Mitwirkende

Ensemble amarcordBassem Hawar & Nouruz EnsembleKölner VokalsolistenAsasello Quartett Eurasians 5Ensemble Stimmwerck – Musica FiataRoland WilsonCapella Ducale – Junko UedaEnsemble VariancesFlorentin GinotChristina KubischGerhard BlumGerd SchmidtIris Rieg


kölner vokalsolisten, ein sechsstimmiges Vokalensemble, das sich bevorzugt der vokalen Kammermusik des 20. und 21. Jahrhunderts widmet. Damit setzten sie einen für diesen Klangkörper und die Kölner Region einzigartigen Schwerpunkt. Das 2007 anlässlich der Aufführung von Luciano Berios „Canticum novissimi testamenti“ gegründete Ensemble trat bei der damaligen MusikTriennale Köln unter Leitung von Marcus Creed erstmals am 3. Mai auf. Darüber hinaus widmet sich das Ensemble der Vokalmusik seit Guillaume de Machauts Messe de Nostre Dame. Seit 2014 präsentieren sie ihre a cappella-Kunst in der eigenen monatlichen Konzertreihe „Kölner Vokalsolisten am Mittag“ in der Kölner Dominikanerkirche St. Andreas. Mit Ensemble Intercontemporain, Ensemble Musikfabrik oder dem Ensemble Modern traten die Kölner Vokalsolisten unter der Leitung von Dirigenten wie Pablo Heras-Casado, Enno Poppe, Duncan Ward oder Philipp Ahmann auf. Rundfunkmitschnitte und Interviews seitens des WDR dokumentieren das Schaffen des Ensembles ebenso wie eine umfangreiche Uraufführungsliste. Zum Ensemble gehören Julia Reckendrees (Sopran), Alexandra Thomas und Dominique Aline Bilitza (beide Mezzosopran), Leonhard Reso (Tenor), Fabian Hemmelmann (Bariton) und Christian Walter (Bass).

Foto: Kölner Vokalsolisten © PALM FotograPhie

 

ensemble stimmwerck wurde 2001 in München gegründet. Mit den beiden Tenören Gerhard Hölzle und Klaus Wenk, dem Bassbariton Marcus Schmidl und dem Kontratenor Franz Vitzthum haben sich gefragte Spezialisten des Ensemblegesangs zusammengefunden. Der Name „Stimmwerck“ entstammt dem Lehrwerk „Syntagma Musicum” von Michael Praetorius und bezeichnet eine Gruppe gleicher Instrumente oder auch das, was wir heute einen „Akkord“ nennen. Vor allem die Renaissance mit ihrem schier unerschöpflichen Reichtum an Vokalmusik liegt Stimmwerck am Herzen. Intensiver Austausch mit den Musikwissenschaften und rege Forschungsarbeit in Archiven sind für das Quartett selbstverständliche Basis künstlerischen Schaffens. Zahlreiche Ersteinspielungen von Komponisten- und Codexportraits finden sich in der Diskographie des Ensembles. Zuletzt ist „Flos virginum“ erschienen, eine CD mit geistlicher Musik der „Trienter Codices“. An einer Porträt-CD Max Beckschäfer  – erschienen im Herbst 2016 – war „Stimmwerck“ beteiligt. Stimmwerck ist zu Gast bei renommierten Festivals in In- und Ausland. Im Dezember 2015 gastierte Stimmwerck zuletzt in Köln. Seit 2005 veranstaltet das Ensemble die sogenannten „Stimmwercktage” auf dem Adlersberg bei Regensburg. Dort steht das vokale Werk eines ausgewählten Renaissancekomponisten oder ein Codex im Mittelpunkt. 2011 trat zu den drei Konzerten erstmals eine „Stimm-Werckstatt“ hinzu, die dem Zuhörer in Praxis und Theorie die Welt der vokalen Renaissancepolyphonie näherbringen möchte. Ab 2015 zog Stimmwerck eine zweite Linie in die „Stimwercktage“ ein: Musik zeitgenössischer Komponisten, die als klanglicher Farbtupfer, die Alte Musik abrunden soll. Die „Stimmwercktage“ 2018 beschäftigen sich mit der Musik der Regensburger Proske-Bibliothek“, und es wird Gegenwartsmusik von Hans Schanderl (Berlin) erklingen. Mehr Informationen

 

bassem hawar und das nouruz ensemble: Das 2018 von Bassem Hawar gegründete Nouruz-Ensemble besteht aus fünf Virtuosen, die in ihren Heimatstädten Bagdad, Aleppo und Teheran die alten orientalischen Instrumente Djoze, Santur, Nai, Duduk, Quanun und verschiedene Trommeln studiert haben und heute in Deutschland leben und musizieren. Die Musiker teilen die Auffassung, dass eine zeitgenössische orientalische Kunstmusik jenseits des seit Jahrhunderten nahezu unveränderten Maqam und der ägyptisch geprägten Popmusik nur als Exilmusik im Kontakt zu anderen Musikkulturen entstehen und sich weiterentwickeln kann. Ihre  Kompositionen spiegeln einen neuen Blick auf die eigene Kultur und werden in den Konzertprogrammen mit Musik verschiedener westlicher Stilrichtungen kombiniert. Nouruz ist ein Wort, dass dem Kurdischen entlehnt, aber im gesamten arabischen Raum gebräuchlich ist. Es steht für Frühling und dient dem Ensemble symbolisch für die ersten zarten Triebe einer neuen orientalischen Musik. Für die Gründung des Nouruz-Ensemble hat Bassem Hawar lange nach Musikern gesucht, die seine Einstellung zur orientalischen Musik teilen. Der zur Zeit der Abbassiden enstandene Maqam gilt für viele irakische Musiker als das kulturelle Erbe des Irak schlechthin. Tatsächlich versammelten sich am Hofe des Kalifen Harun ar-Rashid (um 800) jedoch Künstler und Gelehrte aus dem gesamten mittleren Osten zur gemeinsamen Arbeit, lernten voneinander und inspirierten sich gegenseitig. Die Blütezeit Bagdads zur Zeit der Abbassiden war ein Ergebnis von kulturellem Austausch. Der irakische Maqam ist also keineswegs rein irakisch. Das Ensemble begeistert durch charismatisches Spiel. Neben Konzerten mit klassischem Repertoire hat das Nouruz Ensemble zahlreiche Werke uraufgeführt, die speziell für sie komponiert wurden. So z.B. von Kaija Saariaho, KenIchiro Kobayashi und Pèter Koeszeghy, dirigiert von Jukka-Pekka Saraste, Susanna Mälkki, Vladimir Jurowski, Alan Gilbert oder Christoph Eschenbach.

Die Ensemble-Mitglieder mit ihren unterschiedlichsten kulturellen Wurzeln setzen Maßstäbe in der Weiterentwicklung musikalischer Stile. Die musikalischen Sozialisierungen der einzelnen Musiker sind vielfältig:

Der kurdische Qanun-Spieler Hesen Kanjo wurde in Syrien geboren. Im Alter von 11 Jahren nahm er Akkordeon- und später Saz-Unterricht. Bei Bessill Mallah lernte er die Kunst des Qanun-Spiels. Bereits in den Jahren des Unterrichts arbeitete Kanjo an der Weiterentwicklung der traditionellen Qanun-Spielweise: Die gängige Spielweise mit zwei Fingern hat er so ausgebaut, dass er jetzt mit allen zehn Fingern zupft. Sein bevorzugtes Instrument aus seiner Qanunsammlung wurde speziell für seine eigene Spielweise (Kanjostil) angefertigt.1996 wanderte der Musiker nach Deutschland aus und konnte hier sein musikalisches Spektrum erweitern. So sind durchaus westliche Einflüsse in seinen Kompositionen zu hören. Musikalisch bewegt sich der Musiker überwiegend in der orientalischen klassischen Musik.

Foto: Hesen Kanjo  © Wiebke Heyens  

Bassem Hawar studierte am Konservatorium in Bagdad irakische und orientalische Musik mit Hauptfach Djoze. An der Universität studierte er außerdem Geige und Musikwissenschaft. Er spielte in verschiedenen, dem Kulturministerium unterstellten Formationen und dem staatlichen Sinfonieorchester. Hawar baut seine Instrumente selbst. Er entwickelte die Djoze weiter, so dass sie alle Formen arabischer und europäischer Musik spielen kann. Bassem lebt seit 2000 in Deutschland und hat sich in der freien Musikszene etabliert. Er ist Mitbegründer der Ensembles Lagash, Ahoar und Sidare, mit denen er in zahlreichen europäischen und einigen asiatischen Ländern konzertierte. Hawar spielt aktuell in zahlreichen Gruppen unterschiedlichster Musikrichtungen.

Foto: Bassem Hawar  © Wiebke Heyens

Die Sängerin Maria Jonas ist als Interpretin alter und improvisierter Musik zu erleben. Maria Jonas ist stets auf der Suche nach einer lebendigen Auseinandersetzung von jeglicher Art Musik und ist als Solistin sowie in ihren Ensembles Ars Choralis Coeln, Ala Aurea und Sanstierce zu erleben. Darum umschreibt der Begriff „Trobairitz“ ihr Wirken besser als die übliche Bezeichnung Sängerin. Die Trobairitzen waren das weibliche Gegenstück zu den Trobadors im 11. bis 13. Jh. im südlichen Frankreich. Das Wort stammt von dem okzitanischen Wort trobar: finden, erfinden. Als kreativer Geist wird Maria Jonas zunehmend auch bei der Entwicklung von Veranstaltungskonzepten zu Rate gezogen. So übernahm sie 2008 die künstlerische Leitung der interkulturellen Klangwerkstatt „Kolumba singt.“

Foto: Maria Jonas  © Wiebke Heyens

Ibrahim Keivo wurde als Sohn einer armenischen Familie in einem yesidisch-kurdischen Dorf in Nordsyrien geboren. Seine Mutter lehrte ihn seit frühester Jugend, wie Mardalli gesungen und gespielt wurden. Von den Beduinen lernte er die assyrische Kultur und die Aramdie Aram. Seine Mutter begegnet aber auch der syrischen Sprache, dem orthodoxen Christentum und der Kultur der Yeziden. Mit der Unterstützung der Familie erhielt er seine erste Buzok, eine Langhalslaute. Die Begegnung mit dem Komponisten und Musikwissenschaftler Nouri Iskandar war ausschlaggebend für Keivos eigene Forschungen zu den Musiktraditionen in Nord-Syrien. Seit 2015 lebt Ibrahim Keivo mit seiner Familie in Nordrhein-Westfalen.


Foto: Ibrahim Keivo  © Wiebke Heyens

Der iranische Komponist und Santur-Spieler Kioomars Musayyebi lernte bei dem bedeutenden Santurmeister Faramarz Payevar. Vom Filmkomponisten Farhad Fakhredini wurde er in Musiktheorie und Komposition unterrichtet. Viele Jahre lang war er als Santurspieler und Komponist in mehreren iranischen Musikgruppen tätig und konzertierte im Iran und im Ausland. 2008 gründete er eine eigene Musikschule in Teheran, die „Avay-e-Shahrzad“. Seit 2011 unterrichtet, komponiert und spielt er in Deutschland. Seit 2013 ist Musayyebi festes Ensemblemitglied beim Transorient Orchestra, der aktuell zwölfköpfigen Weltmusik-Bigband aus dem Ruhrgebiet. 2015 gründete er seine eigene Band, das Kioomars Musayyebi Quartett.
 
Foto: Kioomars Musayyebi  © Wiebke Heyens

Der Perkussionist Reza Samani wurde im Iran geboren. Bereits im Alter von zehn Jahren lernte er von seinem Bruder, Behnam Samani, die Grundlagen für das Spiel der Trommeln Tombak und Daf. Neben der Perkussion gilt sein Interesse den Blasinstrumenten wie Sorna, Karna und Neyanban. Mit namhaften Musikern wie Rahmatollah Badii, Hossein Alizadeh, Keyhan Kalhor, Alireza Ghorbani, Salar Aghili und Konstantin Wecker arbeitete Reza Samani bei internationalen musikalischen Projekten. Er lebt in Köln, unterrichtet in verschiedenen Städten Deutschlands und in anderen europäischen Ländern Tombak, Daf, Udu und Rahmentrommeln und veranstaltet regelmäßig Workshops. Seine aktuellen Projekte sind das Ensemble ZARBANG, das Cenava Trio, das Donava Duo, das Rumi Ensemble und das Ensemble Barbat.

Foto: Reza Samani  © Wiebke Heyens

Der Musiker und Flötenbauer Dominik Schneider studierte Block- und Traversflötenspiel und konzertiert auf beiden Instrumenten innerhalb Europas. Außer als Solist ist er auch mit seinen Ensembles kreativ tätig: Mit BadAntiko interagiert er zwischen den Grenzen klassischer Musik und anderer Genres. Zusammen mit der Sängerin Maria Jonas und dem Djoze Spieler Bassem Hawar präsentiert Schneider mit „Sanstierce free“ mittelalterliche Musik. Losgelöst von allen gängigen Konventionen erlebt er die völlig freie Improvisation mit dem Kölner Jazz-Ensemble für Klangkunst Määr.

 
Foto: Dominik Schneider  © Wiebke Heyens

Rageed William stammt aus dem Irak und spezialisierte sich während seines Studiums in Bagdad dabei auf die arabische Flöte Nay. William emigrierte 2001 nach Deutschland und spielte seitdem in verschiedenen musikalischen Besetzungen und Ensembles sowie in Duo-Besetzung mit seiner Frau, der irakischen Sängerin Rita William. Er gab zahlreiche Konzerte in Deutschland, Frankreich, Holland, Belgien, der Schweiz, in Ägypten und in den USA und hat an mehreren Festivals wie Ex Oriente Vox (Voice of the Orient), Eucharistischer Kongress Deutschland, Maranatha Konferenz in USA – Illinois und Michigan teilgenommen. Seine Musik ist in mehreren CD-Aufnahmen zu hören, beispielsweise in „Shoq Qalbi“ mit Rita William und „Cairo steps“ mit dem Basem Darwish Ensemble.


Foto: Rageed William  © Wiebke Heyens

Die Sängerin Rita William wurde im Irak geboren. Bereits im Alter von neun Jahren sang sie regelmäßig bei Feierlichkeiten in ihrer Schule. Ab 1998 sang sie in dem evangelischen Kirchenchor „Liebe und Frieden“ in Bagdad. Der Chor gab Konzerte in allen Regionen des Irak mit dem Ziel, die verschiedenen Religionen einander näher zu bringen. Seit 2000 ist sie mit dem Musiklehrer Rageed William verheiratet, der sie auch unterrichtet. Im Duo mit ihrem Mann hat sie sich alten christlichen Liedern auf aramäisch, arabisch und alten Dialekten der arabischen Christen gewidmet. Seit 2001 lebt sie in Deutschland und tritt regelmäßig in Kirchenkonzerten und Gottesdiensten auf.

Foto: Rita William  © Wiebke Heyens

junko ueda, (*Tokyo) studierte Klavier und Komposition (u.a. bei Jôji Yuasa) an der Tokyo University of the Arts, Satsumabiwa-Musik bei Kinshi Tsuruta sowie buddhistischen Shômyô-Gesang bei dem Tendai-Priester Kôshin Ebihara. Als Sängerin/Rezitatorin und Biwa-Spielerin hat sie zahlreiche Solokonzerte in Asien, Nordamerika und vor allem in Europa gegeben, wo sie seit 1988 abwechselnd in Amsterdam (Holland) und Granada (Spanien) lebt. Gerne arbeitet sie mit Musikern anderer Genres zusammen (u.a. mit Yo Yo Ma, Violoncello, und Wil Offermans, Flöte). Zeitgenössische Komponisten wie Jean-Claude Eloy, Qu Xiaosong und Keiko Harada haben neue Werke für ihr Lauteninstrument geschrieben. Ihre CDs mit Biwa-Musik wurden mit dem Grand Prix du Disque u.a. ausgezeichnet.

 
Foto: Junko ueda © Studio E 

 

Asasello Quartett versteht sich als europäisches Ensemble. Seit seiner Gründung im Jahre 2000 in der Kammermusikklasse von Walter Levin in Basel haben sich die Musiker nicht nur als hervorragende Interpreten des klassisch-romantischen Repertoires und der neuen Musik einen Namen gemacht. Der Studienabschluss erfolgte an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz beim Alban Berg Quartett und David Smeyers. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen sowie die Förderung eigener Projekte erlauben die Umsetzung neuer Ideen, besonderer Aufnahmetechniken und Konzertformen. Die Programme sind intelligent und anspruchsvoll, nie mainstream. Zum Ensemble gehören Rostislav Kozhevnikov (Violine), Barbara Streil (Violine), Justyna Sliwa (Viola) und Teemu Myöhänen (Cello). Zahlreiche Preise und Auszeichnungen sowie die Förderung eigener Projekte erlauben dem Quartett die Umsetzung neuer Ideen, besonderer Aufnahmetechniken und Konzertformen. Das zuletzt veröffentlichte Album „Insights“ mit den Streichquartetten von Arnold Schönberg wurde mit zahlreichen Preisen gekürt.


Foto: ASASELLO QUARTETT © HERMANN UND CLÄRCHEN BAUSS

 

Verstärkt wird das Ensemble Musica fiata bei größeren Aufführungen durch la capella ducale, die gemeinsam unter der Leitung von Roland Wilson bereits zahlreiche Werkaufführungen gespielt haben.

Musica Fiata besteht seit 1976 als Ensemble für die Aufführung der Musik des 16.und 17.Jahrhunderts auf historischen Instrumenten. Ein ausführliches Studium der Quellen zur Aufführungspraxis, der originalen Instrumente dieser Epoche und ihrer Spieltechniken führte zur Entwicklung einer sprechenden Spielweise und eines charakteristischen Klanges. Aufgrund ihrer virtuosen Aufführungen wurde Musica Fiata zu führenden Festivals in ganz Europa, aber auch nach Singapur und Mexico eingeladen. Für Aufführungen der Reformationsmesse bei Festivals in Deutschland und Polen bekam Musica Fiata Unterstützung vom Bundesministerium für Kultur und Medien. La Capella Ducale wurde 1992 von Roland Wilson als Ergänzung zu Musica Fiata gegründet, um eine stilistische Einheit bei größeren Werken zu gewährleisten. Von den Kritikern wird die außerordentlich homogene Verbindung mit dem Instrumentalklang hervorgehoben. Inzwischen haben die Ensembles 40 CDs aufgenommen.

 

musica fiata  feierte das Ensemble 2016 vierzigjähriges Bestehen. In Köln für die Aufführung der Musik des 16. und 17. Jahrhunderts auf historischen Instrumenten gegründet, gilt es als Pionier der hiesigen Alte Musik-Bewegung. Aufgrund seiner aufregenden und virtuosen Aufführungen wurde das Ensemble zu bedeutenden Festivals eingeladen, beispielsweise nach Brügge, Prag, Madrid, Utrecht, Barcelona, Venedig, Ravenna, Leipzig, Breslau, York, Mexico und Singapur (siehe auch Infos unter La Capella Ducale).


Foto: MUSICA FIATA UND CAPELLA DUCALE © MICHAL MACH

 

Ensemble Variances ist ein zeitgenössisches Ensemble. Komponist und Pianist Thierry Pécou versammelt im Ensemble Variances herausragende Solisten und Kammermusiker, um für den Zuhörer eine ganz besondere Art des Hör-Erlebens zu schaffen. Die Interpretation der acht internationalen Musiker des Ensemble Variances ist getragen von dem Rhythmus und der Kraft der Musik. Jedes der von Thierry Pécou zusammengestellten Programme wird zu einer Komposition an sich: Die Werke gehen eine musikalische Verbindung ein und werden zu einem Gesamtkunstwerk. Die Musiker spielen oftmals in Bewegung und gestalten räumliche Abläufe, so dass das Konzert zu einer Art Ritual wird. Das Ensemble Variances lädt regelmäßig Komponisten, Interpreten und Regisseure aus der ganzen Welt ein, mit ihm zu musizieren, darunter Alexander Melnikov, Klavier, Gaëlle Méchaly, Sopran, das Ensemble Resonanz, die Percussionisten Claviers de Lyon sowie die Komponisten Michael Ellison, Moritz Eggert, Lisa Bielawa, Gabriela Ortiz und Michael Ellison. Das Projekt im Romanischen Sommer wird mit 2 Sängern realisiert. Mehr Informationen

 

Mit Eurasians 5 entstand ein interkulturelles Ensemble mit dem Anspruch: Musiker*innen aus Deutschland begegnen Musiker*innen aus Polen, Iran, Usbekistan, Aserbeidschan, Bulgarien und der Ukraine. Ihnen gemein ist ein reichhaltiger Erfahrungsschatz in der Zusammenarbeit mit internationalen Künstler*innen und der damit verbundenen Offenheit gegenüber dem »Andersartigen« oder »Fremden«. So sind einige der Künstler*innen mehr mit der Kultur ihres Landes (z.B. rhythmische Vielfalt der bulgarischen Volksmusik, arabische Maquams aus dem Iran) oder einem bestimmten Idiom von Musik wie zum Beispiel dem Jazz bis hin zum Komponieren für Big Band sehr verbunden (THONELINE ORCHESTRA). Bindeglied ist ein hohes Niveau des künstlerischen Handwerks sowie die große Freude am Improvisieren!  Dabei geht es nicht darum, die Melodie einer Jazzkomposition von einer Oud mitspielen zu lassen, sondern um das gemeinsame Entwickeln von Musik bis hin zu neuen Kompositionen, was sowohl für die Akteure als auch die Zuhörer immer wieder neu und spannend ist! EURASIANS UNITY entstand ursprünglich als internationales Festivalprojekt von »Women in Jazz« unter der Leitung der Kölner Saxophonistin und Komponistin Caroline Thon. Aufgrund des großen Erfolges der ausverkauften, gefeierten Uraufführung 2014 folgte 2015 die Einladung zum TFF Rudolstadt, wo EURASIAN UNITY prompt den RUTH-Hauptpreis gewann, weil sie Völkerverständigung auf hohem künstlerischem Niveau praktizieren (so die Jury-Begründung). Im Mai 2017 produzierte EURASIANS UNITY in Kooperation mit dem Label ENJA/YELLOWBIRD seine Debüt-CD beim RBB Berlin, unterstützt von der Initiative Musik. Eurasians 5 präsentiert die Musik von EURASIAN UNITY in einer kleineren Variante ohne die Musiker aus Usbekistan, Aserbeidschan und dem Iran und ist eine Chance für kleine Bühnen und Budgets, um das Projekt vorstellen zu können.


Foto: caroline thon © peter tümmers

Die Ensemble-Mitglieder im Überblick:

Negar Booban ist eine iranische Oud-Spielerin. Sie studierte in Teheran Architektur mit der Spezialisierung auf Akustik-Design für persische Musik, Musik und musikalische Akustik. Zusätzlich erhielt sie Unterricht bei dem renommierten iranischen Oud Meister Mansur Narimanim im persischen Radif, einer Sammlung traditioneller melodischer Figuren, die sich über mehrere Generationen durch mündliche Weitergabe von Meistern (Ostads) an ihre Schüler erhalten haben. Booban verschreibt sich überwiegend der Improvisation, sei es auf die traditionelle iranische Weise des Dastgah-Konzeptes oder auf freie Improvisation über Themen unterschiedlicher Herkunft.

Der in Deutschland lebende Jazzmusiker Alex Morsey – mazedonischer Herkunft – gilt als profilierter Jazzbassist. Er wirkt als Kontrabassist, Tubist und Komponist. Er war mehrfach bei Jugend jazzt erfolgreich, wurde Mitglied des Landesjugendjazzorchesters NRW und später des Bundesjazzorchesters. Bis 2000 studierte Morsey an der Folkwang-Hochschule Essenbei Gunnar Plümer und John Goldsby, an der er anschließend bis 2003 eine Lehrtätigkeitin den Fächern Musiktheorie, Gehörbildung und Jazzchor ausübte. Morsey absolvierte internationale Tourneen und Gastspiele mit dem Jazztrompeter Matthias Schriefl.

Feruza Ochilovaist eine bekannte Sängerin und Musikerin im Bereich der traditionellen Musik Usbekistans. Ochilova stellt die Musiktraditionen Bukharas in den Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit: Bukhara ist die legendäre Wüstenoase an der Seidenstraße, seit dem 16. Jahrhundert Sitz eines der mächtigsten Emire Zentralasiens, Stadt mit hunderten religionsphilosophischen Schulen und multikulturelles Zentrum. Hier trafen vorislamische und islamische Elemente auf die ethnischen Gruppen und Völker wie Juden, Hindus, orthodoxe Russen, Perser, Mongolen und Koreaner. Als Sängerin praktiziert Ochilova den zentralasiatischen Untertongesang „vazi khanaqai“. Sie spielt die traditionellen Instrumente Dutar und Doira.

Veronika Todorova aus Bulgarien begann mit sechs Jahren, Akkordeon zu spielen. Seit 2003 lebt sie mit ihrer Familie in Deutschland. 2007 erschien ihre erste CD „Rosso“: Eine feurige Mischung aus Tango, Jazz und Balkan Musik. 2005 gründet sie mit dem Schlagzeuger Axel Spreitzer und dem E-Bassisten Detlef Görke die „Veronika Todorova Band“. Tango, Jazz und Balkan Musik sind nur drei der vielen hochmusikalischen Stile, die von der Band harmonisch und rhythmisch auf exzellente Weise dargeboten werden.

Die Saxofonistin und Komponistin Caroline Thon studierte klassische Instrumentalpädagogik sowie Komposition und Saxofon in Köln. Entsprechend ihrer vielschichtigen Ausbildung ist sie sowohl als Instrumentalistin als auch als Komponistin Grenzgängerin zwischen modernem Jazz, zeitgenössischer Musik aber auch Rhythym´n Blues. Vom Europäischen Musikfestival in Stuttgart erhielt sie 2008 einen Kompositionsauftrag zur Bearbeitung der „Kunst der Fuge“ aus der Sicht des Jazz. 2009 gründete sie ihre eigene Big Band, das Thoneline Orchestra, mit dem sie schon mehrere erfolgreiche Festivalauftritte absolvierte und im Juli 2011 die in Kooperation mit dem Deutschlandfunk und der Initiative Musik produzierte Debüt-CD „Panta Rhei“ veröffentlichte.

Roland Wilson studierte Trompete am Royal College of Music in London und Zink am Koninklijke Konservatorium in Den Haag. Als Gründungsmitglied und Leiter von Musica Fiata spielte er bei führenden Festivals in ganz Europa. Außerdem gastierte er häufig bei anderen renommierten Ensembles. Seine Arbeit dokumentieren zahlreiche CDs bei Sony Classical, Deutsche Harmonia Mundi, CPO und Pure Classics. In den letzten Jahren arbeitete Wilson überwiegend als Dirigent von Barockmusik von Gabrieli bis Bach und Vivaldi. Seine Aufführungen sind gekennzeichnet durch die Kombination von historischer Genauigkeit mit künstlerischer Inspiration. 


Foto: ROLAND WILSON © MICHAL MACH 

 

ensemble Amarcord, Wolfram Lattke, Robert Pohlers , Frank Ozimek, Daniel Knauft und Holger Krause sind immer unterwegs – nicht ausschließlich, um in die Ferne zu schweifen: sie haben mittlerweile 50 Länder kennengelernt, sind durch musikalische Stile, Genres und Zeiten gewandert und haben die zahllosen Geheimnisse der menschlichen Stimme erkundet. Ob Europa, Amerika, Asien, Afrika oder Australien, die Leipziger Gesangsakrobaten trotzen Jetlag und Höhenkoller und scheuen weder Kulturschock noch polyglotte Verwirrnisse. Unterwegs mit Noten, Lupe, Fernglas und Sonnenbrille entdecken sie Neues oder auch Altes, was bisher übersehen wurde, wagen sich auf unbekanntes Terrain und leuchten oft den letzten Winkel aus. Ihrem Publikum berichten sie davon dann auf ihre unnachahmliche Weise. Mit schlichtweg perfekter Abstimmung von Phrasierung, Aussprache und Dynamik, als seien sie seit jeher füreinander bestimmt, loten sie die ganze Skala an Ober – und Zwischentönen von knallhart bis samtweich, von witzig – charmant bis aphrodisierend lasziv aus, um im nächsten Moment das Auditorium mit einem reinen Akkord widerstandslos zu verzaubern. Erreichen können das nur durch die Entfaltung der einzelnen fünf stimmlichen Charaktere in all ihren Nuancierungen. Seien es komödiantische Eskapaden, gespickt mit Grimassen und Geräuschen, seien es Ausflüge in die geheimnisvolle, archaische Welt des einstimmigen Gesangs: Die Zuhörer reisen mit. Mehr Informationen


Foto: ENSEMBLE AMARCORD © NICK BEGBIE

 

Florentin Ginot  konzipierte sein Projekt „Gesicht“ im Rahmen einer europäischen und internationalen Zusammenarbeit. Seit 2015 ist Florentin Ginot Mitglied der Musikfabrik Köln. Als Absolvent des Pariser Konservatoriums hat sich der Künstler kontinuierlich Projekten zugewandt, die mit Solorepertoire und szenischen Darstellungen verknüpft werden. Er wurde mit seinen Gesamtkunstwerken bereits in Europa und Südamerika vielfach eingeladen und führt diese auch mit unterschiedlichen Ensembles auf wie Ensemble Modern (Frankfurt), Intercontemporain (Paris) oder CrossingLines (Barcelona) und tourt mit verschiedenen Konzerten mit IRCAM. 

Der ausgebildete Kontrabassist Ginot erarbeitet Programme sowohl für sein Instrument oder/und auf der Grundlage und in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Komponisten wie Helmut Lachenmann, Georges Aperghis, Rebecca Saunders und bezieht verschiedene Ausdrucksformen wie Tanz, Darstellende Kunst und Bildhauerei, Licht und Klang in seine Aufführungen mit ein. Seine aktuelle Performance-Installation Gesicht hat Ginot zusammen mit dem vielseitig künstlerisch ausgebildeten Künstler und Choreografen Frédéric Stochl und dem in Brasilien gebürtigen Komponisten und Sound-Installateur-Spezialisten Michelle Agnes realisiert.

Der Kontrabassist Frédéric Stochl tritt sowohl als Musiker als auch als Tänzer auf. Er nutzt seine interdisziplinäre Ausbildung, um szenische Aufführungen zu inszenieren und Choreografien zu entwerfen. Von1980 bis 2013 war Stochl Mitglied Ensemble Intercontemporain. Darüber hinaus trat er als Solist mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France und dem Orchestre National de France auf und interpretierte zeitgenössische Werke von Franco Donatoni, Klaus Huber und Emmanuel Nunes. Er war Dozent für Kammermusik am Conservatoire de Paris, an dem er zudem einen instrumentalen Theater Workshop leitete, und Dozent für Tanz am Conservatoire National Supérieur de Strasbourg.

Die brasilianische Komponistin und Pianistin Michelle Agnès Magalhaesbegann ihre Ausbildung als Pianistin. Später studierte sie Improvisation und Komposition, das Klavier spielt in ihren Werken eine zentrale Rolle. In ihren Kompositionen ordnet Magalhaes den klassischen Instrumenten neue Spielweisen zu, die Klänge aus der Vergangenheit, der Volksmusik oder von nicht realen, surrealistischen Instrumenten evozieren und verbindet so Erinnerung und Imagination. Ein Stipendium des Harvard University Radcliffe Institute ermöglicht ihr aktuell, Studien über die akustischen Aspekte des Klaviers anzustellen und ihr erstes Klavierkonzert zu komponieren. Sie ist zudem in diesem Jahr „Composer in residence“ am IRCAM in Paris.

Mehr Informationen über Florentin Ginot


Foto: Konzeptentwickler und Instrumentalist Florentin Ginot © Florentin Ginot

Christina Kubisch wurde 1948 in Bremen geboren, studierte Malerei, Musik und Elektronik in Hamburg, Graz, Zürich und Mailand. Auf Performances und Videokonzerte in den siebziger Jahren folgten seit Beginn der achtziger Jahre raumbezogene Klanginstallationen, Lichträume und Arbeiten im öffentlichen Raum. Zahlreiche elektro-akustische Kompositionen und Radioproduktionen. Seit 2003 erneut Live-Auftritte. Nationale und internationale Stipendien und Auszeichnungen, u.a. Preisträgerin des Kulturkreises im BDI 1988, Arbeitsstipendium Kunstfonds Bonn e.V. 1990, Arbeitsstipendium des Senats von Berlin 1995, Carl Djerassi Honorary Fellowship, USA 2000, Ehrenpreis des Deutschen Klangkunstpreises 2008, SR Medienkunstpreis 2009, Stadtklangkünstlerin Bonn 2013.

Das für den Museumsgarten Schnütgen realisierte Projekt wurde mit der Klangkunstreihe soundwaves 2017-18 ermöglicht, kuratiert von Georg Dietzler (www.gerngesehen.de). Anliegen der Klangkunstreihe ist es, Interpretationen von Lautsprechern als Instrument vorzustellen. Die für soundwaves entwickelten Klangstücke entstanden aus Lautsprechersystemen wie beispielsweise unterschiedlichste Konsumlautsprecher in privaten Wohnungen, ein Designlautsprechersystem sonic chair, wetterfeste Mehrkanal-Lautsprecher und neu entwickelte Lautsprecher-Skulpturen. Diese Lautsprecher dienen als Instrument, die sich aus der Klang- und Materialforschung heraus entwickelten. Auf diese Weise können Raumakustik, Schallreflektionen durch unterschiedliche Lautsprecher zu Klanginstallationen verschmelzen und es wird erfahrbar, welche Einflüsse die Architektur oder öffentliche Plätze auf inszenierte Hörerlebnisse haben.

Christina Kubisch gehört zur ersten Generation der Klangkünstlerinnen. Die ausgebildete Komponistin hat zur Realisierung ihrer Installationen Techniken wie die elektromagnetische Induktion künstlerisch weiterentwickelt. Seit 1986 tritt in ihren Arbeiten das Licht als gestalterisches Element zur Arbeit mit Klang hinzu. In den 80er Jahren versuchte Christina Kubisch noch, das leise Brummen der Stromkabel aus den Kopfhörern herauszufiltern, die sie für ihre Installationen mit elektromagnetischer Induktion verwendete. Die ständige Zunahme und Verbreitung von „ungewollten“ elektrisch erzeugten Klängen wurde dann im Jahr 2003 Auslöser für einen neuen Zyklus von Arbeiten: Electrical Walks. Mit besonders empfindlichen Kopfhörern werden dabei die Klänge ober- und unterirdischer elektrischer Ströme nicht unterdrückt, sondern im Gegenteil bewusst verstärkt und hörbar gemacht. Die Palette dieser Geräusche, ihre Klangfarben und Lautstärke variieren von Ort zu Ort, von Land zu Land. Eines haben sie gemeinsam: sie sind überall, auch dort, wo man sie nicht vermuten würde. Lichtsysteme, Transformatoren, Diebstahlsicherungen, Überwachungskameras, Handys, Computer, Aufzüge, Straßenbahnleitungen, Antennen, Navigationssysteme, Bankautomaten, Leuchtreklamen, Elektrogeräten etc. bilden Stromfelder, die wie unter einem Tarnmantel versteckt und doch von unglaublicher Präsenz sind.

Einzelausstellungen in Museen und Galerien in Europa, Asien, Australien, Nord- und Südamerika. Teilnahme an zahlreichen internationalen Festivals und Gruppenausstellungen, u.a. Pro Musica Nova, Bremen 1976 und 1980, Für Augen und Ohren, Berlin 1980, Biennale von Venedig 1980 und 1982, documenta 8, Kassel 1987, Ars Electronica, Linz 1987 und 2010, Steirischer Herbst, Graz 1987, Biennale of Sydney 1990, Biennale of Nagoya 1991, Donaueschinger Musiktage 1993 und 1997, Sonambiente, Berlin 1996 und 2006, Klangkunstforum Parkkolonnaden, Berlin 1999, Sonic Boom, London 2000, Visual Sound, Pittsburgh 2001, Singuhr Hörgalerie, Berlin 2002, Activating the Medium, San Francisco 2003, sounding spaces, Tokyo 2003, Resonanzen, ZKM, Karlsruhe 2005, Her Noise, London 2005, B!AS International Sound Art Exhibition, Taipei 2005, Stockholm New Music 2006, Invisible Geographies: Sound Art from Germany, New York 2006,Huddersfield Contemporary Music Festival 2007, Soni(c)loud, Mexico City 2008, RUHR2010, Kulturhauptstadtprojekt Ruhrgebiet 2010, Salon Urbain de Douala, Kamerun 2010, gateways, Art and Networked Culture, Tallinn, 2011, White Walls Have Ears, Hong Kong 2012 Sound Art. Klang als Medium der Kunst, ZKM Karlsruhe 2012, bonnhoeren, Beethovenstiftung Bonn, 2013, festival NOW, Essen 2014, blurred edges festival, Hamburg, 2015. Seit 1975 Veröffentlichungen von Schallplatten, Kassetten und CDs u.a. bei Cramps Records, Auf dem Nil, Edition RZ, Ampersand, Semishigure, Die Schachtel, Olof Bright, Important Records, Gruenrekorder.
Gastprofessuren in Maastricht, Paris, Berlin und Oxford. Von 1994 bis 2013 Professorin für Audiovisuelle Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saarbrücken. Seit 1997 Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Mehr Informationen


Foto: Christina Kubisch © Gothenburg

 
Fotos:  Urban nature göteburg 2002 (links) und the bird tree 1987-2007 Daejon/korea (rechts)
© beide: CHRISTINA KUBISCH

 

Gerhard Blum studierte Kirchenmusik, Orgel, Cembalo und Dirigieren in Köln, Saarbrücken und Stuttgart. Zu seinen Lehrern zählten Michael Schneider, Hugo Ruf, Daniel Roth, Jon Laukvik und Volker Wangenheim. Von 1985 bis 2010 war Blum Kantor an St. Kunibert in Köln und initiierte und begleitete den dortigen Bau der Orgel (1993). Seit 2010 ist Blum Angestellter der Pfarrei St. Agnes. Blum hat u.a. das gesamte Bach‘sche Orgelwerk sowie die französischen Orgelsymphonien aufgeführt. Zusätzlich zu seinem Musikstudium hat Blum noch Kunstgeschichte und Musikwissenschaft an der Universität zu Köln studiert und forscht zu Bach und der französischen Romantik.

 

Gerd Schmidtstudierte an der Musikhochschule des Saarlandes Kirchenmusik und Musikerziehung. 1989 schloss er an der Folkwang-Hochschule Essen die Dozentenkurse Gregorianik bei Godehard Joppich, Johannes Berchmans Göschl und Luigi Agustoni ab. Er besuchte Orgel-Kurse bei Peter Bares, Daniel Roth und Marie-Claire Alain. Seit 2001 ist Schmidt als „Seelsorgebereichsmusiker rund um den Chlodwigplatz“ tätig.

 

Iris Rieg ist Kirchenmusikerin und seit 2011 freiberufliche Organistin, Pianistin und Komponistin. Sie gibt Konzerte in Notre Dame de Paris, in den Domen und Kathedralen zu Brixen, Köln, Ulm, Berlin, Brüssel, Riga, Schleswig, Altenberg, Fulda, Dresden, Brandenburg, Blackburn, Edinburgh, Coventry u.v.m. Seit 2010 ist Rieg 2010 Dozentin an der Erzbischöflichen Musikschule des Kölner Domchores für Orgel, Improvisation und Klavier und seit 2012 Lehrbeauftragte an der Universität zu Köln. Ihre Solo-CDs erhielten Höchstnoten der Kritik. Ihr wurden mehrere Orgelwerke gewidmet, u.a. von Harald Weiss, Ludger Vollmer. In 2018 erscheint beim Verlag Bärenreiter ihre Improvisationschule.