Der Romanische Sommer Köln 2022

Wieder zurück: 15 Live-Konzerte vom 19. bis 24. Juni 

MUSIKFESTIVAL ZWISCHEN TRADITION UND AVANTGARDE
IN DEN AKUSTISCHEN WUNDERKAMMERN KÖLNS

Liebe Freundinnen und Freunde des Romanischen Sommers,

die zwölf romanischen Kirchen Kölns sind ein lebendiger Kunstschatz im Herzen der Stadt. Einzigartig in ihrer Dichte und Vielfalt gehören sie untrennbar zu Köln und zählen zu den bedeutendsten Sakralbauten Westeuropas. Im ROMANISCHEN SOMMER KÖLN machen wir sie seit schon über dreißig Jahren immer zu Beginn des Sommers zur Bühne für Musikerlebnisse, die nur hier und nirgendwo sonst ihre besondere Wirkung entfalten können. Konzerte und Begegnungen bis spät in die Nacht, internationale Künstler und ein Rezeptur-Mix, der den Raum in Musiken zwischen World, Jazz, Avantgarde und Alter Musik in besondere Schwingung versetzt.

Nach den letzten beiden Ausnahmejahren kehrt nun der ROMANISCHE SOMMER 2022 unter dem Motto SCHWINGEN ab Sonntag, 19. Juni bis Freitag, 24. Juni mit herausragenden Interpreten der Kölner Musikszene sowie internationalen Künstlerinnen und Künstlern in die einzigartige Architektur und Akustik der romanischen Kirchen der Stadt zurück. Der Kartenvorverkauf hat gestartet, nun kann es also losgehen. Freuen Sie sich mit uns darauf!

Ihre

Maria Spering und das Team des Romanischen Sommers

 

News

 


 

Neuigkeiten zu kommenden Sendeterminen und mehr 


Der Kartenvorverkauf für den Romanischen Sommer 2022 hat gestartet! 
Alle Konzerte, für die ein Vorverkauf angeboten wird, sind ab jetzt buchbar über KölnTicket.

Einzelkartenreservierung und der Festivalpass für 15 Einzelkonzerte 120 € / ermäßigt 90 €
unter 01522 / 66 93 403  kontakt@romanischer-sommer.de

Um aktuell informiert zu werden, bestellen Sie auch den Newsletter des Romanischen Sommers.

Flyer-Download: Das Faltblatt zum Programm 2022 gibt es hier zum Download!

 

Programm

 


 

Schwingen

Romanischer Sommer Köln 2022

Leben ist Resonieren! Alles findet Echo und Resonanz, trifft auf Nach-, Wider- und Wiederklingen. Schwingungen übertragen sich von Mensch zu Mensch, Ort zu Ort, Instrument zu Instrument. Manches prallt ab, anderes dringt ein, klingt weiter und tönt verwandelt zurück. Instrumente, Singstimmen, Gebäude und Medien formen den Klang durch Volumen, Material, Architektur. Und wie in diesen Mikrokosmen grollt im Makrokosmos des Weltraums bis heute die gewaltige Explosionswelle des Urknalls als fernes Echo nach – zumindest für hellhörige Radioteleskope.

Die romanischen Kirchen Kölns sind Orte von einzigartiger Spiritualität, Architektur und Akustik. Seit tausend Jahren erklingen hier gregorianische Choräle und antiphonale Wechselgesänge. Später waren es die Vokalpolyphonie der Renaissance und die venezianische Mehrchörigkeit. Seit 1988 lässt das Festival ROMANISCHER SOMMER KÖLN diese Bauwerke auch sympathetisch mit gänzlich anderen Arten von Musik schwingen, mit Orgel- und Barockmusik, Klassik, Improvisierter, Globaler und Neuer Musik, Elektronik und Klangkunst. Über Epochen- Stil- und Landesgrenzen hinweg treten renommierte Kölner und internationale Ensembles, Solistinnen und Musiker in interkulturelle Dialoge mit diesen Räumen.

Klänge und Rhythmen versetzen uns mental und körperlich in Bewegung, lassen uns vibrieren, wippen, tanzen, erhöhen Geist, Herzschlag, Atemfrequenz, Hautwiderstand. Musik wurde daher immer schon als ein Medium der Verwandlung und Transzendenz erlebt. Sie bringt etwas in uns zum Schwingen. Dieses Jahr erschüttern uns bis zu acht Posaunen und lässt das Synthesizer-Quartett monopass weit gespannte Drones durch den Raum fliegen. Bei anderen Konzerten und der ROMANISCHEN NACHT erklingen Barock-Consort, Chöre, Cembalo, E-Gitarre. Klarinettenduo, Saxophonquartett, Jazzchor- und orchester, arabische und persische Instrumente… Alles schwingt. Schwingen Sie mit!

Rainer Nonnenmann

Konzerte am Sonntag, 19. Juni 2022
Konzerte am Dienstag, 21. Juni 2022
Konzerte am Mittwoch, 22. Juni 2022
Konzerte am Donnerstag, 23. Juni 2022
Konzerte und Romanische Nacht am Freitag, 24. Juni 2022

 

Sonntag, 19.06.2022

 


17
Uhr

ST. Ursula

horizons – der geist weht, wo er will

Im Eröffnungskonzert des Romanischen Sommers lässt das international ausgezeichnete Vokalensemble Singer Pur den „Geist“ durch alle Ecken der Welt wehen. Geist lässt sich nicht einfangen, dogmatisieren oder institutionalisieren: er weht eben, wo er will. Oft bewegt uns „Geist-Erfülltes“ aus ganz anderen Kulturen, ohne dass wir die Sprache verstehen oder viel über die Kultur wissen. Weit über kulturelle und religiöse Grenzen verbindet das Prorgamm Weltreligionen, Regionen und Kulturen. Wir begegnen hebräische Psalmen aus dem Italien der Renaissance von Salomone Rossi, dem Briteb Ivan Moody, der sich durch mittelalterliche deutsche, griechische und kirchenslawische Elemente inspirieren lässt, und Palestrina mit Vetonungen alt-jüdischer Lamentationen für die katholische Kirche. Dazu gießen Komponisten aus der islamischen Tradition und aus Israel, China, Afrika und Indien ihren Geist in das Füllhorn des grenzenübergreifend Begeisterndem. Lassen Sie sich durch Fremdes und Vertrautes wehen!

Programm:
Hildegard von Bingen (1098 -1179): O pastor animarum                                         
Anna S. Þorvaldsdóttir (*1977): Heyr Þú Oss Himnum Á                                 
J.S.Bach (1685-1750): Auf, auf, mein Herz mit Freuden                        
Ludwig Senfl (ca. 1490 -1543): Media Vita                                                      
Salomone Rossi (ca. 1570–1630): Schir hammaālot ledavid (Psalm 124)                         
Mohammed Fairouz (*1985): Du’a for the Closing of the Eyes of the Dead (aus: „Different Ways to Pray)
Dominique Phinot (ca. 1510 – ca. 1555): Surge, propera amica mea                    
Joanne Metcalf (*1958): Among dark Whirlwinds         
Arvo Pärt (*1935): Most Holy Mother of God
Pedro de Escobar (1465 – 1535): Virgen bendita sin par                                     
J.S.Bach (arr. Christophe Yunès): Der Tag ist hin                                                
Arvo Pärt: Memento                     
Sting (*1951, arr. Hans  Schanderl): A Thousand Years                                           
Kwang-Hee Kim (*1950, arr. Junghae Lee): Senoya Senoya                                   
Xhosa Traditional (arr. Ralf  Schmitt): Ndikhokhele Bawo                                                                                                                    

Singer Pur
CLAUDIA REINHARD, Sopran
CHRISTIAN MEISTER, Tenor
MARKUS ZAPP, Tenor
MANUEL WARWITZ, Tenor
JAKOB STEINER, Bariton
FELIX MEYBIER, Bass

Abendkasse und VVK 20 Euro (ermäßigt 15 Euro)
zum Ticketkauf über Kölnticket


 

Dienstag, 21.06.2022


10-18
Uhr

Garten von St. Cäcilien / Museum Schnütgen

HERBAL – Kinetische Klanglandschaften für den Heilkräutergarten St Cäcilien

Geöffnet vom Di., 21. Juni bis  So., 26. Juni 2022 während der Öffnungszeiten des Museums Schnütgen, 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr.

Rie Nakajima und Pierre Berthet haben verschiedene Techniken entwickelt, um Dinge in Schwingungen zu versetzen, Schallwellen zu generieren. Akustische Schatten von Dingen bringen sie zum Tanzen: unsichtbare Luftvolumina, die sich ständig verändern, sich im Raum bewegen, an den geheimsten Orten und in uns selbst. Eine Möglichkeit, den innewohnenden Klängen der Dinge näher zu kommen, besteht darin, ihnen zuzuhören. Rie und Pierre entlocken Dingen Töne und Geräusche, bringen sie zum Tönen. So werden u.a. Blechdosen, Pfeifen, Aufhängungsfedern für Lokomotiven, Porzellanschalen, Glocken des Kompressors, Tischtennisbälle, trockene Blätter, Schwämme, Stahldrähte, Zweige, Papierfolien, Plastiktüten, Folien, rosa Handschuhe, Klavier, Luftballons, Eimer, Federn, Wasser, Schrott, Kiesel, Blumentöpfe, Metallrohre, Paulownia-Baumsamen, Perlen, Stöcke, Äste, Knochen, Steine und Wasser zum Leben erweckt.

Dead Plants and Living Objects
RIA NAKAJIMA
PIERRE BERTHET

In Zusammenarbeit mit gerngesehen.de / Georg Dietzler

Eintritt frei, Eingang über Gartentor

 


12.30 
Uhr

St. Cäcilien / Museum Schnütgen

#EChos

Kölns Musikszene ist voller Kontraste und damit Brutstätte und Perpetuum Mobile aufregender neuer Trends. Die romanischen Kirchen Kölns werden im Romansichen Sommer Spielplatz und Labor für akustische Experimente. Zu den Geheimtipps der freien Kölner Szene gehört auch das in Köln ansässige, international besetzte Kommas Ensemble. 2015 gegründet, bündelt es Instrumentalist*innen und Komponist*innen aus der Neuen Musik, Jazz und Improvisation zu einer neuen, kreativen Mixtur. Nach Stationen in ganz Deutschland und europäischen Anlaufstellen ist Köln ein Heimspiel für Werke von Marco Stroppa, Kaija Saariaho, Yu Kuwabara und Francisco C. Goldschmidt für Instrumente und Elektronik.

Programm:
Marco Stroppa (Italien, *1959)
Ay, There’s the Rub (2001, rev. 2010) für Cello solo

Kaija Saariaho (Finnland, *1952)
Vent Nocturne (2007) für Viola und Elektronik

Yu Kuwabara (Japan, *1984)
Ōmagatoki no Uta (Hearing the Dusk Abyss) (2014, rev. 17-18) für Cello solo

Francisco C. Goldschmidt (Chile, *1981)
Retazos (2020) für E-Gitarre solo

kommas
Francisco Goldschmidt, Gitarre (Chile)
KYUBIN HWANG, Cello (Korea)
ALBA GONZÁLEZ I BECERRA, Viola (Spanien)

Tageskasse 10 Euro
Ticketreservierung unter kontakt@romanischer-sommer.de 


22
Uhr

Kunst-station St. Peter

laut-schriften: im Widerhall literarischer impressionen 

Zu später Stunde wird die Kunst-Station St. Peter am Dienstagabend Kulisse für eine transzendentale Raumerkundung in Klang und Video. Das Klarinetten-Duo Beate Zelinsky und David Smeyers treten in „Laut-Schriften“ mit der Sängerin und Performerin Rose Weissgerber und dem Schlagzeuger Arturo Portugal in Dialog. Literarische Gegenüber finden sie in William Shakespeare und Durs Grünbein. Der oszillierenden Klangeffekte der Klarinetten sind gleich zwei Uraufführungen von Kai Wessel und Annebarbe Kau gewidmet, die die Farbigkeit und intensiven Stimmungen des Klarinettenklangs feiern. 

Programm:
Hans-Joachim HESPOS (*1938): MIAS (2020) für Es-Klarinette und große Metallscheibe (2 Spieler)
Pascal DUSAPIN (*1955): SO FULL OF SHAPES IS FANCY (1990) für Sopran und Bassklarinette. Text: William Shakespeare
Iannis XENAKIS (1922 – 2001): REBONDS A (1989) für Bongos, Tamtams und große Trommel
Kai WESSEL (*1964): WAGA TOMO BŌDORĒRU YO (2022) UA für Sopran mit 2 Klarinetten, nach Texten aus „Reisetagebücher in
Haikus“ von Durs Grünbein (Übers.: Yûji Nawata)
Annebarbe KAU (*1958): REPEAT (2020/2022) UA – mit 2 Klarinettisten (Video & Sound)

Das Klarinettenduo
Beate Zelinsky
David Smeyers
Rose Weissgerber, Sopran
Arturo Portugal, Schlagzeug

Abendkasse und VVK 15 Euro (ermäßigt 10 Euro)
zum Ticketkauf über Kölnticket

Mittwoch, 22.06.2022



10-18
Uhr

Garten von St. Cäcilien / Museum Schnütgen

HERBAL – Kinetische Klanglandschaften für den Heilkräutergarten St Cäcilien

Geöffnet vom Di., 21. Juni bis So., 26. Juni 2022 während der Öffnungszeiten des Museums Schnütgen, 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr.

Rie Nakajima und Pierre Berthet haben verschiedene Techniken entwickelt, um Dinge in Schwingungen zu versetzen, Schallwellen zu generieren. Akustische Schatten von Dingen bringen sie zum Tanzen: unsichtbare Luftvolumina, die sich ständig verändern, sich im Raum bewegen, an den geheimsten Orten und in uns selbst. Eine Möglichkeit, den innewohnenden Klängen der Dinge näher zu kommen, besteht darin, ihnen zuzuhören. Rie und Pierre entlocken Dingen Töne und Geräusche, bringen sie zum Tönen. So werden u.a. Blechdosen, Pfeifen, Aufhängungsfedern für Lokomotiven, Porzellanschalen, Glocken des Kompressors, Tischtennisbälle, trockene Blätter, Schwämme, Stahldrähte, Zweige, Papierfolien, Plastiktüten, Folien, rosa Handschuhe, Klavier, Luftballons, Eimer, Federn, Wasser, Schrott, Kiesel, Blumentöpfe, Metallrohre, Paulownia-Baumsamen, Perlen, Stöcke, Äste, Knochen, Steine und Wasser zum Leben erweckt.

Dead Plants and Living Objects
RIA NAKAJIMA
PIERRE BERTHET

In Zusammenarbeit mit gerngesehen.de / Georg Dietzler

Eintritt frei, Eingang über Gartentor


12.30 
Uhr

ST. Cäcilien / Museum Schnütgen

Influencer

Der Cembalist Michael Borgstede ist ein Meister des dramatischen Interpretationsansatzes, der Expressivität und den rhetorischen Affekt barocker Kompositionen herauszuarbeiten weiß. In seinem Programm spinnt er Fäden zwischen Johann J. Froberger, Louis Couperin, Francois Couperin, Johann Sebastian Bach – und „Barokk“ von Aziza Sadikovaallein, in Präludien, Suiten, Toccaten und Partiten für Cembalo solo.

Programm:
Johann J. Froberger (1616-1667) : Suite in d-Moll aus dem ‘Libro Secondo’ (1649): Allemanda – Courant – Sarabanda – Gigue
Johann J. Froberger: Toccata in d-Moll aus dem ‘Libro Secondo’                           
Louis Couperin (1626-1661): Suite in g-Moll: Prélude – Allemande – Courante – Sarabande – Chaconne ou Passacaille
Francois Couperin (1668-1733): Prémier Prélude in C-Dur aus ‚L’Art de toucher le clavecin‘
Aziza Sadikova (*1978): Barokk
Johann Sebastian Bach (1685-1750): Partita in g-Moll für Cembalo, bearbeitet für Cembalo nach der  Violinpartita in d-Moll BWV 1004 von Michel Borgstede: Allemande – Courante – Sarabande – Giga – Ciaccona

Michael Borgstede, Cembalo solo

Tageskasse 10 Euro 
Ticketreservierung unter kontakt@romanischer-sommer.de 


17
Uhr

ST. Georg

Mir ist so quirl

Zeitgenössischer Musik trifft auf Dada trifft auf Musik des Mittelalters in kompositorisches Gestaltungen und Interpretationen der Kölner Formation Lunyala Trio. In Improvisationen und Uraufführungen lässt Lunyala Gedichte von Patricia Falkenburg und Dietmar Bonnen auf Gedichte von Li Yü in der Übertragung von Hans Jürgen von der Wense zusammentreffen – und fühlt sich quirl.

Programm:

Trio Lunyala
CORA SCHMEISER, Stimme
LUCIA MENSE, Block- und Traversflöte
DIETMAR BONNEN, Tasten und Schlägel

Abendkasse 15 Euro (ermäßigt 10 Euro)
Ticketreservierung unter kontakt@romanischer-sommer.de 


20
Uhr

St. Aposteln

Echos romantiques 

CANTUS NOVUS – der Name ist Programm für das junge Kölner Profi-Ensemble, das mit seiner Neugründung im Oktober 2020 ein starkes Zeichen für den Erhalt künstlerischen Lebens setzte. Sein romantisches a capella-Vokalprogramm „Echos Romantiques“ taucht den romanischen Echoraum von St. Maria im Kapitol in ein ätherisches Klangbad. 

Programm
Ferdinand von Hiller (1811-1885) – Ein geistliches Abendlied (1858)
Arthur Sullivan (1842-1900) – The long day closes (1868)
Arnold Schönberg (1874-1951) – Friedlicher Abend senkt sich auf´s Gefilde (1896?)
Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) – Um Mitternacht (1869)
Edward Elgar – How calmly the evening (1908)
Edward Elgar – Weary wind of the west (1903)
Edward Elgar (1857-1934) – Evening Scene (1905)
Josef Gabriel Rheinberger – Dennoch singt die Nachtigall 1892)
Robert Lucas Pearsall (1795-1856) – Why should the cuckoo´s tuneful note (veröffentlicht 1878)
Charles Hubert Hastings Parry (1848-1918) – My soul, there is a land (1916)
Krzysztof Penderecki (1933-2020) – Aria aus 3 Stücke im alten Stil (1963)
Carl Nielsen (1865-1931) – Dominus regit me (1929)
Johannes Brahms (1833-1897) – Es ist das Heil uns kommen her (1864)
Johannes Brahms – Sanctus, Benedictus, Agnus Dei und Dona nobis pacem aus „Missa canonica“ (1856)
Francis Poulenc (1899-1963) – Salve Regina (1941)

Cantus Novus Köln
Sopran: Annabelle Heinen, Carla Hussong, Theresa Klose
Alt: Anna Goeke, Vivian Guerra, Franziska Schacht
Tenor: Lothar Blum, Robert Reichinek, Leon Wepner,
Bass: Sebastian Neuwahl, Konstantin Paganetti, Johannes Wedeking
Leitung: Matthias Bartsch

Abendkasse und VVK 20 Euro (ermäßigt 15 Euro)
zum Ticketkauf über Kölnticket


22
Uhr

St. Maria Lyskirchen

Sounds Real 
 
Mit Synthesizern und ätherische Thereminklänge leuchtet Monopass das akustische Schwingen im Kirchenraum von St Maria Lyskirchen aus, umhüllt Ecken und Säulen, Emporen und Schiffe, Räumen in Räumen mit unwirklichen digitalen und analogen Sounds. Die Architektur wird durch Schwingungen und Resonanzen, durch Hall und Echo erkundet. Reale und fiktive Klangwege entstehen und transformieren sich in einem akustischen Labyrinth aus Schwebungen und Reflexionen.

Programm:

MONOPASS
OXANA OMELCHUK, Synthesizer, Theremin
LUIS ATUNES PENA, Synthesizer, Digital Processining 
MARK POLSCHER, Synthesizer
FLORIAN ZWISSLER, Synthesizer

Abendkasse und VVK 15 Euro (ermäßigt 10 Euro)
zum Ticketkauf über Kölnticket

 

Donnerstag, 23.06.2022


10-20
Uhr

Garten von St. Cäcilien / Museum Schnütgen

HERBAL – Kinetische Klanglandschaften für den Heilkräutergarten St Cäcilien

Geöffnet vom Di., 21. Juni bis So., 26. Juni 2022 während der Öffnungszeiten des Museums Schnütgen, 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr.

Rie Nakajima und Pierre Berthet haben verschiedene Techniken entwickelt, um Dinge in Schwingungen zu versetzen, Schallwellen zu generieren. Akustische Schatten von Dingen bringen sie zum Tanzen: unsichtbare Luftvolumina, die sich ständig verändern, sich im Raum bewegen, an den geheimsten Orten und in uns selbst. Eine Möglichkeit, den innewohnenden Klängen der Dinge näher zu kommen, besteht darin, ihnen zuzuhören. Rie und Pierre entlocken Dingen Töne und Geräusche, bringen sie zum Tönen. So werden u.a. Blechdosen, Pfeifen, Aufhängungsfedern für Lokomotiven, Porzellanschalen, Glocken des Kompressors, Tischtennisbälle, trockene Blätter, Schwämme, Stahldrähte, Zweige, Papierfolien, Plastiktüten, Folien, rosa Handschuhe, Klavier, Luftballons, Eimer, Federn, Wasser, Schrott, Kiesel, Blumentöpfe, Metallrohre, Paulownia-Baumsamen, Perlen, Stöcke, Äste, Knochen, Steine und Wasser zum Leben erweckt.

Dead Plants and Living Objects
RIA NAKAJIMA
PIERRE BERTHET

In Zusammenarbeit mit gerngesehen.de / Georg Dietzler

Eintritt frei, Eingang über Gartentor


12.30
Uhr

St. Cäcilien / Museum Schnütgen

Romanische MIttagspause: Abrahams Reise

Nouruz – das ursprünglich kurdische aber im gesamten arabischen Raum gebräuchliche Wort für Frühling, steht als Name des Ensembles für erste zarte Triebe einer neuen orientalischen Musik. Als pars-pro-toto steht die Duo-Formation des Duo Nuoruz für zeitgenössische orientalische Kunstmusik im Kontakt zu anderen Musikkulturen. In ihren zeitgenössischen Kompositionen knüpfen sie an die  klassische arabische Tradition an und lassen einen veränderten Blick auf die eigene Kultur spiegeln. Im Romanischen Sommer erfüllen Bassem Hawar (Djoze) und Jamil Bashi (Percussion) die Klangsären von St. Cäcilien mit traditioneller irakische Musik sowie eigene Bearbeitungen, Improvisationen und Kompositionen.

Programm:
Ahoar (Komposition Bassem Hawar, 2019)
Djozz (Komposition Bassem Hawar, 2011)
Lamento al mare (Komposition Bassem Hawar, 2019, Text Khaled Shomali, *1958)
Mali Wali traditionelles irakisches Stück, bearbeitet von Jamil Bashir (1920-1977)
Auswanderung (Komposition Bassem Hawar, 2016)
Es war einmal …eine Improvisation (Komposition Bassem Hawar, 2010)

DUO NOURUZ
Bassem Hawar, Djoze
Reza Sami, Percussion

Tageskasse 10 Euro 
Ticketreservierung unter kontakt@romanischer-sommer.de 


17
Uhr

St. Gereon

Raum und Zeit – Venice Reflexions

Das Dekagon von St. Gereon ist die perfekte Kulisse für eine Zeitreise zurück zur Klangpracht aus der Blütezeit venezianischer Mehrchörigkeit. Die Nachwuchs-Elite aus der Posaunenklasse der Kölner Hochschule für Musik in Köln Prof. Ulrich Flad spiegelt  raumerfüllende Klangerlebnisse aus der Mitte des 16. Jahrhunderts in zeitgenössischen Kompositionen und Uraufführen von Christopher Collings und Markus Hechtle. Der Dialog von Architektur und Musik unter der Leitung von Dirigentin Susanne Blumenthal wirft akustische Schatten in kontrastierenden Echos aus allen Ecken des Raumes. Das Ergebnis ist ein Dialog in konzentrierender Einmaligkeit. 

Programm:

Posaunenklasse der Hochschule für musik und Tanz Köln
in Zusammenarbeit mit der HfMT Hochschule für Musik und Tanz Köln
Prof. Ulrich Flad, künstlerische Leitung
Susanne Blumenthal, Dirigentin

Abendkasse 15 Euro (ermäßigt 10 Euro)
Ticketreservierung unter kontakt@romanischer-sommer.de 


20
Uhr

St. Andreas

Rosary Soundscapes

Die Mysteriensonaten oder: Rosenkranzsonaten von Heinrich Ignaz Biber sind für Violine und Continuo geschrieben. Für das Saxofonensemble clair-obscur ist Bibers Musik die perfekte Klangwelt, um ihre Instrumente meditativ zum Schwingen zu bringen.  Ihre Rosary-Soundscapes wirken in den hochakustischen Kirchenräumen und trifft in St. Andreas auf atmosphärischer Musik des 20. Jahrhunderts in Werken von Arvo Pärt und Philip Glass.

Programm:
Heinrich Ignaz Franz Biber (getauft 1644, gestorben 1704): Rosenkranz Soundscape 1 für Sopransaxophon basierend auf dem Finale der Sonate Nr.1 „Die Verkündigung“
Philip Glass  (1937): Streichquartett Nr.2  
Heinrich Ignaz Franz Biber: Rosenkranz Soundscape 2 für Altsaxophon basierend auf dem Präludium der Sonate Nr.5 „Auffindung im Tempel“
Arvo Pärt (1935): Pari Intervalli 
Heinrich Ignaz Franz Biber: Rosenkranz Soundscape 3 für Baritonsaxophon basierend auf dem ersten Teil der Sonate Nr.13 „Aussendung des heiligen Geistes“
Philip Glass: Concerto für Saxophonquartett 
Heinrich Ignaz Franz Biber: Rosenkranz Soundscape 4 für Tenorsaxophon  basierend auf der finalen Passacaglia für Violine Solo „Der Schutzengel“
Chick Corea ( geboren 1941): Children Songs

Clair-Obscur
Jan Schulte-Bunert, Sopransaxofon
Maike Krullmann, Altsaxofon
Christoph Enzel, Tenorsaxofon
Kathi Wagner, Baritonsaxofon

Abendkasse und VVK 20 Euro (ermäßigt 15 Euro)
zum Ticketkauf über Kölnticket

Freitag 24.06.2022 Tagesprogramm und Romanische Nacht


10-18
Uhr

Garten von St. Cäcilien / Museum Schnütgen

HERBAL – Kinetische Klanglandschaften für den Heilkräutergarten St Cäcilien

Geöffnet vom Di., 21. Juni bis So., 26. Juni 2022 während der Öffnungszeiten des Museums Schnütgen, 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr.

Rie Nakajima und Pierre Berthet haben verschiedene Techniken entwickelt, um Dinge in Schwingungen zu versetzen, Schallwellen zu generieren. Akustische Schatten von Dingen bringen sie zum Tanzen: unsichtbare Luftvolumina, die sich ständig verändern, sich im Raum bewegen, an den geheimsten Orten und in uns selbst. Eine Möglichkeit, den innewohnenden Klängen der Dinge näher zu kommen, besteht darin, ihnen zuzuhören. Rie und Pierre entlocken Dingen Töne und Geräusche, bringen sie zum Tönen. So werden u.a. Blechdosen, Pfeifen, Aufhängungsfedern für Lokomotiven, Porzellanschalen, Glocken des Kompressors, Tischtennisbälle, trockene Blätter, Schwämme, Stahldrähte, Zweige, Papierfolien, Plastiktüten, Folien, rosa Handschuhe, Klavier, Luftballons, Eimer, Federn, Wasser, Schrott, Kiesel, Blumentöpfe, Metallrohre, Paulownia-Baumsamen, Perlen, Stöcke, Äste, Knochen, Steine und Wasser zum Leben erweckt.

Dead Plants and Living Objects
RIA NAKAJIMA
PIERRE BERTHET

In Zusammenarbeit mit gerngesehen.de / Georg Dietzler

Eintritt frei, Eingang über Gartentor


12.30 
Uhr

St. Cäcilien / Museum Schnütgen

Romansiche Mittagspause: Winds & Seasons  

„These guys just can’t stop playing“: Das überbordend spielfreudige Ensemble Prisma ist kaum zu bremsen. Zur Romanischen Mittagspause bringt es luftige Schwingungen der vier Jahreszeiten aus unterschiedlichsten musikalischen Welten mit.  „SEASONS“ wirbelt Arrangements italienischer Barockmusik von Marco Uccellini, Giovanni Battista Fontana, Tarquinio Merula, Andrea Falconieri, Francesco Turini und Giovanni P. Da Palestrina, traditionelle Tänze und Gegenwärtiges durch die Lüfte – Kunstmusik trifft Volksmusik!

Programm: 

Notos – Sommer
Prélude für Violine solo
Marco Uccellini (1603–1680): La Luciminia Contenta
Giovanni Battista Fontana (1589–1630): Sonata settima
Canario

Euros – Herbst
Prélude für Laute solo
Anonym / Thomas Preston ? (1542–ca. 1563): Upon La Mi Re
Tarquinio Merula (1595–1665): La Cattarina
Interlude: Improvisation über Les Feuilles Mortes (Yves Montand, 1921–1991), Auszug aus „La Caravaggia“ von Tarquinio Merula
Tarantella: Variationen von Athanasius Kircher (1602–1680)

Alon Sariel (*1986) Partita No. 1
Prélude – Allemande – Courante – Sarabande – Menuette I & II – Gigue

Boreas – Winter
Prélude für Gambe solo – basierend auf „Pretirata“ aus Baletto Secondo von Biagio Marini (1594–1663)
Andrea Falconieri: La Suave Melodia
Francesco Turini (1595–1656): Sonata a due canti
Mantovana: Variationen von Uccellini und Marini

Zefiro – Frühling
Prélude für Blockflöte solo
Giovanni P. Da Palestrina (1524–1595): Vestiva i colli
Marco Uccellini (1603–1680): Maritati insieme la Gallina, e’l Cucco fanno un bel concerto
Ciaccona: Variationen von Monteverdi, Merula, Bertali und Dávid Budai

Ensemble Prisma,
ELISABETH CHAMPOLLION, Blockflöte
FRANCISKA ANNA HAJDU, Violine
ALON SARIEL, Laute und Mandoline
SOMA SALAT-ZAKARIAS, Viola da Gamba

Tageskasse 10 Euro 
Ticketreservierung unter kontakt@romanischer-sommer.de 


20.00
Uhr

Romanische Nacht in St. maria im kapitol

Die „Romanische Nacht“ – Musik und Ort verschmelzen zu einzigartigem Ambiente am Mittsommerabend.   

Sendung: WDR 3 Konzert Spezial Live ab 20.04 Uhr

4 Konzerte der Romanischen Nacht:
Abendkasse und VVK 35 Euro (ermäßigt 25 Euro)
zum Ticketkauf über Kölnticket


20.00
Uhr


Mainly Sacred  

Jazz & Romanik – unbedingt! Zum Start des Grande Finale des diesjährigen Romansichen Sommers heißt es „Mainly Sacred“ im Programm des Jazzchors Freiburg, dem Jazzchor Deutschlands. Kompositionen und Arrangements von George Harrison, Bobby McFerrin & Roger Treece, Jakub Neske, Malene Rigtrup versetzen den Klangraum von St. Maria im Kapitol in Schwingung. Jazzliebhaber, Chorfans, Klassikpublikum – alle dürfen sich hier eingeladen fühlen und -endlich wieder – bei einem Musikerlebnis der besonderen Art zusammenkommen. Der richtige Auftakt für eine lange Romanische Nacht!

Jazzchor Freiburg
BERTRAND GRÖGER, Leitung


21.00
Uhr


300 Jahre Einsamkeit : Du bist allein.

Sonaten und Partiten von J.S. Bach:
Im August 1720 kehrte Johann Sebastian Bach nach einer Geschäftsreise aus Karlsbad zurück. Und fand seine Frau Maria Barbara tot und schon begraben. Ihr gilt die prachtvolle Chaconne und die übrigen 6 Solo Werke für Violine. Das Programm lädt ein, über die Einsamkeit zu reflektieren. Die Einsamkeit des Geborenwerdens und Sterbens, Einsamkeit beim Erlernen des Instruments, Einsamkeit beim Komponieren, Einsamkeit des Solisten auf der Bühne. Ihr stellt es gleichermaßen die Freude am Teilen gegenüber, die Freude an einem inneren Dialog des Künstlers und all derer, die in sich ruhen. So schlägt das Programm einen Bogen von der Einsamkeit bis zur Versöhnung mit eben dieser.

Johann Sebastian Bach (1685-1750)       
Partita für Violine solo Nr. 3 E-Dur BWV 1006
Preludio / Loure / Gavotte en Rondeau / Menuet I / Menuet II – Trio / Bourrée / Gigue

Johann Sebastian Bach
Sonate für Violine solo Nr. 3 C-Dur BWV 1005 BWV
Adagio – Fuga / Largo / Allegro assai

Johann Sebastian Bach
Partita für Violine solo Nr. 2 d-Moll BWV 1004
Allemande / Courante / Sarabande / Gigue / Chaconne

Sergey Malov, Violine


22.00
Uhr


Strings & Worlds 

Drei musikalische Saiten-Universen des Trio Tamala von Geige, Kora und Gesang schwingen mit Leichtigkeit zwischen Tradition und Innovation, Kraft und Subtilität, Traum und Realität, Nord und Süd.

TRIO TAMALA (Senegal / Belgien)
MOLA SYLLA – Gesang, Xalam
BAO SISSOKO – Kora
WOUTER VANDENABEELE – Violine


23.00
Uhr


Echo Chambers 

Der Romanische Sommer hat Christina Fuchs und Caroline Thon mit einem Kompositionsauftrag ausgestattet – und bekommt ein ganzes Konzert ausschließlich aus Uraufführungen aus der Feder der beiden Komponistinnen. „Echo Chambers“ heißt das Programm – natürlich mit dem Fuchsthone Chamber Orchestra.

FuchsThone Chamber Orchestra
Christina Fuchs – Komposition
Caroline Thon – Komposition
Zuzana Leharova – Violine
Filippa Gojo – Gesang
Alexander Morsey – Baß, Tuba, Obertongesang
Andreas Wahl – Gitarre
Jens Düppe – Perkussion
Roger Hanschel – Saxofon, Klarinette, Flöte
Martin Gasser – Saxofon, klarinette, Flöte
Veit Lange – Saxofon, Klarinette, Flöte
Matthias Knoop – Trompete
Matthias Schuller – Posaune

Alle 4 Konzerte der Romanischen Nacht:
Abendkasse und VVK 35 Euro (ermäßigt 25 Euro)
zum Ticketkauf über Kölnticket

Mitwirkende

 


Singer Pur // Dead Plants and Living Objects // Rie Nakajima // Pierre Berthet // Beate Zelinsky und David Smeyers – Das Klarinettenduo // Rose Weissgerber // Arturo Portugal // Kai Wessel // Annebarbe Kau // Kommas Ensemble // Francisco Goldschmidt // Kyubin Hwang // Alba González i Becerra // Michael Borgstede // Trio Lunyala // Cora Schmeiser // Lucia Mense // Dietmar Bonnen // monopass Synthesizer Quartett // Duo Nuoruz // Bassem Hawar // Reza Samani // Posaunenklasse der Hochschule für Musik und Tanz Köln // clair-obscur Saxofon-Quartett // Jan Schulte-Bunert // Maike Krullmann // Christoph Enzel // Kathi Wagner // Ensemble Prisma // Alon Sariel // Elisabeth Champollion // Dávid Budai // Franciska Hajdu // Cantus Novus Köln // Jazzchor Freiburg // Sergey Malov // Trio Tamala // Mola Sylla // Bao Sissoko // Wouter Vandenabeele // Fuchsthone Orchestra // Caroline Thon // Christina Fuchs



SingerPur
SingerPur – das sind Claudia Reinhard, Sopran, Christian Meister, Tenor, Markus Zapp, Tenor, Manuel Warwitz, Tenor, Jakob Steiner, Bariton und Felix Meybier, Bass. Schon als Domspatzen träumten sie vom Abenteuer „A Cappella“. 30 Jahre, unzählige Auszeichnungen und Welttourneen später gehört das Sextett Singer Pur – in verjüngter Besetzung – zu den besten Ensembles seines Fachs. Sie sind offizieller Botschafter ihrer Heimatstadt Regensburg, Träger des „Bayerischen Staatspreis“ sowie „Botschafter der Freunde der Europäischen Chormusik“ für den Chorverband European Choral Association – Europa Cantat. Dem Ensemble gelingt es immer wieder, das Spannungsfeld von Alter und Neuer Musik auszuloten und dem Publikum neue Erkenntnisse zu vermitteln. Entdeckungen aus alten Büchern und Manuskripten kombinieren sie ebenso gekonnt mit Uraufführungen, wie sie über Genregrenzen blicken und mit interessanten Kollegen zusammenarbeiten. Dadurch sind sie ein Garant für erstklassige Vokalmusik und bescheren ihren Zuhörer immer wieder musikalische Sternstunden.

Dead Plants & Living Objects
Dead Plants & Living Objects
nennt sich das Duo bestehend aus der japanischen Bildhauerin und Musikerin Rie Nakajima und dem belgischen Komponisten und Instrumentenbauer Pierre Berthet. Seit 2016 arbeiten beide zusammen. Gemeinsam gestalten sie Klanglandschaften aus selbst gebauten Instrumenten, kinetischen Objekten, Alltagsgegenständen sowie Materialien aus der Natur wie Stein, Wasser, Pflanzen oder Wind. Verborgenen Klänge bringen sie zum Klingen, sowohl im Innen- wie Außenraum, und verschmelzen Musik und Skulptur zu ortsbezogenen Klangsphären. Die japanische Künstlerin Rie Nakajima wohnt in London. Ihre Klang-Arbeiten komponiert sie aus kinetischen und gefundenen Objekten meist für die jeweiligen Räume. Ihre künstlerische Praxis wirft Fragen zur Definition von Kunst auf. Zu ihren häufigen Kooperationspartner*innen zählen unter anderem David Cunningham, Keiko Yamamoto, Pierre Berthet, Marie Roux, Billy Steiger, David Toop und Akira Sakata. 2014 erhielt sie den Art Foundation Award (UK) in der Kategorie Experimentelle Musik. Pierre Berthet, geboren 1958, lebt in Liège/Lüttich, Belgien. Er studierte Schlagzeug, Komposition, Improvisation und Musiktheorie am dortigen Konservatorium und entwickelt und baut seit 30 Jahren kinetische Klangobjekte und Installationen mit einem Instrumentarium mitunter aus Metall, Kunststoffen, Wasser, Motoren, oder Staubsaugern. Über zehn Jahre hinweg performte er das Stück „Galileo“ von Tom Johnson in vielen europäischen Ländern. Pierre Berthet arbeitete u.a. mit Frederic Le Junter zusammen und spielte Schlagzeug mit Arnold Dreyblatt.

Das Klarinettenduo
Die beiden Klarinettisten Beate Zelinsky und David Smeyers arbeiten seit 1980 als DAS KLARINETTENDUO zusammen. Durch ihre Kooperation mit Komponisten unterschiedlichster Stilrichtungen entstanden fast 50 Klarinettenduos und viele weitere Werke, Adriana Hölszky, Nikolaus Brass und Atli Ingólfsson widmeten ihnen Doppelkonzerte. Als DAS KLARINETTENDUO, mit Partnern wie Streichquartett, Akkordeon, Kontrabass, Klavier und Stimme sowie mit anderen Kammerensembles und als Solisten spielten sie eine Reihe von LPs und CDs ein. Mit der Sängerin und Performerin Rose Weissgerber und dem Schlagzeuger Arturo Portugal, die beide an der Hochschule für Musik und Tanz Köln ihren Master „Interpretation Neue Musik“ bei David Smeyers abgeschlossen haben, arbeiten beide projektweise seit einigen Jahren zusammen, so dass inzwischen mehrere Werke in unterschiedlichen Kombinationen entstanden sind. Rose Weissgerbers Schwerpunkte liegen neben dem Opernrepertoire beim Liedgesang und bei der Interpretation zeitgenössischer Musik, außerdem setzt sie sich als Organisatorin und Veranstalterin ein. Arturo Portugal spielt in Orchester- und Kammermusikkonzerten und tritt mit renommierten Ensembles und Dirigenten in Konzerten Neuer Musik auf, er nimmt an pädagogischen Projekten teil und ist als Schlagzeugdozent in Köln tätig.- Im Konzert des KLARINETTENDUOS erklingen und erstrahlen Uraufführungen von Kai Wessel und Annebarbe Kau

Kommas Ensemble
Das Kommas Ensemble ist eine 2015 in Köln ansässige Formation von Musiker*innen internationaler Herkunft. Es besteht aus Instrumentalist*innen mit Spezialisierung auf Neue Musik (Absolventen*innen der Ensemble Modern-Akademie Frankfurt), Orchestermusikern*innen renommierter Klangkörper sowie Jazz-Musikern*innen und herausragenden Spezialisten*innen der freien Improvisations-Szene, ergänzt durch Komponist*innen. Das Kommas Ensemble hatte 2017 sein internationales Debüt beim Mixtur-Festival in Barcelona und war auf dem Acht-Brücken-Festival 2018, WERFT-Festival 2019 in Köln, FRAKZIONEN-Festival 2020 in Bielefeld und in der Akademie der Schönen Künste in München zu erleben. Im Konzert in Köln tritt das Ensemble als Trio-Formation aus dem chilenischen Gitarristen Francisco Goldschmidt (E-Gitarre), der koreanischen Cellistin Kyubin Hwang und der aus Spanien stammenden Alba González i Becerra (Viola) auf.

Michael Borgstede
Der deutsche Cembalist, Fortepianist und Organist Michael Borgstede gilt auf historischen Tasteninstrumenten als einer der aufregendsten Virtuosen seiner Generation. Als Solist und als Mitglied des Kammermusikensembles Musica ad Rhenum hat er ganz Europa, die USA, Asien, Südamerika und den Nahen Osten bereist und ist bei den wichtigsten Festivals und in den traditionsreichsten Konzerthallen aufgetreten. 2014 wurde Michael Borgstede als Professor für Cembalo und Generalbass an die Hochschule für Musik und Tanz Köln berufen. Seine mehr als zwei Dutzend CD-Produktionen wurden von der Kritik mit Begeisterung aufgenommen und mehrfach ausgezeichnet. Ein vier-CD-Set mit Cembalowerken Georg Friedrich Händels wurde vom deutschen Magazin Fono Forum und dem spanischen Kollegen von Scherzo gleichermaßen als „eine neue Referenzeinspielung“ bezeichnet. Michael Borgstede studierte Cembalo mit Jacques Ogg am Königlichen Konservatorium von Den Haag. In seinen Aufnahmen wie in Konzerten strebt Michael Borgstede stets nach einem kontrastreichen, dramatischen Interpretationsansatz, der der Expressivität und dem rhetorischen Affekt von Barockmusik Genüge tut. Neben seiner ausgiebigen Konzerttätigkeit wird er regelmäßig eingeladen, internationale Meisterkurse zu geben und Vorlesungen zu Fragen der „Historischen Aufführungspraxis“ zu halten. 

Trio Lunyala
Lucia Mense (Blockflöten), Dietmar Bonnen (Tasten und Schlägel) aus Köln und Cora Schmeiser (Stimme) aus Rotterdam trafen im November 2012 in der Klangwerkstatt im Kolumba Museum in Köln aufeinander und verbinden seitdem als Trio Lunyala kreativ-kompositorisches Gestalten und Interpretieren von Zeitgenössischer Musik, Dada und mittelalterlicher Musik. Ihre Konzerte experimentieren mit neuartigen Formaten wie Projekten mit Bildenden Künstler*innen bzw. Laien. Ihre Debut-CD „dit & dat“ stand 2015 auf der Longlist des Jahrespreises der Deutschen Schallplattenkritik. Lucia Mense widmet sich in verschiedenen Projekten dem Repertoire der Alten sowie der Zeitgenössischen Musik. Nach ihrem Studium in Köln, Amsterdam und Mailand konzertiert sie international als Solistin und als Mitglied verschiedener Ensembles, Radio- und CD-Produktionen (u.a. Ars Musici, Mode Records/New York, Touch Records/London, Raumklang, Los Angeles River Records, wandelweiser und obst music) zeigen ihre Vielseitigkeit. Zu Dietmar Bonnens künstlerischem Profil zählen über 100 CD-Produktionen in unterschiedlichen Genres, Kompositionsaufträge für verschiedene Radio, Film und Fernsehen, Theater sowie Konzerte und Klanginstallationen in Europa, Asien, Amerika und insbesondere Russland. Mit seinen internationalen Produktionspartnern verbindet ihn langjährige Zusammenarbeit. Die in Rotterdam lebende Sängerin Cora Schmeiser changiert souverän zwischen historischer Aufführungspraxis, experimentellen Elementen und einfühlsam-distanzierter Rezitationskunst. Ihre Erfahrungen sammelte sie in Mainz, Frankfurt und Den Haag. Diese teilt und erneuert sie in Projekten mit verschieden Ensembles sowie in Soloprojekten mit Neuer Musik, die sie in Auftrag gibt und konzipiert. CD-Aufnahmen und Videos dokumentieren Coras Arbeit.

monopass
MONOPASS ist das Quartett der vier Komponisten Oxana Omelchuk, Luís Antunes Pena, Mark Polscher und Florian Zwißler. Das in Köln ansässige Ensemble wurde 2018 gegründet und arbeitet mit analogen, teilweise historischen Synthesizern und digitaler Bearbeitung. Zwischen analogen und digitalen Logiken oszillierend, konzentrieren sich vier verschiedene Positionen und Erfahrungen elektronischer Musik und des Komponierens auf einen gemeinsamen Punkt. Der WDR produzierte mit dem Ensemble ein zweistündiges radiophones Konzert, das im Dezember 2018 ausgestrahlt wurde. Die Gruppe hat direkt anschließend im selben Studio Material für eine erste Veröffentlichung produziert. Die Aufnahmen sind im ZKM in Karlsruhe gemischt und gemastert worden, die Platte erscheint im Herbst 2022 bei Umland Records. Nach einer erfolgreichen Portugal Tour im Herbst 2021 wird im das Quartett in 2022 im Museum für Ägyptische Kunst in München so wie auf dem Festival Romanischer Sommer in Köln konzertieren.

Duo Nouruz
Das Ensemble Nouruz steht für eine zeitgenössische orientalische Kunstmusik jenseits des seit Jahrhunderten nahezu unveränderten Maqam und der ägyptisch geprägten Popmusik. Die Musiker eint die Auffassung, dass nur im europäischen Exil und nur im Kontakt zu anderen Musikkulturen die alten Instrumente vor dem Aussterben gerettet werden können. Nouruz lässt zeitgenössische Kompositionen entstehen, die an die klassische arabische Tradition anknüpfen, aber einen veränderten Blick auf die eigene Kultur spiegeln und Einflüsse aus anderen Musikkulturen begrüßen. Gegründet wurde das Ensemble 2018 von Bassem Hawar, geboren 1972 im Irak. Er studierte in Bagdad Djoze, Geige und Musikwissenschaft, lehrte am dortigen Konservatorium, spielte in drei Ensembles und im staatlichen Sinfonieorchester. Bassem baut seine Instrumente selbst und erweiterte die Spielmöglichkeiten der Djoze über den irakischen Maqam hinaus. Neben dem Nouruz-Ensemble ist Bassem solistisch sowie mit den Gruppen Sanstierce, La Beltatz, Crossover Bagdad Köln, dem Trio Ziryab und dem Duo Melodic zu hören. Er ist Mitglied des Kollektivs Beyond the Roots und Preisträger des WDR Jazzpreises. Sein Duopartner im Romanischen Sommer ist der Perkussionist Reza Samani, geboren 1977 im Iran. Als Kind lernte er das Spiel der Tombak und Daf, später nahm er Unterricht bei iranischen Meistern der Perkussion. Außerdem spielt er die Blasinstrumente Sorna, Karna und Neyanban. Als Solokünstler und mit den Ensembles Zarbang und Samani war Reza Gast renommierter Musikfestivals, etwa den Villas de Verano Madrid, der Ruhrtriennale, dem Silkroad-Festival Hongkong und den Sounds of Arabia Abu Dhabi. Reza Samani spielte mit dem Symphonieorchester des norwegischen Rundfunks sowie in Produktionen des SWR, WDR und BR.

Posaunenklasse der Hochschule für Musik und Tanz Köln
Der Posaunist
Ulrich Flad erhielt 2007 einen Ruf als Professor für Posaune an die HfMT Köln und unterrichtet die dortige Posaunenklasse. Er arbeitete u.a. mit James Levine, Daniel Barenboim, Lorin Maazel, Peter Schneider, Antonio Pappano, Daniele Gatti, Christian Thielemann, Andris Nelsons und Kirill Petrenko. Mit Konzertreisen, Orchesterprojekte und Meisterkurse fkonzertiert er weltweit, ehemalige Studierende seiner Kölner Klasse spielen in renommierten Orchestern oder unterrichten selbst erfolgreich. Er war von 1995 bis 2007 Solo-Posaunist des Gürzenich-Orchesters Köln und bis 2016 erster Posaunist im Orchester der Bayreuther Festspiele. Die Dirigentin Susanne Blumenthal ist seit 2021 Professorin für Neue Musik an der HfMT Köln. Sie leitet das Ensemble „MAM.manufaktur für aktuelle musik”, mit dem sie international auf Festivals konzertiert. Sie arbeitete mit Komponisten wie Helmut Lachenmann, Hans Zender, Friedrich Cerha, Georges Aperghis, Beat Furrer u.v.m.. Engagements führten sie u.a. zum Ensemble Modern, der Musikfabrik, dem Klavier-Festival Ruhr und Acht Brücken Köln. Mit dem eos chamber orchestra lotet sie den Grenzbereich von Neuer Musik und Jazz aus. Sie war Stipendiatin der Intern. Ensemble Modern Akademie sowie der Bergischen Symphoniker.

Christopher Collings und Markus Hechtle
Im Konzert der Posaunenklasse erklingen die Uraufführungen von Kompositionen von Christopher Collings und Markus Hechtle. Christopher Collings ist freiberuflicher Musiker spezialisiert in der Aufführungspraxis von Zeitgenössischer Musik. Er studierte Trompete in Berlin und Den Haag, war Solist bei der Produktion AUS LICHT des Holland Festivals und entwickelt mit seinem interdisziplinären Kollektiv Blickwinkel Art installative und experimentelle Konzertformen an besonderen Orten. Seit 2020 studiert er Komposition mit Miroslav Srnka an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und spielt mit diversen freien Ensembles. Der mehrfach ausgezeichnete Komponist Markus Hechtle ist seit 2013 Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Karlsruhe, von 2009-19 zudem Lehrbeauftragter für Komposition an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Nach dem Kompositionsstudium bei Wolfgang Rihm und  ergänzenden Studien bei Heiner Goebbels, Mathias Spahlinger, Thomas A. Troge und Walter Zimmermann arbeitet Markus Hechtle für Rundfunk, Vorträge, Publikationen und Bühne, darunter seine musiklaische Mitarbeit und Live-Sampling bei der Theaterproduktion Max Black von Heiner Goebbels. 

clair-obscur
Seit der Renaissance bezeichnet der Begriff clair-obscur (franz., ital.: chiaroscuro) in der Bildenden Kunst den Einsatz extremer Hell-Dunkel-Kontraste zur dramatischen Steigerung des Ausdrucks. Das Saxophonquartett clair-obscur gehört seit vielen Jahren zu den renommiertesten Quartetten seiner Art, Auftritte in der Carnegie Hall, der Philharmonie Berlin, beim Luzern Festival und Schleswig-Holstein Musikfestival sprechen eine deutliche Sprache. Clair-obscur sind Kathi Wagner (Baritonsaxophon), Christoph Enzel (Tenorsaxophon), Maike Krullmann  (Altsaxophon) Jan Schulte-Bunert (Sopransaxophon), die regelmäßig die Saxophongruppe der Berliner Philharmoniker bilden und als Dozenten an diversen Musikhochschulen unterrichten. Clair-obscur wurden als erstes Saxophonquartett zum Kammermusik-Examen an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ zugelassen, wo sie von Prof. Friedemann Weigle (Artemis Quartett) unterrichtet wurden, der den vier Musikern Mut zur Eigenständigkeit und die „Fähigkeit zum Rock’n’Roll“ mit auf den Weg gab. Das Quartett gewann nationale und internationale Wettbewerbe und stehen für einen ganz eigenen Sound, das traumwandlerische Zusammenspiel nach bald 20 Jahren ununterbrochener Ensemblearbeit und ihre von Spielfreude, Lockerheit und Humor geprägten Auftritte. Der tschechische Schriftsteller Josef Ṧkvorecký bringt es auf den Punkt: „Von allen Instrumenten ist das Saxophon dasjenige, das am wahrhaftigsten spricht“.

Prisma
Die vier Musikabenteurer von PRISMA kommen aus verschiedenen Regionen der Welt. Sie eint die Freude am Eintauchen in musikalische Welten in gemeinsamer Suche nach besonders lebendiger, ausdrucksstarker und farbenfroher Musik des 16. und 17. Jahrhunderts. Auf ihren Reisen packen sie Instrumente auch außerhalb des Konzertsaals aus, spielen nach Feierabend in der Kneipe oder auf den Bürgersteigen überall in Europa. 2015 gewinnt PRISMA den 1. Preis beim Intern. Heinrich Ignaz Franz Biber Wettbewerb in Österreich; seit 2016 ist das Ensemble im europaweiten Förderprogramm „Emerging European Ensembles“ und folgt Konzerteinladungen u.a. zur Alte-Musik-Reihe des Westdeutschen Rundfunks, zum Biber-Festival Wien, zum Wunderkammer-Festival in Trieste, zum Valletta International Baroque Festival auf Malta, zum Würzburger Mozartfest und vielen anderen. Mit ihren Programmen schlagen sie eine Brücke zwischen zwei Herzen in PRISMAs Brust: Kunstmusik und Volksmusik. Elisabeth Champollion studierte Blockflöte in Bremen und Lyon und gastiert bei intern. Festivals; sie ist künstlerische Leiterin der Bremer Konzertreihe „Gröpelinger Barock„. Franciska Anna Hajdu kommt aus Ungarn und nahm nach ihrem Geigenstudium am Varga Musikinstitut ein Studium der Barockvioline in Bremen bei Veronika Skuplik auf. Seit 2014 ist sie Stipendiatin der Tesdorpf’schen Stiftung. Alon Sariel, wurde als Mandolinist und Lautenist in Jerusalem, Brüssel und Hannover ausgebildet. Als Leiter von Concerto Foscari wurde er 2018 mit einem OPUS KLASSIK ausgezeichnet. Soma Salat-Zakariás stammt aus Rumänien und studierte in Trossingen. Später setzte er seine Ausbildung in der Klasse Paolo Pandolfo in Basel fort. Er ist Leiter des Ensembles „The Little Light Consort“.

Cantus Novus Köln
Das im Oktober 2020 mitten in der Covid-19-Pandemie neu gegründete Ensemble CANTUS NOVUS KÖLN besteht fast ausschließlich aus professionellen freischaffenden Sänger:innen der Kölner Region. Anlass der Gründung war, diesen Musiker:innen, die wegen der Verordnungen nicht auftreten und deshalb mit ihrem Beruf kein Geld verdienen konnten, mit dieser Initiative unmittelbar und auch in Zukunft finanziell zu helfen sowie einen Beitrag zum Erhalt der kulturellen Landschaft zu leisten. Nach dem Gründungskonzert hat CANTUS NOVUS KÖLN zunächst vor allem in solistischer Besetzung in Gottesdiensten musiziert. Im August 2021 folgte das Ensemble einer Einladung zum Festival „Shalom-Musik.Koeln“.

Jazzchor Freiburg
Der Jazzchor Freiburg wurde 1990 von Bertrand Gröger gegründet. Tourneen und Konzerte in China, Japan, Korea, Russland, Deutschland, Frankreich, Tschechien, Polen, Italien, Ungarn, Österreich, Luxemburg, der Schweiz und Dänemark, die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben (u. a. 1. Preis beim Deutschen Chorwettbewerb 1998 und 1. Preis bei der Chorolympiade in Korea 2002), CD-Produktionen („Infusion“, „Schwing!“, „A Cappella“, „Hammenoma“, „Live in Japan“) sowie Rundfunk- und Fernsehsendungen machten den Chor national und international bekannt.

Sergey Malov
Der aus St. Petersburg stammende Geiger Sergey Malov ist ebenso vielseitig wie virtuos: Er spielt gleichermaßen Violine, Viola, Barockvioline und Violoncello da spalla – das Instrument, auf dem Johann Sebastian Bach wahrscheinlich seine Cellosuiten selbst gespielt hat. Sein Repertoire reicht von frühbarocker Musik über die klassischen und romantischen Violinkonzerte bis hin zu Neuer Musik. Für seine Interpretationen setzt er sich intensiv mit Stilfragen und Spieltechniken der jeweiligen Epoche auseinander. Er ist Preisträger der profiliertesten internationalen Wettbewerbe für Violine und Viola und gastiert mit Orchestern wie dem BBC London Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Enesco Philharmonic Orchestra, dem Tokyo Philharmonic Orchestra, dem Helsinki Philharmonic Orchestra und bei den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik und einer Japan-Recital-Tournee. Im Sommer 2019 war er Residenz-Künstler beim Turku Music Festival in Finnland.

Trio Tamala
Nomaden der Metropolen: Die Gruppe Tamala (‚Reisende‘) erforscht die unendlichen Möglichkeiten der drei musikalischen Universen der Musiker der Trios und das Zusammenwirken ihrer Instrumente. Geleitet werden sie von einer natürlichen musikalischen Alchemie, oszillieren zwischen Tradition und Innovation, Kraft und Subtilität, Traum und Realität. Über ihr musikalisches Verständnis hinaus teilen die Musiker auch Werte, die sie dank ihrer Musik zu verteidigen beschlossen haben. So unterstützen sie gemeinsam mit ihrer Arbeit eine Schule im Senegal, da Bildung ein wichtiger Beitrag für Frieden und für das Verständnis zwischen den Menschen leistet. Mola Sylla gehört mit seiner tiefen, kraftvollen Stimme zu den kreativsten senegalesischen Sängern, was seine Zusammenarbeit mit dem Cellisten Ernst Reijsiger belegt, mit dem er u.a. die Musik zu Werner Herzogs Filmen „The Wild Blue Yonder“ (2005) und „My Son, My Son, What Have Ye Done“ (2009) komponierte. Mola erforscht verschiedenste Facetten und Genres der Musik und spielt als Multiinstrumentalist die westafrikanische Laute Xalam, die Daumenpianos Kongoma und Kalimba sowie Percussion. Der ausgezeichnete Mandingo-Griot Bao Sissoko ist vor allem für sein raffiniertes und virtuoses Kora-Spiel bekannt. Der Meister der westafrikanischen Stegharfe arbeitete mit Baaba Maal, Abu Thiam, Mamy Kanoute, Zap Mama, Malick Pathe Sow und Vaya Con Dios zusammen. Der belgische Folk-Geiger Wouter Vandenabeele überrascht immer wieder durch seine mutigen Kooperationen in unetrschiedlichste Musikrichtungen. Er spielte Konzerte mit der senegalesischen traditionellen Geigerin Issa Sow und leitete das prestigeträchtige Projekt ‚Hadzidakis‘ für die Olympischen Spiele 2004 in Athen. Er nahm ca. zwanzig CDs auf, gab mehrere hundert Auftritte mit seinem Weltmusikorchester und arbeitete mit dem syrischen Oud-Spieler Elias Bachoura, mit Steve Houben, Erik Vermeulen, Savina Yanatou, Philippe Thuriot, ‚ExTempore’…

Fuchsthone Orchestra
Das FUCHSTHONE ORCHESTRA besteht aus mehr als 20 hochkarätigen MusikerInnen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, einen aktuellen orchestralen Sound zu etablieren, der über bisherige Hörgewohnheiten, Musikstile und Grenzen hinausweist und dabei seine Zuhörer auf eine spektakuläre Klangreise mitnimmt. Die Doppelspitze des Jazzensembles sind Christina Fuchs und Caroline Thon, die neben Orchesterleitung und Dirigat für Kompositionen veranwortlich sind. Sie stehen für einen modernen und ungewöhnlichen Stil mit Einsatz von Elektronik, geräuschhaften Klangerzeugern und Computersamples. Mit Eva Pöpplein ist hier eine renommierte Klangkünstlerin am Elektronikpult. Das handverlesene ORCHESTRA ist kann die Herausforderungen der komplexen Arrangements „spielend“ erfüllen: Protagonisten sind u.a. Jens Düppe, einer der profiliertesten Schlagzeuger der deutschen Jazzszene, der virtuose Saxophonist Roger Hanschel oder die warme, grosse Stimme Filippa Gojos, die allem die Krone aufsetzt. Caroline Thon steht für den Grenzbereich zwischen modernem Jazz, zeitgenössischer Musik und Klangkunst. Zu ihren Kompositionsaufträgen zählen das Beethovenfest 2020 (ebenso wie Christina Fuchs), das „Europäischen Musikfestival“ oder die „Else Lasker-Schüler-Gesellschaft“. 2021 wurde sie in der Kategorie „Großensemble des Jahres“ beim Deutschen Jazzpreis nominiert und erhielt Preise wie den „Jazz de Hoilaart“ /NL und den RUTH-Preis des TFF Rudolstadt. Sie gründete ihr Quintett „Patchwork“, leitete das „Thoneline Orchestra“ und die internationale Formation „Eurasians Unity“ und veröffentlichte mehrere CD ́s u.a. bei ENJA. Christina Fuchs arbeitet seit über 30 Jahren als Saxofonistin, Klarinettistin und Komponistin in verschiedensten Formationen der improvisierten Musik und des Jazz. In Leitungsfunktion wirkte sie mit der NDR und der WDR Big Band, „Soundscapes Orchestra“ und mit dem „United Women’s Orchestra“. Weitere Ensembles sind das „No Tango Quartet“, „flux“, „Kontrasax“ und das Musikerkollektiv „SONIQ“. Sie erhielt nationale und internationale Kompositionspreise wie den WDR Jazzpreis, den Julius Hemphill Composition Award/USA und Scrivere in Jazz/It. 2019 erschien ihre CD Newton’s Cradle mit der WDR Big Band.