Romanischer Sommer Köln

 

DER ROMANISCHE SOMMER KÖLN 2022

Liebe Freundinnen und Freunde des Romanischen Sommers,

Der Romanische Sommer 2021 war der längste seiner Geschichte: Nach Konzerten ohne Publikum im Juni, der Live-Übertragung der Romanischen Nacht und vielen Konzertsendungen auf WDR3 durch den ganzen Herbst hindurch ist unsere Ausgabe am 12. Dezember mit Gerhard Richters „Moving Picture (964-3)“, digital inszeniert von Regisseurin Corinna Belz und Kompositionen von Rebecca Saunders sowie der Live-Performance von Trompeter Marco Blaauw zu Ende gegangen.

Der nächste Romanische Sommer will unbedingt zurück – hinein in die Atmospäre der romanischen Kirchen Kölns, zu Erleben und Entdecken von Räumen, Orten und Musiken, zum gemeinsamen Genießen unterschiedlichster Musikgenres, und zu seiner kompakten Festival-Form, die die Kölner nicht zuletzt für ihre kurzen Wege und die vielen spontanen Begegnungen rings um die Kölner Innenstadt schätzen. Vom Sonntag, 19.06.2022 bis zur Romanischen Nacht am Freitag, 24.06.2022 wird es wieder so weit sein. Mit vielen tollen Künstlergästen SCHWINGEN wird uns auf zur neuen Ausgabe. Bleiben Sie gespannt! Wenn Sie von uns über den weiteren Fortgang der Planungen unterrichtet werden möchten, tragen Sie sich einfach für den Erhalt usnerer Newsletter ein.

Ihre

Maria Spering und das Team des Romanischen Sommers

NEWS

 


 

Neuigkeiten zu kommenden Sendeterminen und mehr 


Romanischer Sommer „Winter Edition“:
Live-Performance „Moving Picture (964-3)“ am 11. und 12. Dezember

Gerhard Richters abstraktes Gemälde 964-3, die digitale Inszenierung von Regisseurin Corinna Belz, die Komposition von Rebecca Saunders und die Live-Performance von Marco Blaauw machen das Moving Picture 964-3 zu einem mehrdimensionalen, komplexen Gesamtkunstwerk. Am 11. und 12. Dezember wird es in einer Live-Performance im Filmforum NRW (Köln) zu erleben sein. Reservierungen sind erbeten unter 0221-552 558. Einlass jeweils eine Stunde vor Beginn unter den aktuell geltenden Corona-Regeln.

Übrigens: Die Romanische Nacht ON AIR vom 11. Juni 2021 ist im WDR3 Konzertplayer weiterhin hier nachhörbar, ebenso alle weiteren Konzerte des Ronaischen Sommers: 

20. September 2021, 20.04 Uhr: Voces Suaves
24. September 2021, 20.04 Uhr: Marco Blaauw & Monochrome Project, Joel von Lerber
15. Oktober 2021, 20.04 Uhr: ARPARLA (Maria Cleary & Davide Monti)
19. Oktober 2021, 20.04 Uhr: 33zwo (Johanna und Elisabeth Seitz) / Les Lumières
27. Oktober 2021, 20.04 Uhr: Sanstierce (Maria Jonas, Bassem Hawar, Dominik Schneider mit Rimonda Naanaa) / Hornroh Modern Alphorn Quartett
28. Oktober 2021, 20.04 Uhr: Calmus Ensemble /  Trio Eva Zöllner, Verena Wüsthoff, Constantin Herzog

PROGRAMMHEFT 2021: RoSo21_Programm_50S

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Romanische Nacht am 11.6.2021 zum Nachhören auf WDR3

 


20.04 Uhr

Vier konzerte AUS ST. MARIA IM KAPITOL

Die „Romanische Nacht“ – Musik und Ort verschmelzen zu einzigartigem Ambiente am Mittsommerabend.

WDR 3 Konzert Spezial – Freitag, 11.06.2021, Liveübertragung zum Nachhören
Programmheft Romanischer Sommer 2021


20.04 Uhr

Wem Zeit wie Ewigkeit – Zeitgenössischer jazz und improvisierte Musik im Kirchenraum 

“Wem Zeit, wem Ewigkeit“: Janning Trumanns Projekt geht auf das gleichnamige Gedicht von Ernst Barlach zurück, das auf einem Text des Mystikers Jakob Böhme aus dem frühen 17. Jahrhundert gründet und in Barlachs Engelsskulptur „Der Schwebende“ seinen Ausdruck fand. Mit seiner „Large“-Bläserformation umkreist Trumann umkreist mystisch-religiöses Denken, das sich in einem reduzierten-fokussierten zeitgenössischen Jazz Bahn bricht. So kommt Barlachs Wort zum Ausdruck, dass „Tiefe notwendig ist, um Höhe zu begreifen“

JANNING TRUMANN LARGE (Köln)
Heidi Bayer, Trompete
Theresia Philipp, Altsaxophon, Flöte
Uli Kempendorff, Klarinette, Tenorsaxophon
Tini Thomsen, Baritonsaxophon, Bassklarinette
Janning Trumann, Posaune und Leitung
Stefan Schönegg, Kontrabass
Bertram Burkert, Gitarre
Sebastian Scobel, Orgel


21.00 Uhr

OKZITANISCHE KLÄNGE

Ein fesselndes Hörerlebnis! Benannt nach einem Marseiller Stadtbezirk hat sich die Formation Lo Còr de La Plana dem okzitanischen Liedgut verschrieben: Antiklerikalen und antimilitaristischen Volks- und Arbeiterliedern der Trobaires Marselhè. Die musikalische Herkunft der fünf Sänger von Lo Còr de La Plana verbindet Elemente des klassischen Chorgesangs und der improvisierten Musik mit traditionellen provenzalischen Gesängen. Ein Ear-Opener mit populärer Spiritualität, festlichen Liedern und vielfältigen Grooves.

Programm
»Intro«
»La Passien«
»Baron Sant Alessi«
»Fai freg«
»Lo Promierenc prencipi«
»Lei gràcias dei meissonièrs«
»In questa santa notte«
»La passion«
»Margarida«
»La legenda de Jesus Críst«
»Bèla Vierge coronada«
»Dins lo ventre«
»Adieu«

LO COR DE LA PLANA (Frankreich)
Manu Théron, Gesang und künstlerische Leitung
Rodin Kaufmann, Gesang  
Benjamin Novarino-Giana, Gesang  
Denis Sampieri, Gesang  
Sébastien Spessa, Gesang  


22.00 Uhr

Fly on Bach

„Fly on Bach“ lässt in Kompositionen von Albrecht Maurer Klangwelten östlicher Musik und mittelalterlicher spanischen Musiken  mit Werken Johann Sebastian Bachs in Dialog treten. Das Duo Maurer / de Witt streift auf seinem Flug die mystische Zitadelle Granadas, in der die islamische Kunst und Kultur aufs Fruchtbarste zur Blüte kamen – mitten in Andalusien. 

Programm

ALBRECHT MAURER (*1959)
»Fly to Alhambra«
»Tablas Time Talk«
»Saumpfade II«

JOHANN SEBASTIAN BACH (1685–1750) und ALBRECHT MAURER
»Fly on Bach«

ANONYM (14. Jh.)
»Stella splendens« aus dem »Llibre Vermell«, arrangiert von Albrecht Maurer und Kerstin de Witt

ANONYM (14. Jh.) Italien
»Estampie Belicha«

ALBRECHT MAURER
»Marokko«
»Puppentanz«

Kerstin de Witt, Blockflöten
Albrecht Maurer, Gotische Fidel, Rahmentrommel, Stimme

 


23.00 Uhr

perception – Sofia gubaidulina zum 90. Geburtstag

Ein musikgewordenes Streitgespräch, präsentiert vom Minguet-Quartett: Sofia Gubaidulina lässt in ihrem Stück einen Mann und eine Frau in einem Dialog aufeinandertreffen, in dem sie grundverschiedene Positionen vertreten. Wenn es um Wahrnehmung (perception) geht, pocht der Mann in diesem Stück auf Denken, Verstehen und vergleicht Schönheit mit einem Kristall, während die Frau immer wieder Stimmen hört und Schönheit in der Beseelung von Strukturen entdeckt. Ein streitbarer Beitrag zu später Stunde zur Kultur des Dialogs – über alle Wahrnehmungsunterschiede hinweg. Übrigens ist das Vorbild ein ganz reales Gespräch – zwischen der Komponistin und dem Dichter Francisco Tanzer, über Texte aus dessen Band „Stimmen“ (Köln 1979).

Programm
»Perception« für Sopran, Bariton, sieben Streicher und Tonband nach Versen von Francisco Tanzer und Psalmen (1981–83)

Minguet Quartett
Ulrich Isfort, 1.Violine
Annette Reisinger, 2.Violine
Aida-Carmen Soanea, Viola
Matthias Diener, Violoncello
Yeree Suh, Sopran
Holger Falk, Bariton
Justyna Sliwa, Viola
Jens Peter Maintz, Violoncello
Detmar Kurig, Kontrabass
Stefan Geiger, Dirigent

MINGUET QUARTETT


 

Mitwirkende 2021


33zwo  Johanna und Elisabeth Seitz
Albrecht Maurer und Kerstin de Witt
ARPARLA – Davide Monti und Maria Christina Cleary 
CALMUS Ensemble
Hornroh Modern Alphorn Quartet 
Janning Trumann Large , Ltg. Janning Trumann
Joel von Lerber 
Les LumièresChristine Corvisier, Ltg. Michel Rychlinski
Lo Cor de la Plana
Minguet Quartett
Monochrome Project Marco Blaauw
Sanstierce feat. Rimonda Naanaa
Voces Suaves
Windspiel Duo für Neue Musik (Eva Zöllner, Verena Wüsthoff)  &  Constantin Herzog



Janning Trumann griff zur Posaune, weil er mit Freunden in der Schulbigband spielen wollte. Mit 15 spielte er im Landesjugendjazzorchester, 2007 wurde er Jungstudent bei Nils Landgren in Hamburg. Nach dem Abitur wechselte er an die Hochschule in Köln, absolvierte Bachelor und Master und ging danach zwei Jahre nach New York. 2011, 2014 und 2015 gehörte Trumann zum JazzBaltica-Ensemble, trat mit eigenen Projekten u.a. auf dem moers festival, Elbjazz Festival oder den Jazzfest Berlin auf. Er spielt u.a. mit Dave Douglas, Donny McCaslin, Peter Erskine, Joachim Kühn, Joey Baron und regelmäßig in der WDR Bigband.

Lo Còr de La Plana, benannt nach einem Marseiller Stadtbezirk, wurde 2001 von Manu Théron gegründet, der sich seit rund fünfundzwanzig Jahren dem okzitanischen Liedgut verschrieben hat – vor allem den antiklerikalen und antimilitaristischen Volks- und Arbeiterlieder der Trobaires Marselhè. Die musikalische Herkunft der fünf Sänger von Lo Còr de La Plana verbindet Elemente des klassischen Chorgesangs und der improvisierten Musik mit traditionellen provenzalischen Gesängen. Populäre Spiritualität, festliche Lieder und kritisch-humorvoller musikalischer Protest sind die drei Säulen und die Seele ihres Repertoires. Allerdings sind dem Ensemble musikalische Elemente von Pierre Schaeffers »musique concrète« bis zu den Ramones, von Bartók bis zu The Velvet Underground ebenfalls nicht fremd. Vielfältiger Groove und eine ausgefeilte polyphone Gesangstechnik, vor allem aber eine hörbare Freude an verschlungenen Melodien und Harmonien machen die Auftritte von Lo Còr de La Plana zu einem fesselnden Hörerlebnis.

Albrecht Maurer und Kerstin de Witt kennen sich über die Zusammenarbeit mit Flautando Köln und arbeiten seit 2013 an gemeinsamen Duo-Programmen. Ihre Kompositionen wurden speziell für Fidel und Blockflöte komponiert bzw. arrangiert. Sie spielen eigene Stücke mit weltmusikalischen Wurzeln und kombinieren diese mit bekannten historischen Kompositionen. Daraus entsteht eine ganz eigenständige Klangwelt mit viel Abwechslung und neuen Ideen. Das Duo gastierte bereits in verschiedenen Regionen Deutschlands sowie in Frankreich. Im Mai 2018 nahmen sie die Debüt CD Fly to Alhambra auf, die auf Nemu Records erschienen ist.

Kerstin de Witt ist Blockflötistin, ihre Schwerpunkte liegen im Bereich der Alten und der zeitgenössischen Musik. Sie konzertiert weltweit als Solistin und in verschiedenen Ensembles. Seit 1999 ist sie Mitglied von Flautando Köln. Kerstin de Witt war Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und Dozentin der Sommerakademie Alter Musik in Prachatice/Tschechien. Seit 2019 ist sie Professorin für Blockflöte und Kammermusik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Daneben arbeitet sie als Heilpraktikerin für Psychotherapie in Köln im Bereich Auftrittscoaching und Hochsensibilität.

Der Geiger und Komponist Albrecht Maurer studierte zunächst Viola, dann Violine an der Musikhochschule Köln und bei Johannes Fritsch und Klarenz Barlow. Erfahrungen in Neuer Musik und experimentellem Musiktheater sammelte er mit Komponisten aus der Schule Mauricio Kagels, darunter María de Alvear, Carola Bauckholt und Manos Tsangaris. Seit 2003 ist er Mitglied des Pariser Ensembles Dialogos, u.a. mit Gotischer Fidel, Lyrics und Rebec und experimentiert mit seiner Stimme und mit der Rahmentrommel. Albrecht Maurer konzertiert weltweit und wirkte bei ca. sechzig Rundfunk – und über dreißig CD-Produktionen mit.

Das Minguet Quartett – gegründet 1988 – zählt heute zu den international gefragtesten Streichquartetten und gastiert in allen großen Konzertsälen der Welt, wobei seine so leidenschaftlichen wie intelligenten Interpretationen für begeisternde Hörerfahrungen sorgen – „denn die Klang- und Ausdrucksfreude, mit der das Ensemble die Werke zur Sprache bringt, belebt noch das kleinste Detail“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Namenspatron ist Pablo Minguet, ein spanischer Philosoph des 18. Jahrhunderts, der sich in seinen Schriften darum bemühte, dem breiten Volk Zugang zu den Schönen Künsten zu verschaffen: Das Minguet Quartett fühlt sich dieser Idee mehr denn je verpflichtet.

Joel von Lerber erhielt im Alter von sechs Jahren den ersten Harfenunterricht am Konservatorium Bern. Auf das Bachelor- Studium in Basel bei Sarah O’Brien folgten 2014 der Master in Zürich und 2016 und 2019 das Konzertexamen bei Maria Graf an der Berliner Hochschule für Musik Hanns Eisler. Joel ist Preisträger vieler internationaler Wettbewerbe, u.a. des renommierten International Harp Contest in Israel. Als Solist spielt er regelmäßig u.a. mit dem Berner Kammerorchester, dem Philharmonischen Orchester Vorpommern, dem Konzerthausorchester Berlin und dem Filmorchester Babelsberg

Windspiel | Duo für Neue Musik wurde im Jahr 2000 von Verena Wüsthoff (Blockflöten) und Eva Zöllner (Akkordeon) gegründet. Beide Musikerinnen haben sich als Spezialistinnen für zeitgenössische Musik im internationalen Konzertbetrieb einen Namen gemacht und arbeiten engagiert daran, das Repertoire für ihre Instrumente zu erweitern und in neuen Kontexten zu präsentieren. Nach 20 Jahren gemeinsamer Bühnenerfahrung begeistern die beiden Musikerinnen ihr Publikum mit lebendigen und authentischen Interpretationen. Eva Zöllner hat sie in den letzten Jahren mehr als 250 Werke uraufgeführt und ist nomadisch auf der Reise, um ihr Instrument in unterschiedlichsten Kontexten und Kulturen zu erkunden. Verena Wüsthoffs besonderes Interesse gilt der Aufführung zeitgenössischer Kammermusikwerke für Blockflöte, sowie der Entwicklung innovativer Konzert-Programme, in denen sich Musik und andere Kunstformen verbinden. Zu Windspiel gesellt sich Constantin Herzog, der als Bassist in und zwischen verschiedenen musikalischen Genres oszilliert: Neue Musik, Improvisierte Musik, Jazz, Alte Musik und Hörspiel mit Kontrabass, E-Bass, Violone und Elektronik. Er ist Gründungsmitglied von Impakt-Köln.

Homogenität, Präzision, Leichtigkeit und Witz – das zeichnet das Calmus Ensemble aus und macht das Quintett zu einer der erfolgreichsten Vokalgruppen Deutschlands. Geprägt von der Tradition der Thomaner sind die Sänger in der Vokalmusik der Renaissance, des Barock und der Romantik zu Hause. Sie haben zudem über die Jahre zahlreiche Kompositionen uraufgeführt und singen und arrangieren gerne Pop, Folk und Jazz. Die breite Palette an Klangfarben, ihre Musizierfreude, Klangkultur und einfallsreichen Programme begeistern immer wieder. Damit haben die fünf Leipziger eine ganze Reihe internationaler Preise und Wettbewerbe gewonnen – zuletzt den OPUS Klassik 2019 „Beste Chorwerkeinspielung“. Kein Wunder also, dass Calmus mit seiner Besetzung aus Sopran, Countertenor, Tenor, Bariton und Bass mit 50 bis 60 Konzerten im Jahr in ganz Europa und in den USA ein immer wieder gerne gesehener Gast ist und überall auf der Welt Fans hat.

Das Duo ARPARLA von Davide Monti (Violine) und Maria Christina Cleary (Harfe) ist von der Idee inspiriert, durch Musik – „parla“ bedeutet auf Italienisch „sprechen“ – und die vielfarbigen Klänge von Harfe und Geige zu kommunizieren. Davide und Maria begründeten 2013 die Helicona-Methode, die Musikimprovisation mit Tanz, Commedia dell’Arte, Fechten und Reiten lehrt, um den Geist zu öffnen und die körperliche Wirkung musikalischer Gesten zu verstehen. Das Duo tritt bei Alte Musik-Festivals weltweit auf und hat über achtzig CDs eingespielt. Davide war Konzertmeister und Solist des Europäischen Barockorchesters und Gastdirigent und Solist bei Tafelmusik Toronto und Camerata Brisbane. Maria ist Solistin u.a. beim Amsterdam Baroque Orchestra, dem American Bach Soloists und dem Portland Baroque Orchestra. Beide lehrten weltweit in über dreißig Konservatorien, u.a. an der Juilliard School in New York, und unterrichten heute am Konservatorium von Verona, Maria auch an der Haute École de Musique in Genf.

Seit bald zwanzig Jahren widmet sich das Hornroh Modern Alphorn Quartet von Balthasar Streiff, Michael Büttler, Jennifer Tauder-Ammann und Lukas Briggen intensiv der Erweiterung des Alphornspieles. Dabei scheut das Quartett aus Basel keinen Aufwand, um dem folkloristisch-traditionellen Genre neuzeitliches Denken gegenüber zu stellen. In Eigenproduktionen und Koproduktionen mit Komponisten, Orchestern und Chören aus dem Bereich der zeitgenössischen Musik sucht das Ensemble immer wieder neue Wege. Ein Höhepunkt solcher Zusammenarbeit ist das concerto grosso Nr. 1 für vier Alphörner und großes Orchester, das der Komponist Georg Friedrich Haas für Hornroh geschrieben hat. Es wurde 2014 mit dem Sinfonieorchester des Bayrischen Rundfunks uraufgeführt und seither mit den Orchestern des ORF, des SWR, des Tonhalle-Orchesters Zürich, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra u.a.m. öfters gespielt. Im Sommer 2020 veröffentlicht Hornroh sein neues Konzertprogramm Eigenbräu und damit auch seine gleichnamige vierte CD.

Aus einem Treffen 2014 im Kölner Zentrum für Alte Musik ZAMUS entstand Sanstierce mit Maria Jonas (Köln) – Sängerin & Tobairitz, Dominik Schneider (Essen) – Flöte & Quinterne und Bassem Hawar (Bagdad, Köln) – Djoze & Rahmentrommel, alle Spezialisten der modalen Musik. Die zwei Deutschen versuchen damit, die meist mündlich überlieferte Musik des Mittelalters wiederzubeleben. Das Anliegen des Irakers ist es, die mündlich tradierte arabische Musik, geboren im mittelalterlichen Bagdad, nicht sterben zu sehen. Fuhren noch vor wenigen Jahren westliche Musiker in die arabischen Länder, um ganz nah am Original zu sein, trifft man sich heute in Köln…oder Berlin, Paris, London, aber nicht mehr in Bagdad, dem Irak oder in Syrien…Die Musiker von Sanstierce musizieren auf der Basis ihrer jeweiligen modalen Kultur. Die Welten verschmelzen und doch bleibt jeder in seiner. Würde man es „cross over“ nennen? Besser passt der Begriff „free modal music”. Whatever it is, it’s about people and music.

In ihrer Heimat ist sie eine Berühmtheit, sie trat schon im syrischen Frühstücksfernsehen auf: Die syrische Kanun-Spielerin Rimonda Naanaa ist vor dem Krieg über das Mittelmeer nach Deutschland geflohen. Die zitherartige Kanun ist tonangebend im arabischen Orchester. Rimonda schloss ihr Studium an der Hochschule für Musik in Damaskus ab und war erste Preisträgerin des nationalen syrischen Kanun-Wettbewerbs 2008. In Deutschland war sie bereits 2009 als Teilnehmerin im Festival junger Künstler in Bayreuth. Sie gibt heute als Solistin Konzerte und arbeitet mit Ensembles wie Sanstierce.

Die Weiterentwicklung der Trompete, ihrer Technik und ihres Repertoires in Ensemblemusik und solistische Projekte, in der komponierten und der improvisierten Musik ist Ziel und Anliegen von Marco Blaauw Komponisten unserer Zeit wie Zorn, Haas, Mundry, Rihm und Saunders haben ihm Werke zugeeignet, er arbeitete zudem intensiv mit Karlheinz Stockhausen zusammen. Seit 1994 ist Marco Blaauw festes Mitglied des Ensembles Musikfabrik. Seine Arbeit in Ensembles und als Solist führten ihn um die Welt und ist in zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen dokumentiert.

Monochrome Project: Inspiriert durch die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Komponisten La Monte Young gründete Marco Blaauw in 2015 ein Trompeten-Ensemble mit dem Ziel, im Rahmen verschiedenster Projekte und durch die Erarbeitung diverser Kompositionen die enorme Variabilität der Trompetenklänge und Spieltechniken zu erkunden. Das Ensemble ist reduziert auf den Klang der Trompete um damit den verblüffende Vielfalt zu zeigen. Durch Multiplikation, dichte Klangfeldern, subtile Farbwechsel, stufenlose und extreme Dynamische Kurven aber auch durch Bewegungen, wandelnde Distanzen und Perspektiven, wird die eine Klangfarbe zu Grundlage und Akzent zugleich. Das Projekt Monochrome beweist, dass weniger auch mehr sein kann.

„Wenn der Himmel rockt“ (Augsburger Allgemeine): Die Schwestern Johanna und Elisabeth Seitz sind einzeln international gefragte Instumentalistinnen, zusammen sind sie das Ensemble 33zwo. Die Harfenistin Johanna Seitz und die Hackbrettspielerin Elisabeth Seitz haben ihr Duo nach dem biblischen Psalm 33 benannt. Dessen zweiter Vers ruft zum Loblied des Herrn mit Harfe und Psalter auf, und es ist wahrlich ein himmlischer Klang, den die beiden Musikerinnen ihren Instrumenten entlocken. Sie haben zeitgenössische Kompositionen angeregt und uraufgeführt sowie Originalmusik für die „himmlische Besetzung“ wieder neu entdeckt und sind damit auf internationalen Kongressen und Podien zu Gast, z.B. Dresdner Kunstfest, World Harp Congress Genf, International Harp Festival in Kattowitz, 100-Snaren-Festival Lommel, Festival Concerti delle Camelie in Locarno oder beim Musikfestival Bündner Barock.

Musik verbindet: Die Klangkörper von Les Lumières fördern Kunst und Kultur im Geiste von Weltoffenheit und Völkerverständigung mit dem gemeinsamen Ziel eines herausragenden musikalischen Ergebnisses. Initiiert wurden das Orchester mit einer Stammbesetzung von dreißig Orchestermusiker*innen und der fünfundzwanzig Stimmen umfassende Chor von dem französischen Organisten und Kirchenmusiker Michel Rychlinski als Beitrag zu europäischen demokratischen Werten und für den Frieden zwischen den Völkern. Nicht nur durch Repertoireauswahl und Besetzung leistet der gemeinnützige Verein einen Beitrag zum Dialog: Der kooperative Gedanke erstreckt sich auch auf das gemeinsame Musizieren professioneller Musiker mit Nachwuchsmusikern. Routinierte Instrumentalist*innen und Sänger*innen finden in immer neuen Besetzungen zusammen und fördern so Berufsanfänger*innen. Das Ensemble ist Mitglied vom ZAMUS Köln und von „Kultur öffnet Welten“. Der Ensemblevorstand bringt Erfahrungen aus dem Bildungsbereich und aus der Wirtschaft ein.

Michel Rychlinski schloss 2011 sein Studium im Fach Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln mit dem Master ab und war anschließend als Seelsorgebereichsmusiker für die Musikplanung im Kölner Westen zuständig. Seit 2012 ist er Dozent für Chorleitung u.a. für die Musikschule des Essener Doms, den Landeschorverband NRW oder die Kölner Philharmonie und leitet Oratorien und andere Großprojekte. 2018 ließ er sich zum Kulturmanager ausbilden. Michel Rychlinski ist Gründer des der Völkerverständigung gewidmeten Ensembles Les Lumières und tritt weltweit als Konzertorganist auf.

Christine Corvisier (Saxophon, Flöte, Klarinetten) stammt aus Perpignan. Nach ihren Studien an den Konservatorien von Nizza und Amsterdam und einem Stipendium in New-York City bei Joshua Redman, Chris Cheek, David Binney und Donny McCaslin und George Garzone sowie zahlreichen Engagements in verschiedensten Jazz-Formationen zog sie 2010 nach Deutschland, wo sie ein Quintett mit einigen der besten Musiker der Kölner Jazzszene gründete. Über die Grenzen der Region hinaus ist sie heute als virtuose und gleichzeitig melodische Improvisatorin und Komponistin anerkannt.

Das 2012 gegründete preisgekrönte Ensemble Voces Suaves ist ein Vokalensemble aus Basel, das Musik der Renaissance und des Barock in solistischer Besetzung aufführt. Es besteht aus einem Kern von acht professionellen Sängerinnen und Sängern, von denen die meisten einen Bezug zur Schola Cantorum Basiliensis haben. Historisch informiert strebt es in italienischen Madrigale, Werken des deutschen Frühbarocks und grösser besetzten italienische Oratorien und Messen eine fesselnde Rhetorik verbunden mit einem warmen und vollen Gesamtklang an, der die Musik emotional unmittelbar erlebbar macht. Durch die mehrjährige intensive Zusammenarbeit ist eine grosse Vertrautheit im musikalischen Schaffen entstanden.

Konzerte ON AIR – Nachhören im WDR3 Konzertplayer

 


 

Der Romanische Sommer auf WDR 3 – es geht weiter!

die nächsten Sendetermine:

20.September 2021, 20.04 Uhr:
Voces Suaves: Jenseits des Todes

24. September 2021, 20.04 Uhr:
Joel von Lerber: Harfe virtuos
Marco Blaauw / The Monochrome Project: Monochrome Project

15. Oktober 2021, 20.04 Uhr:
ARPARLA (Maria Cleary, Davide Monti): Hommage à Helga Storck

19. Oktober 2021, 20.04 Uhr:
33Zwo/ Elisabeth und Johanna Seitz: La Lira de Ciel
Les Lumières und Christine Corvisiers: Chansons und Choral

27. Oktober 2021, 20.04 Uhr
Sanstierce: Nostre Dame in Orient und Okzident
HORNROH Modern Alphorn Quartett: Hier und da

28. Oktober 2021, 20.04 Uhr
Calmus Ensemble: Leipziger Meister
(neu) Eva Zöllner / Verena Wüsthoff / Constantin Herzog


jenseits des todes
kooperation mit dem ForuM Alte Musik

Das Programm des Baseler Ensembles Voces Suaves ist ein musikalischer Tribut an den Dichter Dante Alighieri (1265–1321), 700 Jahren nach dessen Tod. „Jenseits des Todes“ geht auf eine musikalische Reise in die drei Reiche, die in Dantes Meisterwerk „Divina Commedia“ jenseits des irdischen Lebens liegen. Nach dem Tag des Gerichts gehen wir in Musiken des italienischen Frühbarock durch die Hölle (Inferno) und durch die Läuterung (Purgatorio, das „Fegefeuer“) – und gelangen ins Paradies. Diese Musik ist ein Traum – und zugleich ein künstlerischer Versuch, mit einer unvermeidlichen Realität fertig zu werden. Poesie und Musik aus vergangenen Jahrhunderten führen uns vor Augen, dass die Menschheit wird immer mit dem Tod und allem, was dahinter liegt, konfrontiert sein wird. – Davide Benetti & Dan Dunkelblum

Programm

Stefano Bernardi (um 1577–1637)
Dies irae
aus der Missa pro defunctis (Salzburg 1629)

Visioni Infernali – Höllenvisionen
Luzzasco Luzzaschi (um 1545–1607)
Quivi sospiri
aus dem Secondo libro de Madrigali a cinque voci (Venedig 1576)

Jacques Arcadelt (ca. 1507–1568)
Ver Infern’è’l mio petto
aus Il primo libro di madrigali d’Arcadelt à 4 voci (Venedig 1539)

Philippe Verdelot (um 1485–1552)
Altro non è’l mio amor che’l proprio inferno
aus Le dotte et eccellente compositioni dei madrigali di Verdelot a cinque voci (Venedig 1538)

Giovanni Battista Mosto (†1596)
Quivi sospiri
aus Il primo libro de Madrigali a cinque voci (Venedig 1578)

Girolamo Frescobaldi (1583–1643)
Recercar cromaticho
aus den Fiori musicali di diverse compositioni (Venedig 1635)
Miserere mei, Deus – Erbarme dich meiner, Herr

Carlo Gesualdo (1566–1613)
Laboravi in gemitu meo
Peccantem me quotidie
aus dem Sacrarum cantionum liber primus (Neapel 1603)

Luca Marenzio (1553–1599)
Padre del Cielo
Vergine gloriosa e lieta
aus den Madrigali spirituali a cinque voci, libro primo (Venedig 1584)

Girolamo Frescobaldi
Recercar terzo
aus den Recercari, et canzoni franzese, libro primo (Rom 1615)
Le Celesti Armonie – Die himmlischen Harmonien

Claudio Merulo (1533–1604)
Vergine Madre, figlia del tuo figlio
aus Il secondo libro de madrigali a cinque voci (Venedig 1604)

Asprilio Pacelli (1570–1623)
In caelestibus regnis
aus dem Promptuarium musicum pars tertia (Straßburg 1613)

Claudio Monteverdi (1567–1643)
Regina caeli, à 3
aus Salve Regine del Sig. Claudio Monteverde (Venedig 1662–1667)

Sanctus
aus der Missa „In illo tempore“ senis vocibus (Venedig 1610)

Stefano Bernardi
Libera me Domine
aus der Missa pro defunctis (Salzburg 1629)

VOCES SUAVES
Christina Boner, Mirjam Wernli – Sopran
Jan Thomer – Altus
Dan Dunkelblum, Raphael Höhn– Tenor
Tobias Wicky – Bariton
Davide Benetti – Bass

Sendetermin: 20. September 2021, WDR3 Konzert ab 20.04 Uhr


Leipziger Meister

Stadtgeschichte in Leipzig ist unmittelbar mit Musikgeschichte verwoben. In die romanischen Klangweiten bringt das Calmus Vokal-Ensemble – selber herausragender Vertreter der Leipziger Musiktradition – meisterliche Vokalkunst bekannter und weniger bekannter Leipziger Komponisten aus drei Jahrhunderten mit und lassen Motetten von JOHANN SEBASTIAN BACH und den Thomaskantoren Ernst Friedrich Richter und Gustav Schreck sowie von Felix Mendelssohn Bartholdy erklingen.

Programm

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Wer nur den lieben Gott lässt walten
Collage aus BWV 21/9, 93/4 und 6, 179/6 und 642

Johann Christoph Bach (1642-1703): Fürchte dich nicht

Johann Christoph Altnikol (1720-1759): Nun danket alle Gott

Ernst Friedrich Richter (1808-1879): Siehe, um Trost war mir sehr bange (opus 48/5)

Gustav Schreck (1849-1918): Der Tag nimmt ab (opus 31/3)

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Mein Herz erhebet Gott, den Herrn (opus 69/3)

Wilhelm Weismann (1900-1980): Der 23. Psalm: Der Herr ist mein Hirte

Johann Sebastian Bach: Miserere
BWV 867 aus dem „Wohltemperierten Klavier“
Bearbeitung: Heribert Breuer

Calmus Vokal-Ensemble (Leipzig)

Sendetermin 28. Oktober 2021, WDR3 Konzert ab 20.04 Uhr


Nostre Dame in Orient und Okzident

«O Maria, siehe, Gott hat dich auserwählt und gereinigt und erwählt vor allen Frauen der Welt« Qu‘ran, Sure 3:42 Schon seit der Antike wurde in Kleinasien die Gottheit Artemis verehrt. Dort in Meryemana, heute Türkei, existiert ein islamischer Marienwallfahrtsort, der auch christliche Pilger anzieht. Sanstierce verwebt die uralte Marienmystik mit mittelalterlichen Liedern des 13. Jahrhunderts und orientalischer klassischer Musik. Die beiden Instrumentalisten, Bassem Hawar (Djoze und Percussion) und Dominik Schneider (Flöre und Quinterne), begleiten die Sängerin Maria Jonas auf traditionelle Weise – modal improvisierend. Dazu gesellt sich als Gast die syrische Kanunspielerin Rimonda Naanaa.

Programm

Beata Viscera Marie Virginis (Quelle: W2 Helmst 1099, f.156v)
Gargouille de nostre Dame (Dominik Schneider)
Sequentia de Beata Maria: Ave Gloriosa Virginum Regina (Quelle: GB-Lblf. Egerton 274, 3r)
Djozz (Bassem Hawar)
Rondellus: O summi regis mater inclita (Quelle: F11, 56, f-470r)
Sol oritur (Quelle: F 422r)
Vanitas (Dominik Schneider)
Salva Nos, Stella Maris (Quelle: MS 29.1, f. 470r)
Lami (Bassem Hawar)
Salve Mater Salvatoris (Quelle: nach GB-Lbl Egerton 274, f. 69v, mit dominikanischer Textfassung)

Ensemble SANSTIERCE
Rimonda Naanaa, Kanun

Sendetermin 27. Oktober 2021, WDR3 Konzert ab 20.04 Uhr


ALLÜBERALL 

„Allüberall“ heißt das Programm der Akkordeonistin Eva Zöllner mit der Blockflötistin Verena Wüsthoff und dem Kontrabassisten Constantin Herzog. Neugieriger kann man sich wohl schwerlich zwischen den Welten bewegen: Zeitgenössische Musik aus Japan, von archaischen Klängen traditioneller japanischer Instrumente inspiriert, wechselt mit Werken der litauischen Komponistin Diana Čemerytė, denen Hildegard von Bingen mit ihren allüberall wirkenden Flügeln der Weisheit Patin stand. Weiter geht es zu mexikanischen Totenklagen und einer georgischen Ostererzählung in Werken von Mario Lavista und Reso Kiknadze. Und die Mexikanerin Georgina Derbez beschäftigt sich in ihrer neuen Komposition Transit mit der Lebensreise der Schriftstellerin Anna Seghers zwischen zwei Kulturen. Eine Welt- und Zeitenreise musikalischer Perspektiven auf das, was uns zwischen Himmel und Erde bewegt. 

Programm

Toshio Hosokawa (1955) Birds Fragments (1998) für Blockflöte und Akkordeon
Friedrich Jaecker (1950) lichten (2009) für Kontrabass solo
Diana Cemeryte (1974) TePra II (2017) für Blockflöte und Akkordeon 
Georgina Derbez (1968) Transit (2021, UA) für Akkordeon solo 
Mario Lavista (1941) Ofrenda (1986) für Tenorblockflöte solo
Reso Kiknadze (1960) Graphonyme (2009) für Akkordeon und Kontrabass
Keiko Harada (1968) Third Ear Deaf IIb (2000) für Blockflöte und Akkordeon

Sendetermin 28. Oktober 2021, WDR3 Konzert ab 20.04 Uhr

Windspiel – Duo für Neue Musik:
Verena Wüsthoff, Blockflöten
Eva Zöllner, Akkordeon
Gast: Constantin Herzog, Kontrabass


Hier und da

Die gewaltigen Klänge des Basler Hornroh Modern Alphorn Quartet füllen mühelos auch den weitläufigsten romanischen Bau. Dass die vier mit ihren archaischen Instrumenten immer neue Wege gehen, ist im Konzert „Hier und Da“ in gleich zwei Uraufführungen opulenter Neukompositionen von Ulrich Krieger und Albrecht Zummach zu erleben. So kann der Kontrast zu eidgenössischen Traditionals wie „Buuchriiberli“ und „Gruß aus Adelboden“ zur Gänze ausgekostet werden.

Programm

Trad.: Buuchriiberli (Bearbeitung Balthasar Streiff)  

Ulrich Krieger *1962: „Uf‘d Bärg‘ un in de Däler für vier Alphörner“ (UA) (Juni 2018 bis September 2019)
Obertonstudie Aus der tiefen Klamm
Durch den dichten Forst
Auf hohen Grat Obertonstudie II
In dichtem Nebel
Durch finst‘re Nacht
Bei eis‘gem Wind Konzertstücke I
Zu Freiburg (in den schwarzen Wald hinein)
Am Hirschsprung (über den finst‘ren Spalt hinüber)
Zur Wutachschlucht (Durch die dunkle Klamm hindurch)
Konzertstücke II
Feldberg (Erinnerungen)
Belchen (Irrende Resonanzen)
Schauinsland (Mensch&Natur)

****

Albrecht Zummach *1957: „Hier&Da – 5 Formationen für 4 Alphörner“
zwei Hier – zwei Da
einer Hier – drei Da
drei Hier – einer Da
Keiner Hier
Keiner Da

Gruss aus Adelboden trad. (Bearbeitung Balthasar Streiff) 

HORNROH MODERN ALPHORN QUARTET (Schweiz)
Balthasar Streiff
Michael Büttler
Jennifer Tauder-Ammann
Lukas Briggen

Sendetermin: 27. Oktober 2021, WDR3 Konzert ab 20.04 Uhr


„Chansons ohne grenzen

Chanson ohne Grenzen: Die Ursprünge des Chansons reichen bis weit ins Mittelalter zurück. Schon bald entwickelten sich zwei Strömungen: Höfisch-elegant die eine, volkstümlich die andere. Auf diesem aufregenden Formenreichtum, ergänzt um mehrstimmige Liedsätze aus der Zeit der Renaissance, gründen französische Vokalwerke des 20. Jahrhunderts von Komponisten wie Poulenc, Debussy, Ravel und auch Hindemith. Die Kölner Neugründung Les Lumières, musikalisch wie politisch unterwegs im Geiste der Völkerverständigung, macht mit ihrer Vokalformation diese Vielfalt durchhörbar. Die in Köln lebende französische Jazzsaxophonistin Christine Corvisier kontrastiert die vokale Kunstmusik mit Improvisationen über populäre Chansons. Eine grenzenlose Reise zwischen Gefühlen, Genres und Zeit.

Programm

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Motette »Jesu meine Freude«

Thoinot Arbeau (1519–1595)
»Belle qui tient ma vie«

Maurice Ravel (1875–1937)
»Trois Chansons« (1914/15), Texte Maurice Ravel

Claude Debussy (1862–1918)
»Trois Chansons de Charles d’Orléans« (1898–1908)

Paul Hindemith (1895–1963)
»Sechs Chansons«, Texte (1939), Texte Rainer Maria Rilke

Francis Poulenc (1899–1963)
Cantate »Figure humaine« (1943), Texte Paul Eluard

LES LUMIÈRES
Sopran: Adèle Berard, Elisabeth von Stritzky, Inger Narvesen, Maud Kauffmann, Emanuela Ducornez, Myriam Rampht, Maria-Eunju Park, Sarah-Léna Winterberg
Alt: Elena Petrushevska, Eva Nesselrath
Tenor: David Pouwels, Giovanni Biswas
Bass: Christoph Gautier, Michael Terada, Valentin Janzen, Raphael Blume, Sebastian Seitz

LES LUMIERES
CHRISTINE CORVISIERS, JAZZ-SAXOPHON
MICHEL RYCHLYINSKI, LEITUNG

Sendetermin 19. Oktober 2021, WDR3 Konzert ab 20.04 Uhr


HARFEN-Special: La lira del ciel

Psalter und Harfe: Die Schwestern Johanna und Elisabeth Seitz sind zusammen das Ensemble 33zwo. In dieser biblischen Besetzung entfalten sie im Harfen-Special des Romanischen Sommers ein wahrlich himmlisches frühbarockes Programm für Feinschmecker – mit weithin unbekannten Perlen italienischer und spanischer Komponisten des Seicento. Der Himmel kann kommen!

Programm

Giovanni Lorenzo Baldano (1576 – 1660): Paso e Mezo & Gagliarda
Giovanni Girolamo Kapsperger (ca.1580-1651) Toccata g-moll
Carlo Farina (vor 1600-1639): Brando 4,6 und 8
Ascanio Mayone (1565-1627): Toccata quarta
Lucas Ruiz de Ribayaz (ca. 1626- 1677): Espagnoletas (1677)
Vicente Adan (vor 1758-1732): Divertimento para Salterio
Fandango para Salterio
Santiago de Murcia (ca. 1682-1732): Follia italiana
Anonym ca.1700: Fandango de Cadiz
Lucas Ruiz de Ribayaz: El Gran Duque & Baylete
Gregorio Strozzi (1615-ca. 1687): Maschara Sonata & Gaspar Sanz: Paradetas
Luigi Rossi: Passacaille
Andrea Falconiero (1585-1656): Soave melodia y su Corrente
Bartolomeo Montalban (ca. 1595-1651): Sinfonia “geloso”
Anonym ca. 1700: Tarantela

33ZWO / ELISABETH UND JOHANNA SEITZ

Sendetermin: 19. Oktober 2021, WDR3 Konzert ab 20.04 Uhr


Harfen-Speicla: Hommage à Helga Storck

Das Duo ARPARLA, bestehend aus den Originalklang-Koryphäen Maria Christina Cleary (Harfe) und Davide Monti (Violine) ist ein prominenter Gast im Harfen-Special des Romanischen Sommers. Die beiden widmen ihr empfindungsreiches Programm der Harfenistin Helga Storck. Es verbindet drei Protagonisten der Wiener Klassik: Jubilar Ludwig van Beethoven und das befreundete Ehepaar Louis und Dorothée Spohr sowie den wenig bekannten Wenzel Krumpholz, alle Schöpfer zutiefst inniger Kammermusik ihrer Zeit. Maria Cleary spielt auf einer der ältesten noch spielbaren Harfen der Welt, 1790 gebaut vom Londoner Jacob Erat.

Programm

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Sonaten in F-Dur Op. 24 no.5 (1801)
Allegro – Adagio molto espressivo – Scherzo All° molto – Rondo Allegro ma non troppo

Wenzel Krumpholtz (c.1750-1817)
Abendunterhaltung für eine Violine, No.15 Walser (1808)

Louis Spohr (1784-1859)
Adagio aus Sonata Concertante Op. 115 (1809)

François Schubert (1808-1878)
Divertissement sur Deux Thêmes Russes pour Harpe et Violon Concertans dedié à Madame la Comtesse de Rasumoffsky, (c. 1820), Manuscript, D-B Mus.ms 20251

Duo ARPARLA, HARFE und Violine
Maria Christina Cleary (Harfe)
Davide Monti (Violine)

Sendetermin: 15. Oktober 2021, WDR3 Konzert ab 20.04 Uhr


THe monochrome project

Die ganze Vielfalt und unglaubliche Variabilität von Trompetenklängen zu erkunden steht für Marco Blaauw, einen der weltbesten Trompeter, im Fokus seiner Ensembleprogramme mit dem Monochrome Project (Griechisch: μονόχρωμος / einfarbig). Mehr als genug Gelegenheit dazu gibt es im gleichnamige Programm in Werken von Arvo Pärt, Liza Lima, Martin Smolka, Jin Wang und der Uraufführung „Unanime“ von Juste Janulyte, einer Auftragskomposition des WDR. In der Fassung für acht Trompeten sind Arvo Pärts „Summa“ als Erstaufführung und Martin Smolkas „Pianissimo“ als Uraufführung zu erleben. Lassen Sie sich von den meisterlichen Spieltechniken der vier bis acht Spielerinnen und Spieler überraschen.

Programm: 

Arvo Pärt (*1935)
»Summa«, Fassung für 8 Trompeten (1977)
EA der Fassung für 8 Trompeten

Liza Lim (*1966)
»Wild Winged One« für Trompete solo (2007)
Marco Blaauw, Trompete

Martin Smolka (*1959)
»Pianissimo« für acht Trompeten (2021)
Fassung für 8 Trompeten
UA

Jing Wang (*1976)
»Yan« für Muschelhorn solo (2016)
Christine Chapman, Muschelhorn

Juste Janulyte (*1982)
»Unanime« für acht Trompeten, (Auftragswerk des WDR Köln), neue Fassung von 2021
UA der Fassung von 2021

The Monochrome Project
Marco Blaauw
Christine Chapman
Matthew Conley
Rike Huy
Bob Koertshuis
Nathan Plante
Markus Schwind
Laura Vukobratovic

Sendetermin: 24. September 2021, WDR3 Konzert ab 20.04 Uhr


Harfen-Special: Harfe Virtuos

Der Romanische Sommer schwelgt weiter in sphärischen Harfenklängen. Der junge Harfenist Joel von Lerber erfüllt den romanischen Klangraum  mit einem fulminanten Programm stimmungsvoller Saitenklänge von Gabriel Fauré, E.A. Walter-Kühne, Henriette Renié, Nino Rota und Wilhelm Posse. 

Programm

Gabriel Fauré (1945–1924)
„Impromptu“

E. A. Walter-Kühne (1870–1930)
„Fantasie über ein Thema der Oper ,Eugen Oneginʼ“

Henriette Renié (1875–1956)
Contemplation
„Danse des lutins“

Nino Rota (1911–1979)
„Sarabanda e Toccata”

Wilhelm Posse (1852–1925)
„Karneval in Venedig“

JOEL PHILIPPE VON LERBER, HARFE

Sendetermin: 24. September 2021, WDR3 Konzert ab 20.04 Uhr


 

 

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