MI 06.06

Mittwoch

06. Juni 2018


13
Uhr

st. Andreas
Romanische Mittagspause – My spirit sang all day
Benjamin Britten, Gavin Bryars, John Tavener u.a.

KÖLNER VOKALSOLISTEN

Wenn die Kölner Vokalsolisten mit ihrem A-cappella-Gesang mit Werken des 20. Jahrhunderts das Publikum in ihren Bann ziehen, wird die perfekte Stimmbeherrschung zum Hör-Erlebnis vom Allerfeinsten.

VVK 15 € / ermässigt  10 €

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Foto: kölner vokalsolistEN © Palm photographie


18
Uhr

ST. georg
Noch tastend 
jay schwartz (*1965), „Music for String Quartet“ (2017) (deutsche Erstaufführung)
Lisa Streich (*1985): „(Engel …) noch tastend“ für Streichquartett (2013/15) (deutsche Erstaufführung)

ASASELLO QUARTETT

WDR-Mitschnitt (Sendetermin voraussichtlich 28.06.2018)

VVK 15 €, ERMÄSSIGT 10 € 

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FOTO: ASASELLO QUARTETT © Hermann und clärchen bauss


10-18
Uhr

museum schnütgen / st. cäcilien / GARTEN

Vernissage: On Air, RE-INSTALLATION, Köln 2018/1984 
Elektrisches Kabel, elektro-magnetische hörwürfel, zehnkanalige komposition

(Ausstellungsdauer Di, 05.06. bis So, 01.07.2018)

Christina Kubisch – ON AIR

Im Garten des Museum Schnütgen durchziehen grün-gelbe Elektrokabel wie Schlingpflanzen die Zweige der langen Buchenhecke, direkt über der langen Sitzbank, die zum Verweilen und Hören einlädt. Die Klanginstallation „On Air“ ist eine Arbeit mit einer Übertragungstechnik, die Kubisch Anfang der 80er Jahre speziell entwickelt hat. Kleine modifizierte Telefonverstärker, eingebaut in ein kubisches Gehäuse, übertragen eine zehnkanalige elektro-akustische Komposition über ein System von im Raum verspannten Kupferkabeln, die einen visuellen und gleichzeitig akustischen Raum bilden. Die Würfel können entweder direkt ans Ohr gehalten oder auch mit den Händen zwischen den Kabelfeldern bewegt werden. Je nach Nähe zu den induktiven Kabelschleifen und eigenen Bewegungen ergeben sich immer neue Überlagerungen von Klängen, selbst eine minimale Körperbewegung erzeugt unterschiedliche Klangfolgen. Besucher/innen werden zu einem „Mixer“, denn Stücke lassen sich individuell zusammenstellen, kompositorische Parameter wie Klangdichte, -farbe und -lautstärke selbst bestimmen – atmosphärisch zudem beeinflusst von Wetter, Umweltgeräuschen und Verweildauer im Garten, die ganz individuelle Klangzeit-Komposition-Intervalle erzeugen.


FOTOs: Hörwürfel, die Klänge erzeugen: „Hör-Wandeln“ im Museumsgarten Köln  © Reinhard Doubrawa

Für die Arbeit im Garten des Museums wurden die Hörwürfel nach 34 Jahren neu gebaut und erstmals seit 1984 wieder eingesetzt. Viele Arbeiten, die mit der Hörwürfel-Technik entstanden, beinhalten Naturklänge. „On Air“ lässt in dieser Re-Installation ausschließlich verschiedenste Vogelstimmen hörbar werden. Die grün-gelben Elektrokabel, die schlingpflanzenartig den Garten durchziehen, laden zum Verweilen und Hören ein, denn jede der zehn Kabelspulen enthält andere Vogelgesänge, die sich bei Entlanggehen mit den Hörwürfeln mischen. Einige dieser Stimmen mögen so fremd und unbekannt erscheinen, dass man sie für künstliche Konstrukte halten könnte. Was ist echt, was ist falsch? Echte Vögel sind im Museumsgarten selten zu hören, dafür mischen sich als Begleitung zu den Vogelstimmen die leisen Stromklänge der vorbeifahrenden Straßenbahnen, die ebenfalls von den Magneten der Hörwürfel empfangen werden.

   
FOTOs: Die Künstlerin Chiristina Kubisch (links) und die Hörwürfel, die Klänge erzeugen (rechts)  © Reinhard Doubrawa

Christina Kubisch gehört zu ersten Generation der Klangkünstlerinnen. Die ausgebildete Komponistin hat zur Realisierung ihrer Installation Techniken wie die elektromagnetische Induktion künstlerisch weiterentwickelt. Das System der elektromagnetischen Induktion, das Chistina Kubisch ständig technisch und künstlerisch weiterentwickelt hat, wurde zum Ausgangspunk für ihre Klanginstallationen, die seit 1980 in Europa, Asien, Nord- und Südamerika und Australien realisiert wurden. Seit 1986 tritt in ihren Arbeiten das Licht als gestalterisches Element zur Arbeit mit Klang hinzu. 

In Zusammenarbeit mit der Klangkunstreihe soundwaves 2017-18, kuratiert von Georg Dietzler (www.gerngesehen.de) . Dank allen Förderern: Musikfonds e.v. mit projektmitteln der beauftragten der bundesregierung für kultur und medien, kunststiftung NRW, kulturamt der stadt köln und den kooperationspartnern museum schnütgen und 30 jahre romanischer Sommer.

Eintritt: museumsticket inklusive Klanginstallation (Öffnungszeiten des musuems: Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr sowie am Do, 07.06.2018 von 10-22 Uhr)