Die Faszination der romanischen Kirchenräume und auch die besondere Lage im städtebaulichen Ensemble von Köln prägen seit mehr als 20 Jahren das Programm des Romanischen Sommers, das sich bewusst außerhalb des üblichen Konzertbetriebs definiert. Das Aufbrechen traditioneller Zuhöreranordnungen und Wahrnehmungsweisen ist ebenso Aliegen wie sehr verschiedenartige Programmteile in einen klingenden Zusammenhang zu bringen.
Ab Mittwoch, dem 7. Juli, führen die Konzerte des Romanischen Sommers das Publikum in die Romanischen Kirchen Kölns. Zu erleben sind Orgelimprovisationen mit Gunnar Idenstam wie auch Orgelwerke von Robert Schumann mit Andreas Rothkopf. Dorothee Oberlinger führt an der Blockflöte gemeinsam mit Vittorio Ghielmi, Viola da Gamba, und Luca Pianca, Laute, in das musikalische Reich von Ombre et Lumiere - Schatten und Licht. Das WDR Sinfonieorchester Köln unter der Leitung von Eliahu Inbal bringt als Meister der Orchesterklangfarben Anton Bruckners erste Sinfonie in c-Moll zu Gehör. Mit einem Scelsi-Programm stellt sich eine eher ungewöhnliche Besetzung vor: Musik für Sopran Alt-Saxophon, Kontrabass, und Schlagzeug mit Michiko Hirayama, Ulrich Krieger, Matthias Bauer, Roland Neffe u. Laszlo Hudascek.
In der größten der romanischen Kirchen, in der Basilika St. Maria im Kapitol, ist die Romanische Nacht sowohl Höhepunkt und als auch Finale des mehrtägigen Festivals. „Irdisches Leben und ewige Glückseligkeit“ ist das Motto der Romanischen Nacht 2010 am Freitag, den 9. Juli.
Hier sind alle Programmteile dramaturgisch sorgfältig aufeinander abgestimmt. Der inhaltliche Rote Faden - ausgehend vom geistlichen Werk - entspinnt sich und webt sich durch die lange Konzertnacht. Verschiedenste Musik wird so in sinnstiftenden Zusammenhang gebracht ohne in ein billiges „crossover” zu entgleiten.
Nähere Informationen zu den Romanischen Kirchen Kölns finden Sie unter: www.romanische-kirchen-koeln.de
