gab der Chor sein Japan-Debüt in Tokio, 2009 sang er Händels „Messiah“ in der Tchaikovsky Concert Hall in Moskau und ein Bach-Mendelssohn-Programm beim Bachfest Leipzig, 2010 u.a. Schumanns „Das Paradies und die Peri“ beim Schumannfest Düsseldorf und Rheingau Musikfestival.
Das Collegium Cartusianum – seit 1988 Nachfolger des Barockorchesters Köln – entstand im Hinblick auf die EMI-Gesamteinspielung der Messen Mozarts, die sofort internationale Anerkennung fand. Das weit gefächerte Repertoire des auf Originalinstrumenten spielenden Ensembles reicht von Monteverdis „L’Orfeo“ über die Sinfonien Mozarts und Beethovens bis zu den Requiem-Vertonungen von Brahms und Dvorak.
Peter Neumann ist Dirigent des Kölner Kammerchors und des Collegium Cartusianum sowie Initiator der viel beachteten Kölner Konzertreihe „250 Jahre Händel-Oratorien“. Er hat mit seinen Interpretationen der großen Vokalwerke von Monteverdi bis Debussy in den Musikzentren Europas und Japans viel Anerkennung gefunden (z.B. mit Bachs h-Moll-Messe bei den BBC-Proms). Er ist Gastdirigent u.a. bei Chorwerk Ruhr, Concertgebouw-Orchester und Concerto Köln. Unter seinen vielen CD-Einspielungen sind am gewichtigsten die von Händels Oratorien und die EMI-Gesamtaufnahme der Mozart-Messen.
Das Ensemble L’aura Soave Cremona wurde 1995 von Diego Cantalupi gegründet. Mittels Originalinstrumenten und historischer Aufführungspraxis möchte es die auf Belcanto und Improvisation basierende italienische Vokal- und Instrumentaltradition wiederbeleben. Das Ensemble gastiert regelmäßig bei Festen der Alten Musik und spielte mehr als zwanzig Produktionen mit bisher unveröffentlichten Werken ein, insbesondere von wenig bekannten Komponisten aus der Region Lombardei und speziell aus Cremona.
Sergio Azzolini studierte in seiner Heimatstadt Bozen und an der Musikhochschule Hannover. Neben seiner solistischen Tätigkeit auf dem modernen Fagott setzt er sich mit Alter Musik auf historischem Instrumentarium auseinander. Er ist Mitglied mehrerer Barockensembles und leitete von 2002 bis 2007 die Kammerakademie Potsdam. Momentan arbeitet er an einer Gesamteinspielung der Fagottkonzerte Antonio Vivaldis. Er ist Professor für Fagott und Kammermusik an den Musikhochschulen in Stuttgart und Basel.
