SO 03.06

Sonntag

03. Juni 2018


15
Uhr

museum schnütgen / st. cäcilien
On Air für den Garten St Cäcilien, RE-INSTALLATION, Köln 2018
Elektromagnetische Induktion, Kabelverspannung und Hörwürfel-Kopfhörer

(Laufzeit bis So, 01.07.2018)

Christina Kubisch

Die Grundidee von Klangräumen ist es, dem Betrachter/Zuhörer individuelle Zeit- und Bewegungsräume zur Verfügung zu stellen. Die Übertragung von Klängen wird dabei durch sich begegnende und überlagernde magnetische Felder ermöglicht. Diese entstehen einerseits durch im Raum verspannte elektrische Kabel, in denen die Klänge zirkulieren, andererseits durch speziell entwickelte Empfänger mit eingebauten Spulen und Verstärkern. Zunächst waren dies kleine kubische Würfel, später selbst entworfene kabellose magnetische Kopfhörer, mit denen die Besucher die Klänge in den Kabeln empfangen konnten. Die Kabel bilden einen visuellen und zugleich einen akustischen Raum.

Die musikalischen Sequenzen können durch die Körperbewegung des Hörers in immer wieder neuen Variationen erfahren werden, selbst eine leichte Kopfbewegung erzeugt unterschiedliche Klangfolgen. 

Das System der elektromagnetischen Induktion, das Chistina Kubisch ständig technisch und künstlerisch weiterentwickelt hat, wurde zum Ausgangspunk für ihre Klanginstallationen, die seit 1980 in Europa, Asien, Nord- und Südamerika und Australien realisiert wurden.

Eintritt: museumsticket inklusive Klanginstallation (Öffnungszeiten des musuems beachten)

 
 FOTO: christina kubisch bei einer Installation 2002  © gothenburg


18
Uhr

st. ursula
Missa Pascale 

PIERRE DE LA RUE (ca. 1460/70-1518)

ENSEMBLE AMARCORD 
Wolfram Lattke, Tenor
Robert Pohlers, Tenor
Frank Ozimek, Bariton
Daniel Knauft, Bass
Holger Krause, Bass

WDR-Mitschnitt (Sendetermin voraussichtlich 11.07.18)

Mit schlichtweg perfekter Abstimmung von Phrasierung, Aussprache und Dynamik, als seien sie seit jeher füreinander bestimmt, lotet das ensemble amarcord die ganze Skala an Ober – und Zwischentönen aus, um im nächsten Moment das Auditorium mit einem reinen Akkord widerstandslos zu verzaubern. Pierre de la Rue ist einer der letzten großen Meister der franko-flämischen Polyphonie – das Ensemble entführt meisterhaft in die Blütezeit und Hochkultur der Renaissance.

VVK: 22 € / ermässigt 15 € 

Tickets kaufen

FOTO: ARMARCORD – DOTS CRUSHED © NICK BEGBIE


20
Uhr

museum für angewandte kunst köln
Gesicht

PERFORMANCE-INSTALLATION 

Florentin Ginot, Konzeption und Kontrabass
Frédéric Stochl, Choregraphie
Michelle Agnès Magalhaes / Florentin Ginot, Klangkomposition
Alissa Maestracci, Bühne und Skulpur
Marie-Hélene Pinon, Licht-Design
Frédéric Stochl / Florentin Gingt, Performance

Gesicht ist eine 2016 uraufgeführte Inszenierung von Florentin Ginot, in der sich bildnerische, musikalische und choreographische Ideen auf immer wieder neuen, ungewohnten Wegen begegnen, einander kreuzen, berühren, zwingen, die Richtung zu ändern. Als einstündiges Konzert ist Gesicht ein Duett von zwei Darstellern, einem Musiker und einem Tänzer, der auf einer Bühne auftritt, auf der sich das Publikum mit den Gipsstatuen vermischt.

Gesicht beschwört menschliche Gewalt und ihren Widerhall in der Körperlichkeit der Statuen, der Performer und schließlich des Publikums. Durch musikalische, choreografische und visuelle Mittel, auch Dokumentarfilme, führen die beiden Darsteller das Publikum in einen miteinander geteilten und interaktiven Raum, um dort die Anfänge von Gewalttaten in unserer Geschichte zu ergründen.

Das Publikum betritt eine Welt voller komplexer Klänge, voller Sand und Skulpturen mit gefrorenen und beschädigten Körpern. Dabei kommt es zur Begegnung mit den beiden Musikern, dem Performer und dem Tänzer, neben undeutlichen menschlichen Formen.

Das Projekt wird im Rahmen einer europäischen und internationalen Zusammenarbeit konzipiert. Die verschiedenen Schritte des Schreibens, der Schöpfung und der Produktion finden in Deutschland, Frankreich und Belgien statt. 

Howknow production. Unterstützt von der Kunststiftung NRW in Zusammenarbeit mit ON-Neue-Musik Köln.

NUR ABENDKASSE 15 € / ERMÄSSIGT 10 €


FOTO: performance installation gesicht, S t a t u e
© Alissa maestracci (aus: Projektbeschreibung 2017-2018)