Morton Feldman

Morton Feldman wurde 1926 in New York geboren. Im Alter von zwölf Jahren nahm er bei Maurina Press Klavierstunden, die in Europa bei Busoni studiert hatte. Mit fünfzehn nahm er Kompositionsunterricht bei Wallingford Riegger. Nach Abschluss der High-School wechselte er zu Stefan Wolpe. 1950 lernte Feldman John Cage kennen, durch den er auf die Maler des amerikanischen "abstrakten Expressionismus" traf. 1966 übernahm Feldman die Leitung der "New York Studio School" für Malerei, reiste noch im gleichen Jahr nach Europa und wurde nach seiner Rückkehr Professor für Komposition an der University of Buffalo, eine Stellung, die er bis zu seinem Lebensende behielt. Seine nach 1977 entstandenen Werke brachten ihm großen öffentlichen Erfolg und Einladungen zu den wichtigsten internationalen Musikfestivals. Nach seinen Arbeiten mit graphischer Notation bis Anfang der 60er Jahre entwickelte Feldman neue Notationsformen, die die verschiedenen Grade von rhythmischer Präzision zwischen konventioneller Notation und freien Dauern ausloteten. In den 70er Jahren kehrte Feldman zu konventioneller Notation zurück. Er begann sich stärker als zuvor auf die spezifischen Instrumenteneigenschaften zu konzentrieren. Ab 1977 schrieb Feldman mit zunehmender Materialvielfalt immer längere Kompositionen mit repetitivem Material, aus dem er subtile Varianten bildete.


Veranstaltung: Salvatore Sciarrino: La perfezione di uno spirito sottile