Mitwirkende

 


Singer Pur // Dead Plants and Living Objects // Rie Nakajima // Pierre Berthet // Beate Zelinsky und David Smeyers – Das Klarinettenduo // Rose Weissgerber // Arturo Portugal // Kai Wessel // Annebarbe Kau // Kommas Ensemble // Francisco Goldschmidt // Kyubin Hwang // Alba González i Becerra // Michael Borgstede // Trio Lunyala // Cora Schmeiser // Lucia Mense // Dietmar Bonnen // monopass Synthesizer Quartett // Duo Nuoruz // Bassem Hawar // Reza Samani // Posaunenklasse der Hochschule für Musik und Tanz Köln // clair-obscur Saxofon-Quartett // Jan Schulte-Bunert // Maike Krullmann // Christoph Enzel // Kathi Wagner // Ensemble Prisma // Alon Sariel // Elisabeth Champollion // Dávid Budai // Franciska Hajdu // Cantus Novus Köln // Jazzchor Freiburg // Sergey Malov // Trio Tamala // Mola Sylla // Bao Sissoko // Wouter Vandenabeele // Fuchsthone Orchestra // Caroline Thon // Christina Fuchs



SingerPur
SingerPur – das sind Claudia Reinhard, Sopran, Christian Meister, Tenor, Markus Zapp, Tenor, Manuel Warwitz, Tenor, Jakob Steiner, Bariton und Felix Meybier, Bass. Schon als Domspatzen träumten sie vom Abenteuer „A Cappella“. 30 Jahre, unzählige Auszeichnungen und Welttourneen später gehört das Sextett Singer Pur – in verjüngter Besetzung – zu den besten Ensembles seines Fachs. Sie sind offizieller Botschafter ihrer Heimatstadt Regensburg, Träger des „Bayerischen Staatspreis“ sowie „Botschafter der Freunde der Europäischen Chormusik“ für den Chorverband European Choral Association – Europa Cantat. Dem Ensemble gelingt es immer wieder, das Spannungsfeld von Alter und Neuer Musik auszuloten und dem Publikum neue Erkenntnisse zu vermitteln. Entdeckungen aus alten Büchern und Manuskripten kombinieren sie ebenso gekonnt mit Uraufführungen, wie sie über Genregrenzen blicken und mit interessanten Kollegen zusammenarbeiten. Dadurch sind sie ein Garant für erstklassige Vokalmusik und bescheren ihren Zuhörer immer wieder musikalische Sternstunden.

Dead Plants & Living Objects
Dead Plants & Living Objects
nennt sich das Duo bestehend aus der japanischen Bildhauerin und Musikerin Rie Nakajima und dem belgischen Komponisten und Instrumentenbauer Pierre Berthet. Seit 2016 arbeiten beide zusammen. Gemeinsam gestalten sie Klanglandschaften aus selbst gebauten Instrumenten, kinetischen Objekten, Alltagsgegenständen sowie Materialien aus der Natur wie Stein, Wasser, Pflanzen oder Wind. Verborgenen Klänge bringen sie zum Klingen, sowohl im Innen- wie Außenraum, und verschmelzen Musik und Skulptur zu ortsbezogenen Klangsphären. Die japanische Künstlerin Rie Nakajima wohnt in London. Ihre Klang-Arbeiten komponiert sie aus kinetischen und gefundenen Objekten meist für die jeweiligen Räume. Ihre künstlerische Praxis wirft Fragen zur Definition von Kunst auf. Zu ihren häufigen Kooperationspartner*innen zählen unter anderem David Cunningham, Keiko Yamamoto, Pierre Berthet, Marie Roux, Billy Steiger, David Toop und Akira Sakata. 2014 erhielt sie den Art Foundation Award (UK) in der Kategorie Experimentelle Musik. Pierre Berthet, geboren 1958, lebt in Liège/Lüttich, Belgien. Er studierte Schlagzeug, Komposition, Improvisation und Musiktheorie am dortigen Konservatorium und entwickelt und baut seit 30 Jahren kinetische Klangobjekte und Installationen mit einem Instrumentarium mitunter aus Metall, Kunststoffen, Wasser, Motoren, oder Staubsaugern. Über zehn Jahre hinweg performte er das Stück „Galileo“ von Tom Johnson in vielen europäischen Ländern. Pierre Berthet arbeitete u.a. mit Frederic Le Junter zusammen und spielte Schlagzeug mit Arnold Dreyblatt.

Das Klarinettenduo
Die beiden Klarinettisten Beate Zelinsky und David Smeyers arbeiten seit 1980 als DAS KLARINETTENDUO zusammen. Durch ihre Kooperation mit Komponisten unterschiedlichster Stilrichtungen entstanden fast 50 Klarinettenduos und viele weitere Werke, Adriana Hölszky, Nikolaus Brass und Atli Ingólfsson widmeten ihnen Doppelkonzerte. Als DAS KLARINETTENDUO, mit Partnern wie Streichquartett, Akkordeon, Kontrabass, Klavier und Stimme sowie mit anderen Kammerensembles und als Solisten spielten sie eine Reihe von LPs und CDs ein. Mit der Sängerin und Performerin Rose Weissgerber und dem Schlagzeuger Arturo Portugal, die beide an der Hochschule für Musik und Tanz Köln ihren Master „Interpretation Neue Musik“ bei David Smeyers abgeschlossen haben, arbeiten beide projektweise seit einigen Jahren zusammen, so dass inzwischen mehrere Werke in unterschiedlichen Kombinationen entstanden sind. Rose Weissgerbers Schwerpunkte liegen neben dem Opernrepertoire beim Liedgesang und bei der Interpretation zeitgenössischer Musik, außerdem setzt sie sich als Organisatorin und Veranstalterin ein. Arturo Portugal spielt in Orchester- und Kammermusikkonzerten und tritt mit renommierten Ensembles und Dirigenten in Konzerten Neuer Musik auf, er nimmt an pädagogischen Projekten teil und ist als Schlagzeugdozent in Köln tätig.- Im Konzert des KLARINETTENDUOS erklingen und erstrahlen Uraufführungen von Kai Wessel und Annebarbe Kau

Kommas Ensemble
Das Kommas Ensemble ist eine 2015 in Köln ansässige Formation von Musiker*innen internationaler Herkunft. Es besteht aus Instrumentalist*innen mit Spezialisierung auf Neue Musik (Absolventen*innen der Ensemble Modern-Akademie Frankfurt), Orchestermusikern*innen renommierter Klangkörper sowie Jazz-Musikern*innen und herausragenden Spezialisten*innen der freien Improvisations-Szene, ergänzt durch Komponist*innen. Das Kommas Ensemble hatte 2017 sein internationales Debüt beim Mixtur-Festival in Barcelona und war auf dem Acht-Brücken-Festival 2018, WERFT-Festival 2019 in Köln, FRAKZIONEN-Festival 2020 in Bielefeld und in der Akademie der Schönen Künste in München zu erleben. Im Konzert in Köln tritt das Ensemble als Trio-Formation aus dem chilenischen Gitarristen Francisco Goldschmidt (E-Gitarre), der koreanischen Cellistin Kyubin Hwang und der aus Spanien stammenden Alba González i Becerra (Viola) auf.

Michael Borgstede
Der deutsche Cembalist, Fortepianist und Organist Michael Borgstede gilt auf historischen Tasteninstrumenten als einer der aufregendsten Virtuosen seiner Generation. Als Solist und als Mitglied des Kammermusikensembles Musica ad Rhenum hat er ganz Europa, die USA, Asien, Südamerika und den Nahen Osten bereist und ist bei den wichtigsten Festivals und in den traditionsreichsten Konzerthallen aufgetreten. 2014 wurde Michael Borgstede als Professor für Cembalo und Generalbass an die Hochschule für Musik und Tanz Köln berufen. Seine mehr als zwei Dutzend CD-Produktionen wurden von der Kritik mit Begeisterung aufgenommen und mehrfach ausgezeichnet. Ein vier-CD-Set mit Cembalowerken Georg Friedrich Händels wurde vom deutschen Magazin Fono Forum und dem spanischen Kollegen von Scherzo gleichermaßen als „eine neue Referenzeinspielung“ bezeichnet. Michael Borgstede studierte Cembalo mit Jacques Ogg am Königlichen Konservatorium von Den Haag. In seinen Aufnahmen wie in Konzerten strebt Michael Borgstede stets nach einem kontrastreichen, dramatischen Interpretationsansatz, der der Expressivität und dem rhetorischen Affekt von Barockmusik Genüge tut. Neben seiner ausgiebigen Konzerttätigkeit wird er regelmäßig eingeladen, internationale Meisterkurse zu geben und Vorlesungen zu Fragen der „Historischen Aufführungspraxis“ zu halten. 

Trio Lunyala
Lucia Mense (Blockflöten), Dietmar Bonnen (Tasten und Schlägel) aus Köln und Cora Schmeiser (Stimme) aus Rotterdam trafen im November 2012 in der Klangwerkstatt im Kolumba Museum in Köln aufeinander und verbinden seitdem als Trio Lunyala kreativ-kompositorisches Gestalten und Interpretieren von Zeitgenössischer Musik, Dada und mittelalterlicher Musik. Ihre Konzerte experimentieren mit neuartigen Formaten wie Projekten mit Bildenden Künstler*innen bzw. Laien. Ihre Debut-CD „dit & dat“ stand 2015 auf der Longlist des Jahrespreises der Deutschen Schallplattenkritik. Lucia Mense widmet sich in verschiedenen Projekten dem Repertoire der Alten sowie der Zeitgenössischen Musik. Nach ihrem Studium in Köln, Amsterdam und Mailand konzertiert sie international als Solistin und als Mitglied verschiedener Ensembles, Radio- und CD-Produktionen (u.a. Ars Musici, Mode Records/New York, Touch Records/London, Raumklang, Los Angeles River Records, wandelweiser und obst music) zeigen ihre Vielseitigkeit. Zu Dietmar Bonnens künstlerischem Profil zählen über 100 CD-Produktionen in unterschiedlichen Genres, Kompositionsaufträge für verschiedene Radio, Film und Fernsehen, Theater sowie Konzerte und Klanginstallationen in Europa, Asien, Amerika und insbesondere Russland. Mit seinen internationalen Produktionspartnern verbindet ihn langjährige Zusammenarbeit. Die in Rotterdam lebende Sängerin Cora Schmeiser changiert souverän zwischen historischer Aufführungspraxis, experimentellen Elementen und einfühlsam-distanzierter Rezitationskunst. Ihre Erfahrungen sammelte sie in Mainz, Frankfurt und Den Haag. Diese teilt und erneuert sie in Projekten mit verschieden Ensembles sowie in Soloprojekten mit Neuer Musik, die sie in Auftrag gibt und konzipiert. CD-Aufnahmen und Videos dokumentieren Coras Arbeit.

monopass
MONOPASS ist das Quartett der vier Komponisten Oxana Omelchuk, Luís Antunes Pena, Mark Polscher und Florian Zwißler. Das in Köln ansässige Ensemble wurde 2018 gegründet und arbeitet mit analogen, teilweise historischen Synthesizern und digitaler Bearbeitung. Zwischen analogen und digitalen Logiken oszillierend, konzentrieren sich vier verschiedene Positionen und Erfahrungen elektronischer Musik und des Komponierens auf einen gemeinsamen Punkt. Der WDR produzierte mit dem Ensemble ein zweistündiges radiophones Konzert, das im Dezember 2018 ausgestrahlt wurde. Die Gruppe hat direkt anschließend im selben Studio Material für eine erste Veröffentlichung produziert. Die Aufnahmen sind im ZKM in Karlsruhe gemischt und gemastert worden, die Platte erscheint im Herbst 2022 bei Umland Records. Nach einer erfolgreichen Portugal Tour im Herbst 2021 wird im das Quartett in 2022 im Museum für Ägyptische Kunst in München so wie auf dem Festival Romanischer Sommer in Köln konzertieren.

Duo Nouruz
Das Ensemble Nouruz steht für eine zeitgenössische orientalische Kunstmusik jenseits des seit Jahrhunderten nahezu unveränderten Maqam und der ägyptisch geprägten Popmusik. Die Musiker eint die Auffassung, dass nur im europäischen Exil und nur im Kontakt zu anderen Musikkulturen die alten Instrumente vor dem Aussterben gerettet werden können. Nouruz lässt zeitgenössische Kompositionen entstehen, die an die klassische arabische Tradition anknüpfen, aber einen veränderten Blick auf die eigene Kultur spiegeln und Einflüsse aus anderen Musikkulturen begrüßen. Gegründet wurde das Ensemble 2018 von Bassem Hawar, geboren 1972 im Irak. Er studierte in Bagdad Djoze, Geige und Musikwissenschaft, lehrte am dortigen Konservatorium, spielte in drei Ensembles und im staatlichen Sinfonieorchester. Bassem baut seine Instrumente selbst und erweiterte die Spielmöglichkeiten der Djoze über den irakischen Maqam hinaus. Neben dem Nouruz-Ensemble ist Bassem solistisch sowie mit den Gruppen Sanstierce, La Beltatz, Crossover Bagdad Köln, dem Trio Ziryab und dem Duo Melodic zu hören. Er ist Mitglied des Kollektivs Beyond the Roots und Preisträger des WDR Jazzpreises. Sein Duopartner im Romanischen Sommer ist der Perkussionist Reza Samani, geboren 1977 im Iran. Als Kind lernte er das Spiel der Tombak und Daf, später nahm er Unterricht bei iranischen Meistern der Perkussion. Außerdem spielt er die Blasinstrumente Sorna, Karna und Neyanban. Als Solokünstler und mit den Ensembles Zarbang und Samani war Reza Gast renommierter Musikfestivals, etwa den Villas de Verano Madrid, der Ruhrtriennale, dem Silkroad-Festival Hongkong und den Sounds of Arabia Abu Dhabi. Reza Samani spielte mit dem Symphonieorchester des norwegischen Rundfunks sowie in Produktionen des SWR, WDR und BR.

Posaunenklasse der Hochschule für Musik und Tanz Köln
Der Posaunist
Ulrich Flad erhielt 2007 einen Ruf als Professor für Posaune an die HfMT Köln und unterrichtet die dortige Posaunenklasse. Er arbeitete u.a. mit James Levine, Daniel Barenboim, Lorin Maazel, Peter Schneider, Antonio Pappano, Daniele Gatti, Christian Thielemann, Andris Nelsons und Kirill Petrenko. Mit Konzertreisen, Orchesterprojekte und Meisterkurse fkonzertiert er weltweit, ehemalige Studierende seiner Kölner Klasse spielen in renommierten Orchestern oder unterrichten selbst erfolgreich. Er war von 1995 bis 2007 Solo-Posaunist des Gürzenich-Orchesters Köln und bis 2016 erster Posaunist im Orchester der Bayreuther Festspiele. Die Dirigentin Susanne Blumenthal ist seit 2021 Professorin für Neue Musik an der HfMT Köln. Sie leitet das Ensemble „MAM.manufaktur für aktuelle musik”, mit dem sie international auf Festivals konzertiert. Sie arbeitete mit Komponisten wie Helmut Lachenmann, Hans Zender, Friedrich Cerha, Georges Aperghis, Beat Furrer u.v.m.. Engagements führten sie u.a. zum Ensemble Modern, der Musikfabrik, dem Klavier-Festival Ruhr und Acht Brücken Köln. Mit dem eos chamber orchestra lotet sie den Grenzbereich von Neuer Musik und Jazz aus. Sie war Stipendiatin der Intern. Ensemble Modern Akademie sowie der Bergischen Symphoniker.

Christopher Collings 
Im Konzert der Posaunenklasse erklingen eine Uraufführung von Christopher Collings. Christopher Collings ist freiberuflicher Musiker spezialisiert in der Aufführungspraxis von Zeitgenössischer Musik. Er studierte Trompete in Berlin und Den Haag, war Solist bei der Produktion AUS LICHT des Holland Festivals und entwickelt mit seinem interdisziplinären Kollektiv Blickwinkel Art installative und experimentelle Konzertformen an besonderen Orten. Seit 2020 studiert er Komposition mit Miroslav Srnka an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und spielt mit diversen freien Ensembles. 

clair-obscur
Seit der Renaissance bezeichnet der Begriff clair-obscur (franz., ital.: chiaroscuro) in der Bildenden Kunst den Einsatz extremer Hell-Dunkel-Kontraste zur dramatischen Steigerung des Ausdrucks. Das Saxophonquartett clair-obscur gehört seit vielen Jahren zu den renommiertesten Quartetten seiner Art, Auftritte in der Carnegie Hall, der Philharmonie Berlin, beim Luzern Festival und Schleswig-Holstein Musikfestival sprechen eine deutliche Sprache. Clair-obscur sind Kathi Wagner (Baritonsaxophon), Christoph Enzel (Tenorsaxophon), Maike Krullmann  (Altsaxophon) Jan Schulte-Bunert (Sopransaxophon), die regelmäßig die Saxophongruppe der Berliner Philharmoniker bilden und als Dozenten an diversen Musikhochschulen unterrichten. Clair-obscur wurden als erstes Saxophonquartett zum Kammermusik-Examen an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ zugelassen, wo sie von Prof. Friedemann Weigle (Artemis Quartett) unterrichtet wurden, der den vier Musikern Mut zur Eigenständigkeit und die „Fähigkeit zum Rock’n’Roll“ mit auf den Weg gab. Das Quartett gewann nationale und internationale Wettbewerbe und stehen für einen ganz eigenen Sound, das traumwandlerische Zusammenspiel nach bald 20 Jahren ununterbrochener Ensemblearbeit und ihre von Spielfreude, Lockerheit und Humor geprägten Auftritte. Der tschechische Schriftsteller Josef Ṧkvorecký bringt es auf den Punkt: „Von allen Instrumenten ist das Saxophon dasjenige, das am wahrhaftigsten spricht“.

Prisma
Die vier Musikabenteurer von PRISMA kommen aus verschiedenen Regionen der Welt. Sie eint die Freude am Eintauchen in musikalische Welten in gemeinsamer Suche nach besonders lebendiger, ausdrucksstarker und farbenfroher Musik des 16. und 17. Jahrhunderts. Auf ihren Reisen packen sie Instrumente auch außerhalb des Konzertsaals aus, spielen nach Feierabend in der Kneipe oder auf den Bürgersteigen überall in Europa. 2015 gewinnt PRISMA den 1. Preis beim Intern. Heinrich Ignaz Franz Biber Wettbewerb in Österreich; seit 2016 ist das Ensemble im europaweiten Förderprogramm „Emerging European Ensembles“ und folgt Konzerteinladungen u.a. zur Alte-Musik-Reihe des Westdeutschen Rundfunks, zum Biber-Festival Wien, zum Wunderkammer-Festival in Trieste, zum Valletta International Baroque Festival auf Malta, zum Würzburger Mozartfest und vielen anderen. Mit ihren Programmen schlagen sie eine Brücke zwischen zwei Herzen in PRISMAs Brust: Kunstmusik und Volksmusik. Elisabeth Champollion studierte Blockflöte in Bremen und Lyon und gastiert bei intern. Festivals; sie ist künstlerische Leiterin der Bremer Konzertreihe „Gröpelinger Barock„. Franciska Anna Hajdu kommt aus Ungarn und nahm nach ihrem Geigenstudium am Varga Musikinstitut ein Studium der Barockvioline in Bremen bei Veronika Skuplik auf. Seit 2014 ist sie Stipendiatin der Tesdorpf’schen Stiftung. Alon Sariel, wurde als Mandolinist und Lautenist in Jerusalem, Brüssel und Hannover ausgebildet. Als Leiter von Concerto Foscari wurde er 2018 mit einem OPUS KLASSIK ausgezeichnet. Soma Salat-Zakariás stammt aus Rumänien und studierte in Trossingen. Später setzte er seine Ausbildung in der Klasse Paolo Pandolfo in Basel fort. Er ist Leiter des Ensembles „The Little Light Consort“.

Cantus Novus Köln
Das im Oktober 2020 mitten in der Covid-19-Pandemie neu gegründete Ensemble CANTUS NOVUS KÖLN besteht fast ausschließlich aus professionellen freischaffenden Sänger:innen der Kölner Region. Anlass der Gründung war, diesen Musiker:innen, die wegen der Verordnungen nicht auftreten und deshalb mit ihrem Beruf kein Geld verdienen konnten, mit dieser Initiative unmittelbar und auch in Zukunft finanziell zu helfen sowie einen Beitrag zum Erhalt der kulturellen Landschaft zu leisten. Nach dem Gründungskonzert hat CANTUS NOVUS KÖLN zunächst vor allem in solistischer Besetzung in Gottesdiensten musiziert. Im August 2021 folgte das Ensemble einer Einladung zum Festival „Shalom-Musik.Koeln“.

Jazzchor Freiburg
Der Jazzchor Freiburg wurde 1990 von Bertrand Gröger gegründet. Tourneen und Konzerte in China, Japan, Korea, Russland, Deutschland, Frankreich, Tschechien, Polen, Italien, Ungarn, Österreich, Luxemburg, der Schweiz und Dänemark, die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben (u. a. 1. Preis beim Deutschen Chorwettbewerb 1998 und 1. Preis bei der Chorolympiade in Korea 2002), CD-Produktionen („Infusion“, „Schwing!“, „A Cappella“, „Hammenoma“, „Live in Japan“) sowie Rundfunk- und Fernsehsendungen machten den Chor national und international bekannt.

Sergey Malov
Der aus St. Petersburg stammende Geiger Sergey Malov ist ebenso vielseitig wie virtuos: Er spielt gleichermaßen Violine, Viola, Barockvioline und Violoncello da spalla – das Instrument, auf dem Johann Sebastian Bach wahrscheinlich seine Cellosuiten selbst gespielt hat. Sein Repertoire reicht von frühbarocker Musik über die klassischen und romantischen Violinkonzerte bis hin zu Neuer Musik. Für seine Interpretationen setzt er sich intensiv mit Stilfragen und Spieltechniken der jeweiligen Epoche auseinander. Er ist Preisträger der profiliertesten internationalen Wettbewerbe für Violine und Viola und gastiert mit Orchestern wie dem BBC London Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Enesco Philharmonic Orchestra, dem Tokyo Philharmonic Orchestra, dem Helsinki Philharmonic Orchestra und bei den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik und einer Japan-Recital-Tournee. Im Sommer 2019 war er Residenz-Künstler beim Turku Music Festival in Finnland.

Trio Tamala
Nomaden der Metropolen: Die Gruppe Tamala (‚Reisende‘) erforscht die unendlichen Möglichkeiten der drei musikalischen Universen der Musiker der Trios und das Zusammenwirken ihrer Instrumente. Geleitet werden sie von einer natürlichen musikalischen Alchemie, oszillieren zwischen Tradition und Innovation, Kraft und Subtilität, Traum und Realität. Über ihr musikalisches Verständnis hinaus teilen die Musiker auch Werte, die sie dank ihrer Musik zu verteidigen beschlossen haben. So unterstützen sie gemeinsam mit ihrer Arbeit eine Schule im Senegal, da Bildung ein wichtiger Beitrag für Frieden und für das Verständnis zwischen den Menschen leistet. Mola Sylla gehört mit seiner tiefen, kraftvollen Stimme zu den kreativsten senegalesischen Sängern, was seine Zusammenarbeit mit dem Cellisten Ernst Reijsiger belegt, mit dem er u.a. die Musik zu Werner Herzogs Filmen „The Wild Blue Yonder“ (2005) und „My Son, My Son, What Have Ye Done“ (2009) komponierte. Mola erforscht verschiedenste Facetten und Genres der Musik und spielt als Multiinstrumentalist die westafrikanische Laute Xalam, die Daumenpianos Kongoma und Kalimba sowie Percussion. Der ausgezeichnete Mandingo-Griot Bao Sissoko ist vor allem für sein raffiniertes und virtuoses Kora-Spiel bekannt. Der Meister der westafrikanischen Stegharfe arbeitete mit Baaba Maal, Abu Thiam, Mamy Kanoute, Zap Mama, Malick Pathe Sow und Vaya Con Dios zusammen. Der belgische Folk-Geiger Wouter Vandenabeele überrascht immer wieder durch seine mutigen Kooperationen in unetrschiedlichste Musikrichtungen. Er spielte Konzerte mit der senegalesischen traditionellen Geigerin Issa Sow und leitete das prestigeträchtige Projekt ‚Hadzidakis‘ für die Olympischen Spiele 2004 in Athen. Er nahm ca. zwanzig CDs auf, gab mehrere hundert Auftritte mit seinem Weltmusikorchester und arbeitete mit dem syrischen Oud-Spieler Elias Bachoura, mit Steve Houben, Erik Vermeulen, Savina Yanatou, Philippe Thuriot, ‚ExTempore’…

Fuchsthone Orchestra
Das FUCHSTHONE ORCHESTRA besteht aus mehr als 20 hochkarätigen MusikerInnen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, einen aktuellen orchestralen Sound zu etablieren, der über bisherige Hörgewohnheiten, Musikstile und Grenzen hinausweist und dabei seine Zuhörer auf eine spektakuläre Klangreise mitnimmt. Die Doppelspitze des Jazzensembles sind Christina Fuchs und Caroline Thon, die neben Orchesterleitung und Dirigat für Kompositionen veranwortlich sind. Sie stehen für einen modernen und ungewöhnlichen Stil mit Einsatz von Elektronik, geräuschhaften Klangerzeugern und Computersamples. Mit Eva Pöpplein ist hier eine renommierte Klangkünstlerin am Elektronikpult. Das handverlesene ORCHESTRA ist kann die Herausforderungen der komplexen Arrangements „spielend“ erfüllen: Protagonisten sind u.a. Jens Düppe, einer der profiliertesten Schlagzeuger der deutschen Jazzszene, der virtuose Saxophonist Roger Hanschel oder die warme, grosse Stimme Filippa Gojos, die allem die Krone aufsetzt. Caroline Thon steht für den Grenzbereich zwischen modernem Jazz, zeitgenössischer Musik und Klangkunst. Zu ihren Kompositionsaufträgen zählen das Beethovenfest 2020 (ebenso wie Christina Fuchs), das „Europäischen Musikfestival“ oder die „Else Lasker-Schüler-Gesellschaft“. 2021 wurde sie in der Kategorie „Großensemble des Jahres“ beim Deutschen Jazzpreis nominiert und erhielt Preise wie den „Jazz de Hoilaart“ /NL und den RUTH-Preis des TFF Rudolstadt. Sie gründete ihr Quintett „Patchwork“, leitete das „Thoneline Orchestra“ und die internationale Formation „Eurasians Unity“ und veröffentlichte mehrere CD ́s u.a. bei ENJA. Christina Fuchs arbeitet seit über 30 Jahren als Saxofonistin, Klarinettistin und Komponistin in verschiedensten Formationen der improvisierten Musik und des Jazz. In Leitungsfunktion wirkte sie mit der NDR und der WDR Big Band, „Soundscapes Orchestra“ und mit dem „United Women’s Orchestra“. Weitere Ensembles sind das „No Tango Quartet“, „flux“, „Kontrasax“ und das Musikerkollektiv „SONIQ“. Sie erhielt nationale und internationale Kompositionspreise wie den WDR Jazzpreis, den Julius Hemphill Composition Award/USA und Scrivere in Jazz/It. 2019 erschien ihre CD Newton’s Cradle mit der WDR Big Band.