Mitwirkende

Andreas PostAnnette MayeArs Choralis CoelnAuryn-Quartett Bach-Verein KölnConcerto con AnimaDavid HeißDavid HelmDuo DoynaE-MEXEnsemble MixturaEdgar KrappFilippa GojoFrederik SchauhoffIngeborg DanzJazz: One in FourKatharina BäumlMaria JonasMartin SchulteMusica Fiata/La Capella DucaleMagid El-BushraMargit KernMaximilian HaschemiMoritz WespRoland WilsonSalim JavaidScott WellsteadTadashi Tajima – Thomas Neuhoff – Valda Wilson                 

 


Die Frauenschola ars choralis coeln nahm ihren offiziellen Anfang 2004 beim Romanischen Sommer Köln. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit stehen der gregorianische Choral und die frühmittelalterliche Musik, wobei Hildegard von Bingen eine herausragende Rolle zukommt. Durch intensive Forschungen erschließt das Ensemble vorhandene Handschriften für die musikalische Praxis, beispielsweise aus der Kölner Erzdiözesan- und Dombibliothek. Neben regelmäßigen Auftritten in den romanischen Kirchen Kölns etablierte sich das von Maria Jonas gegründete Ensemble deutschland- und europaweit und gastiert bei einschlägigen Festivals. Zahlreiche CDs dokumentieren seine Arbeit. Große Beachtung fand jüngst das Projekt „Die musizierenden Engel im Kölner Dom“.

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Ars Choralis Coeln  Foto: Tristan Vankann

Die Sängerin  Maria jonas gilt als eine der kreativsten und vielseitigsten Persönlichkeiten Kölns. Als Interpretin Alter und improvisierter Musik ist sie solistisch und in ihren Ensembles „Ars Choralis Coeln“, „Ala Aurea“ und „Sanstierce“ zu erleben. Nach dem Oboenstudium in Köln leitete sie zunächst eine Musikschule in Venezuela. Anschließend studierte sie Gesang bei Jessica Cash in London sowie Alte Musik bei Montserrat Figueras in Barcelona und René Jacobs an der Schola Cantorum Basiliensis. Konzertreisen u.a. mit den English Baroque Soloists unter John Eliot Gardiner führten sie durch ganz Europa. Im Bereich des Musiktheaters gastierte Maria Jonas u.a. an den Opernhäusern in Parma, Amsterdam, Ludwigsburg und London. In der Titelpartie von Philip Glassʼ Oper „The White Raven“ unter der Leitung von Dennis Russell Davies war sie in Lissabon, Madrid und der Carnegie Hall zu erleben. Seit 1999 unterrichtet sie an der Folkwang-Hochschule Essen.

 

musica fiata & capella ducale Die Musica Fiata feiert in diesem Jahr sein vierzigjähriges Bestehen. In Köln als Ensemble für die Aufführung der Musik des 16. und 17. Jahrhunderts auf historischen Instrumenten gegründet, gilt es als Pionier der hiesigen Alte Musik-Bewegung. Aufgrund seiner aufregenden und virtuosen Aufführungen wurde das Ensemble zu bedeutenden Festivals eingeladen, beispielsweise nach Brügge, Prag, Madrid, Utrecht, Barcelona, Venedig, Ravenna, Leipzig, Breslau, York, Mexico und Singapur. La Capella Ducale wurde 1992 von Roland Wilson als Ergänzung zu Musica Fiata gegründet, um bei größeren Werken eine stilistische Einheit zu gewährleisten. Die Musikkritik attestierte dem Ensemble mehrfach außergewöhnliche Leistungen sowohl solistisch als auch im Ensemble und hob die ungewöhnlich homogene Verbindung mit dem Instrumentalklang hervor. Beide Ensembles verfügen über eine umfangreiche Diskografie. Als nächstes erscheint im kommenden Frühjahr eine Aufnahme des heutigen Programms.

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Vierzigjähriges Bestehen: Musical Fiata – „Jubiläumsgast“ im Romanischen Sommer 2016  Foto: RMVA/Luxemburg

roland wilson studierte Trompete an dem Royal College of Music in London und Zink am Koninklijke Konservatorium in Den Haag. Als Gründungsmitglied und Leiter von Musica Fiata spielte er bei führenden Festivals in ganz Europa. Außerdem gastierte er häufig bei anderen renommierten Ensembles. Seine Arbeit dokumentieren zahlreiche CDs bei Sony Classical, Deutsche Harmonia Mundi, CPO und Pure Classics. In den letzten Jahren arbeitete Wilson überwiegend als Dirigent von Barockmusik von Gabrieli bis Bach und Vivaldi. Seine Aufführungen sind gekennzeichnet durch die Kombination von historischer Genauigkeit mit künstlerischer Inspiration.

 

Das duo doyna mit den beiden hochvirtuosen Jazzmusikern Annette Maye und Martin Schulte wurde 2008 aus der Taufe gehoben und verbindet mitreißende Klezmer-Melodien mit virtuosen Improvisationen. Neue Grooves, Anklänge aus Jazz, Latin Music und zuweilen experimenteller Musik gehen mit der traditionellen Hochzeitsmusik der osteuropäischen Juden eine klangvolle Symbiose ein. So entsteht ein „musikalischer Juwel“ („Der Westen“): Modern Klezmer. Das Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit beider Musiker ist auf der 2015 veröffentlichten gemeinsamen Live-CD „Sammy´s Frejlach“ dokumentiert. Annette Maye im Interview bei domradio (Sendung „Musica“ vom 19.06.2016.)

IdyDphfXxKWlt5V7k1ta5Bj2xSZXRiK8-BF_bOeqbaQlHdtxnprfKFQs-RmElZm0j3N5QA=s190       Duo Doyna  Foto: Florian Ross

Die Klarinettistin annette maye, Preisträgerin des „Künstlerinnenpreis NRW 2016“, befasst sich mit Jazz, Weltmusik, zeitgenössischer Musik und Improvisation. Sie arbeitete mit Musikern wie Gianluigi Trovesi, Michel Godard, Baby Sommer, Giora Feidman, den Freiburger Spielleyt oder dem Tonkünstler-Orchester zusammen. An den Musikhochschulen Köln und Paris absolvierte sie ihr Klarinettenstudium im Fachbereich Jazz. Seit 2013 ist sie künstlerische Leiterin des internationalen Klarinettenfestivals „Multiphonics Festival“. Konzertreisen führten sie durch Europa, nach Nah- und Fernost, Afrika und die USA. Im Interview mit domradio vom 19.6.2016 // Sendung „Musica“.

Anette Maye-Foto- Philip Lethen        Annette Maye Foto: Philip Lethen

 

Martin schulte – der in Köln lebende Gitarrist ist einer der gefragtesten Jazzgitarristen Deutschlands. Mit seinem Gitarrenspiel bewegt er sich virtuos an den Schnittstellen von Modern Jazz, Pop und Rock. Martin Schulte gewann zahlreiche Preise, war in vielen TV- und Radioproduktionen zu hören (WDR, ZDF, Deutschlandfunk, BR), spielte auf renommierten Bühnen wie der Philharmonie Köln, Carnegie Hall New York, bei den „Leverkusener Jazztagen“ und tourte durch Spanien, Finnland, Dänemark, die Niederlande, Serbien, Mazedonien, Griechenland, Belgien, Luxemburg, Süd-Korea und die USA.

 

Eine eigene Klangwelt entsteht mit dem ensemble Mixtura  Katharina Bäuml (Schalmei) und Margit Kern (Akkordeon) verbinden den Klang dieser beiden Instrumente virtuos miteinander. Das Duo widmet sich zeitgenössischen Kompositionen aus den Jahren 2012/2013, die im Auftrag von Mixtura entstanden. 2010 schlossen sich Katharina Bäuml und Margit Kern zu mixtura zusammen, um in der bisher einmaligen Besetzung mit Schalmei und Akkordeon zeitlich weit auseinander liegende Komponisten und Sprachen zu verknüpfen. Die Schalmei, ein Rohrblattinstrument des 14. Jahrhunderts, steht dabei für Geist, Klang und Spielpraxis der Renaissance, das Akkordeon für die Erfahrung und Klangwelt der Neuen Musik. mixtura inspirierte diverse Komponisten, für diese neue Klangkonstellation Stücke zu schreiben. 2011 entstand die erste CD „Miniatures“, zwei Jahre später die CD „Archipel Machaut“. Für Furore sorgte mixtura jüngst auf dem Berliner Festival „Ultraschall“ – die FAZ sprach von „Glücksmomenten des Angesprochen-Werdens“.

Ensemble Mixtura-Foto- Monika Schuerle         Ensemble MIXTURA  Foto: Monika Schuerle

 

Katharina bäuml, geboren in München, sammelte nach ihrem Studium zunächst Orchestererfahrungen unter Claudio Abbado, Andrea Marcon und Ludger Remy, im Orquesta Barroca de Sevilla, bei Les Musiciens du Louvre und mit der Akademie für Alte Musik Berlin. Sie spezialisierte sich auf historische Rohrblattinstrumente und gründete 2005 ihre Formation „Capella de la Torre“ mit dem Schwerpunkt auf europäischer Renaissancemusik. Als gefragte Schalmeispezialistin initiiert sie Begegnungen zwischen Alter und Neuer Musik sowie Jazz.

 

Margit kern studierte Akkordeon bei Hugo Noth und bei Matti Rantanen an der Sibelius Akademie in Helsinki. Die weltweit gefragte Künstlerin gastiert regelmäßig bei namhaften Ensembles und Festivals wie MusikFabrik, Ensemble Modern, den Weltmusiktagen in Stuttgart, Musica Viva in München, Seoul Spring Festival und Perugia Classica Festival. Eine rege Zusammenarbeit verbindet sie mit zeitgenössischen Komponisten, die ihre zahlreiche Werke widmeten. Margit Kern lehrt als Honorarprofessorin an der Hochschule für Künste Bremen im Fachbereich Musik.

 

Das  AURYN-QUARTETT zählt zu den Spitzenensembles der internationalen Quartett-Szene. Entstanden 1981, wurde die Spielweise des Quartetts zunächst durch das Studium beim legendären Amadeus Quartett in Köln geprägt, bevor es wichtige Impulse durch das Guarneri Quartett erhielt. Seither musiziert das Auryn-Quartett in international namhaften Sälen wie dem Wiener Musikverein, Concertgebouw Amsterdam, der Wigmore Hall in London, Carnegie Hall und Lincoln Center New York. Neben herausragender Spielkultur verfügen die „Auryns“ über ein ungewöhnlich breites Repertoire von Haydn bis zu zeitgenössischen Komponisten wie Brett Dean, György Kurtág, Wolfgang Rihm oder Matthias Pintscher. Immer wieder hat das Quartett seine Formation um bedeutende Musiker erweitert, etwa Menahem Pressler, Nobuko Imai, Jörg Widmann, Sharon Kam, Tabea Zimmermann, Christine Schäfer und Peter Orth. Zahlreiche CDs liegen vor, darunter die Aufnahme aller Streichquartette von Joseph Haydn, die mit dem „Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik“ 2011 und dem ECHO Klassik ausgezeichnet wurde. Neben seinem Kammermusikfest im oberitalienischen Este hat das Auryn Quartett die Künstlerische Leitung der Musiktage Mondsee in Österreich übernommen.

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Die Australierin Valda wilson ist eine international gefragte Sopranistin und gastierte u.a. an der Semperoper Dresden, bei den Salzburger Festspielen, dem Teatro di San Carlo in Neapel, Verbier Festival, London Handel Festival und beim Lucerne Festival.

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Namhafte Klangkörper wie das Hallé Orchestra, Orchestre des Champs Elysées, Orchestra of the Royal Opera House Covent Garden oder das Royal Flemish Philharmonic engagierten sie für Konzerte, und dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Richard Bonynge, Charles Dutoit, Philippe Herreweghe, Antonio Pappano, Markus Stenz und Christian Thielemann zusammen. In der Titelpartie von Händels Oper „Theodora“ wird sie 2016 in Sydney debütieren.

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Der Japaner Tadashi tajima zählt zu den herausragenden Shakuhachi-Spielern der Gegenwart, spielt die sogenannte „Honkyoku“ mit ungewöhnlicher Ausdruckskraft und großer klanglicher Differenziertheit. Er wurde 1942 in Sakai/Westjapan geboren. Heute leitet Tadashi Tajima sowohl in Osaka als auch in Tokio seine eigene Shakuhachi-Schule (Jikisho-ryû) und hat mehrere Bücher zu Theorie und Praxis des Flötenspiels veröffentlicht. Seine 1999 in Deutschland publizierte CD mit Honkyoku-Solostücken setzt bis heute Maßstäbe. Tajima ist Widmungsträger von Toshio Hosokawas Komposition „Voyage X“ (2009). Neben regelmäßigen Konzerten in Japan, gastiert er häufig auch im Ausland (z.B. beim Bachfest Leipzig 2009 oder bei den Salzburger Festspielen 2013). Wie viele Musikinstrumente Japans ist auch die Shakuhachi nicht japanischen Ursprungs, sondern im 8. Jahrhundert vom asiatischen Festland importiert worden.Tadashi Tajima versteht sich – wie viele seiner heutigen Kollegen – allerdings nicht mehr als Zen-Mönch, sondern als Musiker und Künstler. Dazu muss man wissen, dass sich der Zen-Buddhismus in Japan längst zu einer alltäglichen, alle Lebensbereiche durchdringenden Weltanschauung entwickelt hat, die kaum noch als „Religion“ im engeren Sinne verstanden wird. Die Honkyoku-Solostücke werden in Tajimas Interpretation zu einer vergeistigten Konzertmusik, in der der zen-buddhistische Gehalt des Ichion jôbutsu („mit einem einzelnen Ton Buddha werden“) zur Maxime Ichion ni kokoro o komete wird („In einen Ton sein ganzes Herz hineinlegen“). Im Mittelpunkt steht eine atemtechnisch stets kontrollierte und beseelte Gestaltung der reichen Klanglichkeit der Bambusflöte, die den Zuhörer zu einem konzentrierten Wahrnehmen, zum Innehalten und zur Kontemplation einlädt. Es geht darum, dem Geist Wege zu öffnen, Raum und Zeit zu transzendieren und zu einer vertieften Welt- und Selbsterfahrung vorzudringen. Die Honkyoku-Stücke im Programm des Konzerts zählen zu den zentralen Werken im Repertoire von Tadashi Tajima, an deren Interpretation er unablässig feilt. Jede Aufführung bedeutet für ihn einen neuen Schritt auf dem Weg zur erstrebten Vollkommenheit, selbst wenn dieser Weg letztlich das Ziel bleibt. Sich darauf einzulassen ist auch für den Zuhörer immer und überall ein faszinierendes Erlebnis.

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Shakuhachi-Spieler Tadashi Tajima  Fotos: June Ueno

 

Die Altistin ingeborg Danz gewann bereits während ihres Studiums zahlreiche Wettbewerbe. Ihr Schwerpunkt liegt im Konzert- und Liedgesang. Dabei arbeitet sie eng mit der Internationalen Bachakademie Stuttgart und Helmuth Rilling sowie dem Collegium Vocale Gent und Philippe Herreweghe zusammen. Als Interpretin der Vokalwerke Bachs wie des spätromantischen Repertoires war sie unter Leitung von Dirigenten wie Riccardo Muti, Herbert Blomstedt, Manfred Honeck, Christopher Hogwood und Semyon Bychkov zu hören. Sie sang u.a. an der Mailänder Scala und bei den Salzburger Festspielen. Zahlreiche CDs mit ihr liegen vor.

Ingeborg Danz-Foto- Felix Broede      Ingeborg Danz  Foto: Felix Broede

Der Bamberger Organist Edgar Krapp  erhielt seinen ersten Orgelunterricht als Mitglied der Regensburger Domspatzen. Nach dem Studium bei Franz Lehrndorfer in München und bei Marie Claire Alain in Paris gewann er den 1. Preis beim ARD-Wettbewerb in München. Es folgten zahlreiche internationale Konzertverpflichtungen, Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen. Mehrfach führte er das komplette Bach’sche Orgelwerk auf, das 1995/96 der Bayerische Rundfunk mit 14 Konzerten live im Radio übertrug. Fast zwanzig Jahre hatte Edgar Krapp einen Lehrstuhl an der Frankfurter Musikhochschule inne und war zusätzlich Gastprofessor am Salzburger Mozarteum, bis er als Professor nach München wechselte.

 

Der Saxophonist salim javaid wurde 1991 in eine tschechische-pakistanische Familie im tschechischen Sokolov geboren. Sein Spiel definiert sich durch mikrotonale Konzepte, erweiterte Instrumentaltechniken und Präparationen des Saxophons. 2015 gewann er mit seiner Band „Malstrom“ den Internationalen Jazzwettbewerb Burghausen. Er arbeitete bereits mit bedeutenden Jazzmusikern wie Niels Klein, Hayden Chisholm, Frank Gratkowski und Florian Weber zusammen.

 

moritz wesp wurde in Frankfurt am Main geboren. Bis 2014 studierte er an der „Hochschule Luzern Musik“ Jazz-Posaune bei Nils Wogram und Komposition bei Ed Partyka. Seitdem lebt er in Köln und setzt sein Studium an der hiesigen Hochschule für Musik und Tanz bei Henning Berg, Frank Gratkowski und Hubert Nuss fort. Unter anderem spielt er mit seinem Large Ensemble „Wespennest“ und dem preisgekrönten Quartett „Tauchgang“, mit dem er auch eine CD vorlegte. Tourneen führten ihn u.a. nach Brasilien, Griechenland, Bulgarien, Litauen und Senegal.

 

Filippa Gojo – die 27-Jährige Jazzsängerin stammt aus dem österreichischen Bregenz und hat Köln seit ihrem Studium bei Anette von Eichel als Wahlheimat gewählt. 2014 wurde sie als erste Sängerin mit dem Förderstipendium der Stadt Köln für Jazz und improvisierte Musik, dem Horst und Gretl Will Stipendium, ausgezeichnet.

2015 erhielt sie mit ihrem „Filippa Gojo Quartett“ sowohl den Bandpreis des „Neuen Deutschen Jazzpreises“, als auch den Solistenpreis. Kürzlich legte sie ihr erstes Solo-Album „vertraum“ vor, über das die „Jazzzeitung“ schrieb: „Die Musik braucht mehr solche Alben.“

hO1Rjjncm1v6iMi6ULUbboFJM3D05rJCwIApeoY-RyHbzBeKbrk1UTNuV-2bRL4eE419fg=s190      Filippa Gojo  Foto: Peter Tümmers

 

David Helm – geboren 1990 in Weilburg a.d. Lahn, ist Kontrabassist und lebt in Köln. Bis 2015 studierte er dort an der Hochschule für Musik und Tanz bei Dieter Manderscheid, Sebastian Gramss, Dietmar Fuhr und Jonas Burgwinkel. Der mehrfache Preisträger wuchs unter dem Einfluss klassischer Vokal- und Klaviermusik auf, war Mitglied im Bundesjazzorchester und ist mittlerweile in den Bereichen Jazz und improvisierte Musik sehr gefragt. Helm war bei zahlreichen Jazzfestivals zu Gast und auf Konzertreise durch die halbe Welt.

 

JAZZ: ONE IN FOUR David Heiß hat seine Jazzkomposition, die Trajektorien, für ein Quartett eingerichtet mit Filippa Gojo, Moritz Wesp, David Helm, Salim Javaid. Leitung: David Heiß – weitere Infos/Biografisches finden Sie unter den einzelnen Künstlern.

 

Im Mai 2016 feierte der Bach-verein köln mit einer halbszenischen Aufführung von Leonard Bernsteins „Mass“ in der Kölner Philharmonie sein 85-jähriges Bestehen. Die Interpretation dieses Crossover-Werks zeugt von der Affinität des Ensembles zu Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Die traditionellen Schwerpunkte des Chors, der längst zu einem der „Spitzenchöre der Domstadt“ (KGAM) avanciert ist, liegen auf A-cappella-Chorwerken der Renaissance oder solchen mit kleiner Orchesterbesetzung sowie auf den Vokalschöpfungen von Johann Sebastian Bach. Auch über Kölns Grenzen hinaus hat sich das semiprofessionelle Ensemble einen Namen gemacht. So gastierte es 2013 erstmals in seiner Geschichte in der Leipziger Thomaskirche, wo es im Oktober gleich weitere dreimal konzertieren wird.

Bach-Verein Köln-Foto- Ralph Brünker        Bach-Verein Köln  Foto: Ralph Brünker

 

concerto con anima wurde 2007 von Ingeborg Scheerer und Andreas Gerhardus ins Leben gerufen und ging aus der „Johann Christian Bach-Akademie“ hervor. Alle Instrumentalisten blicken auf jahrelange Erfahrungen in renommierten Spitzenensembles zurück. Der Name der heute in Consortbesetzung auftretenden Formation drückt deren primäres Anliegen aus: dem „Beseelten“ in der Musik und dem „Beseelten“ im immer wieder augenblicklich entstehenden Miteinander einen angemessenen Platz zu geben. Daraus resultiert auch das hervorstechendste Merkmal des Ensembles: stilgerechte Artikulation mit subtiler Kantabilität zu verbinden und Chöre und Solisten perfekt und sensibel zu begleiten.

 

Maximilian haschemi begann seine Gesangsausbildung bei Franz Reichetseder und Thomas Neuhoff. Er studiert seit 2011 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, zunächst als Jungstudent bei Philipp Langshaw, dann bei Henner Leyhe und Mario Hoff, ergänzt durch diverse Meisterkurse. Der Bassist sang u.a. in Rossinis „Piraten fluchen nicht“ die Hauptrolle des „Funny Bone“ am Opernhaus Dortmund. Als Chorsänger gibt er regelmäßig Gastspiele in renommierten Ensembles, u.a. im Opernchor Amsterdam, der Bayerischen Staatsoper München, der Mahler Chamber Orchestra Academy und beim Bach-Verein Köln.

 

Frederik schauhoff – studiert seit 2011 bei Lioba Braun an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Der Stipendiat des Richard Wagner-Verbandes sammelte bereits Erfahrung in allen Sparten des klassischen Gesangs und trat in bedeutenden Konzertsälen des Rheinlandes auf, etwa der Kölner Philharmonie, der Tonhalle Düsseldorf, dem Konzerthaus Solingen und dem Kammermusiksaal des Beethovenhauses Bonn. Dabei konzertierte er u.a. mit Concerto Köln, Concerto con Anima und dem Bach-Verein Köln unter der Leitung namhafter Dirigenten wie Thomas Neuhoff, Marcus Creed oder Peter Kuhn.

 

Seine Sängerlaufbahn begann Scott Wellstead im Alter von acht Jahren als Knabensopran im australischen Perth. Er besuchte das Sydney Conservatorium of Music, wo er Gesang studierte. Ab 2002 nahm er am Baylis Programme der National Opera in London teil. Von 2008 bis 2011 vervollständigte er seine Studien am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Das Konzertrepertoire des Tenors umfasst sowohl Oper, Oratorium und Lied als auch Musik der Renaissance bis zur Gegenwart. Regelmäßige Konzertauftritte führen den Sänger nach Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Australien und in die Niederlande.

 

Andreas post studierte bei Soto Papulkas an der Folkwang-Hochschule Essen. Seine rege Konzerttätigkeit führt den Stipendiaten des Richard Wagner-Verbandes Köln und Preisträger des Leipziger Bachwettbewerbs weit über die Grenzen Deutschlands und Europas hinaus, etwa nach Israel, Südafrika, die Ukraine und Singapur. Der Tenor wird besonders für seine stimmschönen und eindringlichen Interpretationen der großen Evangelistenpartien von Johann Sebastian Bach sowie für seine, emotionale Tiefen auslotenden Liederabende geschätzt.

 

Der Countertenor Magid El-bushra studierte Musikwissenschaft in Oxford und Gesang am Royal College of Music London. Nach seinem Abschluss ging der Preisträger renommierter Wettbewerbe für ein Jahr nach Gent ins Internationale Opernstudio der Vlaamse Opera. Der gebürtige Sudanese ist auf internationalen Opernbühnen ebenso zuhause wie im Konzertsaal. Er verfügt über eine enorme Repertoire-Bandbreite, die sich auch im Liedfach niederschlägt. In Köln war er 2015 bei der Produktion der „Inszenierten Johannespassion“ zu erleben.

 

1999 von Musikern aus Köln und dem Ruhrgebiet gegründet, gilt e-mex als Nordrhein-Westfalens freies Spitzenensemble für die Kunstmusik der Gegenwart. Große Beachtung fanden zuletzt Konzertreisen nach China, Südkorea, Chile und in die USA. Von der vielfältigen Arbeit des Ensembles zeugen zahlreiche Kompositionsaufträge und Uraufführungen, CD- und Rundfunkaufnahmen, nicht zuletzt die regelmäßige Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten der Region, wobei die Lust an der Erprobung unkonventioneller Formen der Musikvermittlung einen besonderen Antrieb darstellt. Viele Auftritte des Ensembles suchen programmatische Bezüge zu Bildender Kunst, Schauspiel, Tanz, Literatur, Performance oder multimedialen Arbeiten. In der Kernbesetzung von zehn Musikerinnen und Musikern hat sich das Ensemble zu einem profilierten Klangkörper mit eigener musikalischer Handschrift entwickelt.

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DAVID HEIß –  1988 in New York geboren, erlebte seine Jugend sowie seine ersten musikalischen Erfahrungen in Berlin. Seit seinem Studium der Jazztrompete in Leipzig, Helsinki und Köln spielt, komponiert und arrangiert er für eigene Projekte wie beispielsweise sein Large Ensemble „Gaststätte zum heißen Hirten“. Derzeit studiert er Komposition im Master an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

David Heiß-Foto- Jochen Rolfes         David Heiß  Foto: Jochen Rolfes

 

Thomas neuhoff Stilistische Vielfalt, Neugier auf Unbekanntes und Vermittlung von Musik auch an junge Hörer – das sind die Markenzeichen des Dirigenten Thomas Neuhoff. Sein Repertoire reicht von Monteverdis „Marienvesper“ bis zu Xenakis’ „Nuits“, vom Madrigal der Renaissance bis zum Klangkosmos Gustav Mahlers. Seit Neuhoff 2002 Dirigent des Bach-Vereins Köln wurde, hat er die großen Vokalwerke Bachs mit Originalklang-Ensembles immer wieder neu erarbeitet und sich in der rheinischen Chorszene zudem durch zahlreiche Erstaufführungen profiliert, so erst kürzlich bei der fulminanten halbszenischen Aufführung von Bernsteins „Mass“ im Abschlusskonzerts des Kölner Festivals „ACHT BRÜCKEN“.

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