Mitwirkende

Agnès ClémentCamilla HoitengaEija KankaanrantaElam Rotem Ensemble Ordo VirtutumGagaku-Ensemble – Hideaki BunnoHuelgas EnsembleJohannes S. SistermannsMatthias SchrieflMinguet QuartettNorbert RodenkirchenPaul Van NevelProfeti della QuintaStefan Johannes MorentTeofilovićiThe Theatre of Eternal Music Brass EnsembleTrys Keturiose

 


Eija Kankaanranta, eine der führenden finnischen Kantele-SpielerInnen, ist speziell an zeitgenössischer Musik und Improvisation interessiert. Sie hat Werke von Asta Hyvärinen, Michael Finnissy, Jukka Tiensuu, Lotta Wennäkoski, Juhani Nuorvala and Kaija Saariaho uraufgeführt. Eija Kankaaranta hat als erste klassische Kantele-Spielerin 2009 an der Sibelius Academy promoviert. Ihre Solo-CD ”Griffyr – Contemporary Music for Kantele” erschien 2007. Als Solistin war sie zu Gast beim Avanti! Chamber Orchestra, Pori Sinfonietta, Joensuu City Orchestra und dem Nederlands Blazers Ensemble, NBE.  Außerdem spielte sie die Kantele in diversen Orchestern: Uusinta Chamber Ensemble, Tapiola Sinfonietta, Finnish Baroque Orchestra, Moscow Contemporary Music Ensemble und Athelas Sinfonietta Copenhagen. Mehr Informationen 

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Foto: Eija Kankaanranta    © Marit Kytöharju

 

Das japanische gagaku-ensemble gilt als eine der traditionellen japanischen kammermusikalischen Gruppen, deren Tradition als jahrhundertealtes Erbe über Generationen in Familien überliefert wurde. Die Spielweise des Ensembles gehört zum Herzstück japanischer Musiktradition. Gagaku, eine vornehme Ensemblemusik mit und ohne Tanz, die man noch heute bei zeremoniellen und rituellen Anlässen am Kaiserhof sowie an shintoistischen Schreinen und buddhistischen Tempeln aufführt, zählt zu den ältesten Überlieferungen Japans. Ihre Geschichte lässt sich mehr als 1300 Jahre bis in die Nara-Epoche (710–794) zurückverfolgen. Der Begriff Gagaku stammt aus den Lehren des altchinesischen Philosophen Konfuzius (551–479 v. Chr.) und meint eine „würdevolle, korrekte“ Musik, die nicht in erster Linie ästhetisch gefallen, sondern ethisch bilden will.

Dabei ist die Mundorgel Shō eines der interessantesten Instrumente der Gagaku-Musik. Die 17 Bambuspfeifen, die aus einer kleinen tassenförmigen Windkammer ragen, sind mit Durchschlagszungen ausgestattet, die es ermöglichen, Töne sowohl durch Aus- als auch durch Einatmen zu erzeugen, so dass kontinuierliche Klänge gespielt werden können. Ursprünglich ausschließlich als Orchesterinstrument in der Hofmusik eingesetzt, entwickelte sich erst seit den 1980er Jahren ein Solo-Repertoire, das auf den traditionellen Chōshi-Präludien basiert.

Gagaku Ensemble (c) Japanisches Kulturinstitut
Foto: Gagaku-Ensemble   © Japanisches Kulturinstitut

 

Matthias schriefl, 1981 im Allgäu geboren, ist ein Frühstarter: Als Trompeter, Komponist und Bandleader wurde er mit 11 Jahren Bundessieger bei „Jugend Musiziert“, danach Leiter einer Schulbigband, jüngstes Mitglied im Bundes-Jazz-Orchester und als 17-jähriger Bundessieger bei „Jugend Jazzt“. Weitere Auszeichnungen folgten: WDR-Jazzpreis für Improvisation (2006), Förderpreis des Landes NRW für Komposition, Dirigat, Instrumentalmusik (2008), Preis der Deutschen Schallplattenkritik für „Six, Alps and Jazz“ (2012), TFF – RUTH Sonderpreis Weltmusik (2016). Internatioanle Aufmerksamkeit brachte Matthias Schriefls Band „Shreefpunk“ mit Tourneen durch Europa, Mexiko, Australien und Westafrika. Schriefl arbeitet mit internationalen Jazzgrößen und Big Bands: u.a. Django Bates, Peter Brötzmann, Daniel Humair, Peter Herbolzheimers, Lee Konitz, Joachim Kühn, Nils Landgren. Als Komponist und Solist arbeitete er mit den Duisburger Philharmonikern. Mit seinen zahlreichen eigenen Bandprojekten sorgt er immer wieder für neue stilistische Überraschungen. Mehr Informationen

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Foto: Matthias Schriefl und Band   © Gerhard Richter

 

Wo immer die Flötistin CaMILLA HOITENGA auftritt, begeistert sie durch ihr charismatisches Spiel. Neben Konzerten mit klassischem Repertoire hat sie zahlreiche Werke uraufgeführt, die speziell für sie komponiert wurden. So z.B. von Kaija Saariaho, KenIchiro Kobayashi und Pèter Koeszeghy, dirigiert von Jukka-Pekka Saraste, Susanna Mälkki, Vladimir Jurowski, Alan Gilbert oder Christoph Eschenbach. Mehr Informationen 

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Foto: Camilla Hoitenga   © Maarit Kytöharju

 

norbert rodenkirchen studierte Flöte bei Hans-Martin Müller und Günther Höller in Köln. Ebenso war er Kompositionsschüler der deutsch-chilenischen Komponistin Leni Alexander und gehörte als Interpret zum kreativen Umfeld der Klasse von Johannes Fritsch, der für ihn u.a. das Werk „Fistula mortale“ schrieb. Seit 25 Jahren widmet sich Norbert Rodenkirchen dem künstlerischen Dialog zwischen Mittelalter und Gegenwart. Einerseits hat er sich als Solist auf historischen Traversflöten im Bereich der alten Musik international einen Namen gemacht, u.a. als Mitglied von Sequentia und Dialogos. Andererseits ist er als Improvisator und Komponist einer experimentell archaischen Musik aktiv und komponiert er auch für Theater und Filme. Er gibt Workshops in mittelalterlicher Improvisation an diversen Musikhochschulen, u.a. an der Schola Cantorum in Basel und am Mozarteum Salzburg. Mehr Informationen

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Foto: Norbert Rodenkirchen (links) und Martin Sistermanns   ©Sigrid Bergmann

 

trys keturiose, ein 1084 gegründetes Vokalensemble, widmet sich dem fast vergessenen Repertoire des mehrstimmigen litauischen Gesangs, den Sutartinés, die 2010 auf der UNESCO-Liste des Immateriellen Weltkulturerbes stehen. Sutartinės (abgeleitet von dem litauischen Wort sutarti – im Einklang sein) ist eine einzigartige Vokaltradition, die im Nordosten Litauens von Frauen praktiziert wird. Es sind musikalische Paradoxe ohne Analogien zu polyphonen Gesängen anderer Kulturen: Im strikten Wechsel von Dissonanz und Harmonie werden gleichzeitig nicht nur zwei verschiedene Melodien, Stimmen und Rhythmen, sondern auch zwei unterschiedliche Liedtexte miteinander verwoben. Das auch als „Königinnen der Sutartinės“ bekannte Ensemble erweckt vergessen geglaubte archivierte Melodien wieder zum Leben. Trys Keturiose heißt so viel wie „Drei von Vier“. Der Name ist einem Lied-Refrain entlehnt, der auf die Zusammensetzung der Gruppe anspielt, die sich je nach Lied verändern kann: Es singen jeweils zwei, drei oder vier Sängerinnen. Daiva Vyčinienė ist Gründerin von Trys Keturiose und die wichtigste Forscherin dieser Musik. Mehr Informationen und Weiteres unter Klangkosmos

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Foto: Trys Keturiose   © Trys Keturiose

 

Der Cembalist, Komponist und Sänger Elam Rotem ist Gründer und Leiter des Ensembles Profeti della Quinta, das er noch während seines Studiums in Galiläa gründete. An der Jerusalem Academy for Music and Dance machte er seinen Bachelor of Music im Fach Cembalo, um anschließend in Europa seine Studien zur Alten Musik zu vertiefen. Zeitgleich zum Erscheinen der ersten CD „The Songs of Salomon“ übertrug das Ensemble seinen ursprünglich hebräischen Namen „Neviei haKvinta“ / „The Prophet of the Perfect Fifth“ ins Italienische. An der Schola Cantorum Basiliensis spezialisierte er sich auf historische Aufführungspraxis und machte er seinen Master in Continuo-Spiel, Improvisation und Komposition. 2014 entwickelte er die inzwischen ausgezeichnete Website „Early Music Sources“. 2016 legte er seine Doktorabeit „Early Basso Continuo Practice: Implicit Evidence in the Music of Emilio de’ Cavalieri“ vor, die im Rahmen eines neuen Kooperationsprogramms zwischen der Schola Cantorum Basiliensis und der Universität Würzburg entstanden ist. Mehr Informationen 

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Foto: Profeti della Quinta   © Jim Pointer

 

Die serbischen Brüder Ratko und Radiša Teofilović gelten als außergewöhnliche Interpreten einer längst vergessenen Gesangstradition. Das Vokalduo hat sich intensiv mit alten zweistimmigen Gesängen aus der gesamten Balkanregion beschäftigt. Bei ihrer Suche nach teils verschollenen Liedern und Harmonien stießen sie auf Fundstücke aus mehr als zwei Jahrhunderten. Auch die oft nur noch in verkitschter Form erhaltene Volksmusik haben sie zu neuem Leben erweckt. Seit 1994 produzierten sie zahlreiche CDs, gastierten in fast allen europäischen Ländern, in Japan, den USA und traten auf großen Festivals auf wie etwa dem World Performing Arts Festival (Osaka), Sziget Festival (Budapest), Estivoce Festival (Korsika) oder dem Canti di tradizioni (Sardinien). Wenn Ratko und Radiša Teofilović singen, klingt das ebenso orientalisch wie auch mittelalterlich. Sie haben einen charakteristischen Sound entwickelt, der minimalistisch und zugleich sehr kraftvoll den Raum füllt. Mehr Informationen

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Foto: Ratko und Radiša Teofilović   © N. Babic 

 

Paul Van Nevel ist der künstlerische Leiter des Huelgas Ensembles, das er vor über 45 Jahren als Erweiterung seiner Aktivitäten an der Schola Basiliensis gründete. Als Pionier und Gallionsfigur der Erforschung und Aufführung europäischer Polyphonie steht er für eine interdisziplinäre Heransgehensweise an die originalen Quellen unter Berücksichtigung des kulturellen Umfelds (Literatur, historische Aussprache, Stimmung und Tempo, Rhetorik etc.). Van Nevel war Gastdozent an vielen Konservatorien und ist seit 30 Jahren Gastdirigent des Nederlands Kamerkoor. Er erhielt zahllose Auszeichnungen, darunter den „Prix in Honorem“ der Académie Charles Cros, mehrmals den „Diapason d’Or“, den Preis der deutschen Schallplattenkritik und den Deutschen Musikpreis ECHO Klassik. Seine Einspielung von Wolfgang Rihms „Et Lux“ mit dem Huelgas Ensemble und Minguet Quartett erhielt den „Diapason d’Or de l’année 2015”. Mehr Informationen

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Foto: Paul van Nevel   ©alidoor.dellafaille@skynet.be

 

Profeti della Quinta  hat sich der Renaissancemusik des 16. und 17. Jahrhunderts verschrieben. Ausgangspunkt ist das fundierte Musizieren des Vokalensembles gemäß der Aufführungspraxis der jeweiligen Zeit, wobei besonderes Augenmerk auf das heutige Publikum und dessen Hörgewohnheiten gerichtet ist. Das Ensemble wurde in Galiläa/Israel von Elam Rotem gegründet. Mittlerweile ist es in der Schweiz ansässig, wo alle seine Mitglieder weiterführende Studien an der Schola Cantorum Basiliensis absolvieren. Der Name verweist bereits darauf, dass das Ensemble im Kern aus fünf Sängern besteht, die nach Bedarf mit befreundeten InstrumentalistInnen und SängerInnen zusammenarbeiten. Die CD-Einspielung von Emilio de Cavalieris „Lamentationen“ (1600) sowie Salomone Rossis „Hashirim asher li’Shlomo“ (1623) samt eines Dokumentarfilms an Originalorten in Mantua machten das schweizerisch-israelische Ensemble 2011 international bekannt. Seitdem gastiert es bei internationalen Festivals und Konzertreihen. 2014 tourten die Musiker durch die USA und Japan. Mehr Informationen

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Foto: Profeti della Quinta   © Jim Poyner

 

Johannes S. Sistermanns studierte Klavier bei Klaus Runze, Rhythmik bei Holmrike Leiser sowie Neues Musiktheater bei Mauricio Kagel. Er realisiert Kompositionen in Media/Elektroakustik, Radiokunst, Musiktheater, KlangPlastik, Performance sowie Urban Environment. Einladungen zu Konzerten, Performances, Ausstellungen bei internationalen Festivals wie Donaueschinger Musiktage, EXPO Weltausstellung Hannover sowie in Hong Kong, Melbourne, Sydney, Perth, New York und von verschiedenen Sendeanstalten. Vorlesungen und längere Stipendienaufenthalte führten ihn nach Australien, Indien, Japan, USA und China. Vielfach national/international ausgezeichnet erhielt er u.a. 1997 den Karl-Sczuka-Förderpreis SWR, den Deutschen Klangkunst-Preis 2008 WDR/Skulturenmuseum Marl/Initiative Hören, 2015 den PRIX PRESQUES RIEN sowie 2016 den 1. Preis ‚Leibniz Harmonien’ im internationalen Kompositionspreis der Stadt Hannover. Mehr Informationen

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Foto: Norbert Rodenkirchen / Johannes S. Sistermanns   © Sigrid Bergmann

 

The Theatre of Eternal Music Brass Ensemble wurde 2014 von Ben Neil, Stephen Burns und Marco Blaauw gegründet, um La Monte Youngs „The Second Dream of The High-Tension Line Stepdown Transformer“ in der Version für acht Trompeten in der Licht-Installation „Dream Light“ von Marian Zazeela zu erarbeiten und aufzuführen. In den frühen 1990er Jahren hatten Ben Neil und Stephen Burns dieses Werk in enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten auf die Bühne gebracht und aufgenommen.

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Foto: The Theatre of Eternal Music Brass Ensemble – LA MONTE YOUNG – MARIAN ZAZEELA © Sascha Osaka  osaka.at

Für die Wiederaufführung der Komposition in mehreren europäischen Städten konnte Marco Blaauw weitere auf die Interpretation zeitgenössischer Musik spezialisierte Trompeter gewinnen. Im Januar 2015 fand die erste Arbeitsphase mit La Monte Young und Marian Zazeela in deren New Yorker „Dream House“ statt. Im Juli 2015 spielte das Ensemble die ersten Aufführungen im Chelsea Dream House in New York. Im Herbst 2015 produzierte Marco Blaauw in Zusammenarbeit mit Festivals in Warschau, Paris und Huddersfield die europäische Wiederaufnahme. Nach der Aufführung beim Ultima Festival in Oslo 2016 geht die Reise für das Ensemble in 2017 unter anderem nach Krems, Amsterdam, s’Hertogenbosch, Köln und zum einzigartigen Europäischen Dream House in Polling, Bayern.

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Foto: The Theatre of Eternal Music Brass Ensemble – LA MONTE YOUNG – MARIAN ZAZEELA © Sascha Osaka  osaka.at

Das Tübinger Ensemble Ordo Virtutum hat sich auf die Musik des Mittelalters spezialisiert. Mit seinem Gründer Stefan Johannes Morent eröffnet es in Verbindung von Interpretation und musikwissenschaftlicher Forschung einen Zugang zur musikalischen Welt des mittelalterlichen Europa. Das Porgramm reicht von kleineren kammermusikalischen Besetzungen bis zum szenischen Musiktheater („Spiel von den klugen und törichten Jungfrauen“, „Carmina Burana“, „Wolfenbütteler Marienklage“ und „Ordo Virtutum“ von Hildegard von Bingen). Das Ensemble arbeitet mit renommierten Interpreten mittelalterlicher Aufführungspraxis (Andrea von Ramm, Sterling Jones, Benjamin Bagby, Anne Azéma) zusammen und betreibt für jedes Projekt umfangreiche Forschungsarbeit. Fernseh- und Rundfunkproduktionen entstanden u.a. mit dem SWR Notker der Dichter“, „Hermann der Lahme“ und „Insula felix“ mit Musik aus dem Inselkloster Reichenau. Regelmäßig gastiert das Ensemble bei internationalen Festivals in Europa, USA und Australien. Mehr Informationen

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Foto: Ordo Virtutum   © SWR Ensemble Ordo Virtutum

 

Hideaki Bunno  Geboren 1944 enstammt Bunno aus einer traditionsreichen Familie von Gagaku-Musikern, deren Geschichte sich 1300 Jahre bis in die Anfangszeit der japanischen Hofmusik zurückverfolgen lässt. 1959 trat er als Nachfolger seines Vaters in die Dienste des Kaiserhofs, wo er 50 Jahre als Gagaku-Musiker (zuletzt als Musikalischer Leiter des Hoforchesters) wirkte. 1977 begründete er das Ensemble Jûnion-kai, das sich die Aufgabe stellte, nach neuen Möglichkeiten der Verbindung von Tradition und Moderne für die GagakMusik zu suchen. 2009 wurde Hideaki Bunno für seine Verdienste mit dem Preis der Japanischen Kunstakademie ausgezeichnet.

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Foto: Hideaki Bunno   © Japanisches Kulturinstitut

 

Stefan Johannes Morent ist Musikwissenschafler und Spezialist für die Aufführungspraxis des Mittelalters. Er lehrt am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Tübingen. Zudem ist er ein gefragter Gastdozent an Akademien, bei Kongressen und internationalen Festivals. Zusammen mit Benjamin Bagby und dem Ensemble Sequentia leitete er die Akademie für Musik des Mittelalters innerhalb der Landesakademie Ochsenhausen und pflegt eine rege Konzerttätigkeit mit dem von ihm gegründeten Ensemble Ordo Virtutum für Musik des Mittelalters. Morent veröffentlichte zahlreiche Arbeiten zur Aufführungspraxis des Mittelalters. Zuletzt erschien sein Buch „Der Klang des Himmels – Hildegard von Bingen als Komponistin“.  Mehr Informationen

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Foto: Stefan Morent   © Ordo Virtutum

 

Agnès Clément ist 1. Preisträgerin beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD München 2016 sowie Gewinnerin des Publikumspreises und des Sonderpreises für die beste Interpretation der Auftragskomposition. Schon zuvor gewann die französische Harfenistin zahlreiche internationale Preise. Sie wurde 1990 geboren und studierte Harfe und Fagott an den Konservatorien von Clermont-Ferrand und Boulogne-Billancourt, ehe sie ihre Studien bei Fabrice Pierre am Conservatoire National Supérieur de Musique de Lyon fortsetzte und mit der höchsten Auszeichnung abschloss. Seit Solo-Debüts in Paris und Chicago ist sie regelmäßig auf internationalen Podien zu Gast, auch mit verschiedenen Orchestern mit Glières Harfenkonzert. Seit 2013 ist sie Soloharfenistin des Orchestre Symphonique de la Monnaie Brüssel. Mehr Informationen

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Fotos: Agnès Clément   © Tysje Severens

 

Das in Köln beheimate minguet quartett konzentriert sich seit 1988 gleichermaßen auf die klassisch-romantische Literatur wie auf die Musik der Moderne und Uraufführungen von Kompositionen des 21. Jahrhunderts. Begegnungen mit bedeutenden Komponisten unserer Zeit inspirieren die vier Musiker zu immer neuen Programmideen. Zu den bedeutendsten Projekten zählen die erstmalige Gesamtaufnahme der Streichquartette von Wolfgang Rihm, Peter Ruzicka und Jörg Widmann sowie von Karlheinz Stockhausens „Helikopter-Streichquartett“. Das Minguet Quartett wurde 2010 mit dem ECHO Klassik sowie 2015 mit dem renommierten französischen „Diapason d’Or“ ausgezeichnet und zählt heute zu den international gefragtesten Streichquartetten. Es gastiert in allen großen Konzertsälen der Welt. In den kommenden Jahren wird das Ensemble die vollständige Kammermusik von Emil Nikolaus von Reznicek, Heinrich Kaminski und Walter Braunfels sowie das einzigartige Streichquartett von Glenn Gould auf CD vorlegen. Mehr Informationen

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Foto: Minguet Quartett   © Frank Rossbach

 

Huelgas Ensemble, gegründet 1971 vom flämischen Dirigenten Paul Van Nevel, gilt als eines der international angesehensten Ensembles und als Spezialist für die Polyphonie des Mittelalters und der Renaissance. So bezieht sich auch ihr Name auf den „Codex Las Huelgas“ – ein Manuskript überwiegend polyphoner Musik aus dem 13./14. Jahrhundert. Unverkennbar ist die Freude am Entdecken von unbekanntem Repertoire. Das vielfach ausgezeichnete Huelgas Ensemble tritt weltweit auf bei Festivals für Alte Musik und in den großen Konzerthäusern wie in London, New York, Paris, Berlin oder Lissabon. Die Discografie der Formation umfasst über 60 Aufnahmen von Vokal- und Instrumentalmusik vom 13. bis zum 16. Jahrhundert sowie zeitgenössische Musik. Mehr Informationen 

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Foto: Huelgas Ensemble  © aldoor.dellafaille@skynet.de